Erwin Thoma und das Mondholz – kein Märchen, sondern wissenschaftlich belegte Qualität
Das beste Holz für die besten Häuser
„Ich bin der Tradition vom Opa mein Leben lang treu geblieben und auch meine Kinder halten daran fest“, sagt Erwin Thoma. Für den „Opa“ stand fest, dass für die besten und gesündesten Häuser nur das beste Holz infrage kommt. Die Arbeit, einen Baum zu fällen, sei immer die gleiche – am 10. Januar genauso wie am 30. April.
Saftruhe und abnehmender Mond
Für Mondholz müssen zwei Kriterien erfüllt sein. Zum einen wird es während der Saftruhe der Bäume, also etwa von Ende September bis Februar, geerntet. Zum anderen muss auf den abnehmenden Mond geachtet werden, also immer von Vollmond bis Neumond. „Man muss nicht mitten in der Nacht und auch nicht an einem ganz bestimmten Tag im Jahr in den Wald gehen“, widerlegt Erwin Thoma weit verbreitete Mythen.
Holz aus der Region
In dieser Zeit werden der Thoma Holz GmbH jedes Jahr zwischen 40.000 und 60.000 Festmeter Holz geliefert. Alles von Waldbesitzern aus der Region. „Das Netzwerk hat sich in den letzten 30 Jahren etabliert. Viele Waldbauern sind nicht nur gute Partner, sondern auch Freunde“, sagt Erwin Thoma. Für das Mondholz zahle die Thoma Holz GmbH gute Preise. „Auch in der Käferzeit haben wir die Preise nicht gedrückt, sondern gut bezahlt.“
Mitte März kommen die letzten Stämme im Sägewerk in der Steiermark an. Eine Fläche von 13 Hektar rund um das Sägewerk ist zum Lagern des Holzes notwendig. Die Stämme werden das ganze Jahr über verarbeitet, bis im Spätherbst wieder neues Mondholz geerntet werden kann.
Aber warum das Ganze?
„Als mir der Opa vom Mondholz erzählt hat, habe auch ich zuerst gedacht, das ist Esoterik. In der Försterausbildung habe ich darüber nichts gelernt“, erinnert sich Erwin Thoma. Als er dann selbst gesehen habe, dass Pilze und Insekten viel länger brauchen, um in das Mondholz einzudringen, war ihm klar, dass er die gesündesten Häuser nur mit diesem Holz bauen kann. Durch die Verwendung von 100 Prozent Mondholz kann bei Holz100 komplett auf Chemie verzichtet werden.
Buch löst Debatten aus
Seine Beobachtungen als Förster und später als junger Unternehmer hat Erwin Thoma aufgeschrieben. Sein erstes von mittlerweile zehn Büchern wurde Mitte der 1990er Jahre direkt zum Bestseller. „Dich sah ich wachsen“ heißt es. Nach der Veröffentlichung gab es zahlreiche Debatten zum Thema. Die gesamte Holz- und Forstszene, Zimmerer und Waldbesitzer haben diskutiert. „Ich wurde sogar in Talkshows eingeladen“, erinnert sich Thoma.
Seine Beobachtungen von damals sind mittlerweile wissenschaftlich belegt. Die Debatten, die sein Buch ausgelöst haben, haben das Interesse der Forscher geweckt.
Forschung in Zürich und Florenz
Ein bedeutender Forscher-Name zum Thema Mondholz ist Prof. Dr. Ernst Zürcher von der ETH Zürich. „Seine Ergebnisse sind in internationalen Wissenschaftsmagazinen veröffentlicht worden, er hält selbst Vorträge und hat Bücher zum Thema geschrieben“, so Thoma.
Das Forscherteam aus Zürich habe mit der Uni Florenz kooperiert und herausgefunden, dass Bäume direkt von der Mondphase abhängig sind. „Der Stammdurchmesser pulsiert. Er wird, linear zur Sinuskurve der Mondphase, um Zehntelmillimeter dicker und dünner“, erklärt Thoma. „Das war eine Sensation, es konnte bewiesen werden, dass Mondholz kein Märchen ist.“ Jeder, der feine Messgeräte hat, könne das nachmessen. Das war der Auftakt für weitere Forschungen.
Höhere natürliche Resistenz
Nach fünfjähriger Forschung folgte schließlich die Publikation mit dem Ergebnis, dass der Abbau durch Pilze und der Käferbefall im Mondholz tatsächlich signifikant langsamer, also die natürliche Resistenz signifikant höher ist. „Die Dauerhaftigkeit ist der wichtigste Vorteil von Mondholz“, sagt Erwin Thoma. Dadurch kann Holz100 komplett auf Holzschutzmittel und andere chemische Zusätze verzichten.
Wasser und Fasersättigungspunkt
Die Wissenschaftler haben noch weiter geforscht und sich das Wasser in Bäumen genauer angeschaut. „Jeder Zimmerer lernt, dass es in jedem Baum zwei Arten von Wasser gibt – gebundenes und freies Wasser“, so Thoma. Zudem gebe es den Fasersättigungspunkt. Dieser ist erreicht, wenn bei der Trocknung das freie Wasser im Holz komplett verschwunden ist. Erst dann geht das gebundene Wasser aus dem Holz und es beginnt zu schwinden.
Nach Hunderten Feuchtigkeitsproben von Holz in den verschiedenen Mondphasen wurde in Zürich schließlich der Durchbruch geschafft. „Die Wissenschaftler sind darauf gekommen, dass sich bei abnehmendem Mond mehr gebundenes, weniger freies Wasser im Stamm befindet und bei zunehmendem Mond mehr freies, weniger gebundenes Wasser“, erklärt Thoma. Das Wasser wandere also innerhalb des Baumes. Mit dieser Erkenntnis konnte erklärt werden, dass das Holz bei abnehmendem Mond dichter wird. „Das war ein Hinweis darauf, warum sich Käfer und Pilze schwerer tun, einzudringen.“
Im nächsten Schritt habe Prof. Dr. Ernst Zürcher frei wachsende Fichten mit Messsensoren versehen. „Jedes Lebewesen, also auch jeder Baum, hat ein elektrostatisches Feld“, so Thoma. Zürcher konnte anhand der Messungen zeigen, dass sich die elektrostatische Ladung eines Baumes wieder linear zur Sinuskurve der Mondphasen bewegt.
Erkenntnisse aus Seattle
Zeitgleich habe auch ein Team um Prof. Gerald Pollak in Seattle geforscht. Die amerikanischen Forscher fanden heraus, dass sich das Wasser im Holz, das an den Zelloberflächen der Holzfasern angrenzt, eine geordnete Molekülstruktur annimmt und eine gallertartige Struktur bekommt. „Man hat von einem zusätzlichen Aggregatszustand gesprochen“, so Thoma.
Pollak und Zürcher nahmen Kontakt auf und konnten beweisen, dass auch dieser Prozess mit der Mondphase zusammenhängt. „Wenn man das Holz nun in dieser Phase, in der es eine veränderte Struktur aufweist, erntet, spricht man von Mondholz, das die Vorteile der Dauerhaftigkeit und der höheren Dichte aufweist“, sagt Erwin Thoma. Die Existenz von Mondholz war somit wissenschaftlich belegt.
Das Reinheitsgebot des Holzes
Was die Wissenschaft belegen konnte, wussten Menschen schon seit Jahrhunderten. „In Japan stehen die ältesten Holzbauten der Menschheit, sie sind etwa 1700 Jahre alt und natürlich aus Mondholz“, so Thoma. „Es geht nicht um Esoterik, da gibt es immer wieder Missverständnisse.“ Mondholz könne auf natürliche Art und Weise die Dauerhaftigkeit von Gebäuden gewährleisten.
„Wer ein gesundes Haus bauen möchte, muss auf jede Form von Chemikalien verzichten.“ Leime, Holzschutzmittel und andere chemische Zusätze seien das, was für empfindliche, allergische, sensible Menschen zu Problemen führe. Mit Mondholz könne komplett darauf verzichtet werden. Auch Dämmstoffe und Folien sind für ein Holz100 Haus nicht notwendig. „Wie beim bayerischen Bier kommt es auf das Reinheitsgebot des Holzes an“, so Thoma. In seinem Buch „Die sanfte Medizin der Bäume“ gehe er genauer darauf ein.
Eine Sache von Einstellung und Wertehaltung
„Selbstverständlich bricht auch ein Haus aus Sommerholz nicht zusammen“, stellt Erwin Thoma klar. „Es hat aber die Zusatzvorteile nicht.“ Für Thoma zähle zudem die Wertehaltung, mit der Bauherren und Firmen an Projekte herangehen. „Mit dem Ziel des maximalen Gewinns wird das Produkt eine andere Qualität haben als mit dem Ziel, Leben und Nachhaltigkeit zu fördern und die Handwerker gut leben zu lassen.“
130 Mitarbeiter an fünf Standorten
Der Erfolg der Thoma Holz GmbH mit dem Holz100-System spricht für sich. Etwa 130 Mitarbeiter arbeiten an fünf Standorten – die Holz100 Werke in Stadl und im Schwarzwald, das Sägewerk in Gußwerk, das Hobelwerk in Neukirchen am Großvenediger und das Forschungszentrum Goldegg. Dazu kommt das große Netzwerk an Partner-Zimmereien, das Holz100-Häuser in der DACH-Region und weit darüber hinaus ermöglicht.
Wer mehr über Mondholz und Erwin Thoma erfahren möchte, kann sich in seinen Büchern informieren. Im „Holzwunder“ ist auch ein detaillierter Kalender zu den Erntezeiten für Mondholz enthalten.
Wir sind beeindruckt von Erwin Thoma und seinem Wissen. Wie stehst Du zum Thema Mondholz? Kanntest Du es vorher und hast es vielleicht sogar schon verarbeitet? Lass es uns in den Kommentaren wissen!






















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Es gibt hier einen Schreibfehler:
"Zudem gebe es den Fasersättigungspunkt. Dieser ist erreicht, wenn bei der Trocknung das freie Wasser in den Zellwänden komplett verschwunden ist. Erst dann geht das gebundene Wasser aus dem Holz und es beginnt zu schwinden."
Es muss heißen: "... wenn bei der Trocknung das freie Wasser in den ZellHOHLRÄUMEN komplett verschwunden ist..."
Gruß aus Franken
Heiko Baumann
Hallo Heiko, vielen Dank für den Hinweis! Wir überprüfen das gerne nochmal und haben den Text angepasst.