Zimmerer-Treffpunkt
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18.04.2026

„Das beste System für Zimmerer“ – Erwin Thoma erklärt, was Holz100 so einzigartig macht

Über 200 Partner-Zimmereien, fünf Standorte, ein Ziel: Die besten und gesündesten Häuser. Erwin Thoma hat seine Berufung zum Beruf gemacht. Er hat die Thoma Holz GmbH gegründet und das System Holz100 entwickelt. Wir haben mit ihm gesprochen. In einer dreiteiligen Serie stellen wir Erwin Thoma, sein Unternehmen und das Thema Mondholz vor. Im zweiten Teil erfahrt ihr mehr über die Thoma Holz GmbH und das Holz100-System.
Foto: Thoma Holz GmbH

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Holz100 - der Name ist Programm. Wer ein Thoma-Haus baut, bekommt vorgefertigte Teile aus 100 Prozent Mondholz, die vor Ort zu einem setzungsfreien Passivhaus ohne Dämmstoffe zusammengefügt werden - ohne Chemie, ohne Plastik, ohne Zusätze. Weltweit einzigartig ist zudem, dass in den Bauteilen die komplette HKLS-Technik (Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär) mitverbaut ist. „Die Ingenieursleistung für Statik und Bauphysik kommt ebenfalls von uns“, sagt Firmengründer Erwin Thoma.

Engineering im Haus

Kunden und Partner-Zimmereien können sich auf die Expertise des Unternehmens verlassen. „Wir sind keine Architekten, aber das Engineering kommt immer von uns“, so Thoma. Beim Design seien den Architekten der Bauherren aber keine Grenzen gesetzt. „Im Prinzip ist alles umsetzbar, was auch mit Beton und Ziegeln gebaut werden kann“. Natürlich sei aber der Kontakt zwischen Architekten und den Mitarbeitern der Thoma Holz GmbH im Vorfeld durchaus sinnvoll, vor allem, wenn die Architekten das Holz100-System noch nicht kennen.

Bestellt werden kann bei der Thoma Holz GmbH alles von Wand, Boden und Decke bis zum Dach. „Es sind aber natürlich auch alle Kombinationen möglich“, sagt Erwin Thoma. Verbunden werden die Elemente auf der Baustelle vor Ort an den Längsstößen mittels Nut- und Federverbindungen. Für Eckverbindungen sind Holzvarianten oder auch Verschraubungen möglich.

Hochmoderne Fertigung

Vom fertigen Eingabeplan bis zur Auslieferung vergehen meist zwischen sechs und neun Monate. Die Holz100-Elemente werden CNC-gesteuert und roboterunterstützt von hochmodernen Anlagen auf Zehntelmillimeter genau gefertigt. „Alles ist fix und fertig abgebunden. Wir liefern keine Rohplatten, sondern einbaufertige Teile“, sagt Erwin Thoma. Dementsprechend erfolge auch die Qualitätssicherung im Thoma-Werk und nicht auf der Baustelle. 

„Eine andere Welt“

Die Holz100-Elemente sind mit Holzdübeln verbunden, es kommt kein Leim zum Einsatz. Mit Brettsperrholz, woran viele denken, wenn sie an Massivholzbau denken, habe das nichts zu tun, erklärt Thoma. Holz100 sei dadurch diffusionsoffen, also vollkommen atmungsfähig. Zudem haben die Elemente bei gleichem Querschnitt einen wesentlich höheren Dämmwert. „Das ist wirklich eine andere Welt“, ist Erwin Thoma überzeugt. Die Thoma Holz GmbH gibt jedem Bauherren 50 Jahre Garantie gegen Kondensat- und Schimmelbildung. „Das kann man mit einem anderen System nicht machen“. 

Höchster Vorfertigungsgrad

„Der Vorfertigungsgrad ist nirgends so hoch wie bei uns“, sagt Erwin Thoma. Die HKLS-Technik (Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär) wird bereits im Werk komplett verbaut. Vor Kurzem hat die Thoma Holz GmbH gemeinsam mit Partner-Zimmereien in Basel ein komplettes Krankenhaus gebaut. Besonders spannend: Thoma war Bestbieter und somit günstiger als die Betonindustrie. Das sei mit Holz normalerweise nicht möglich, so der Firmengründer. Durch den hohen Anteil an HKLS in einem Krankenhaus sehe das durch die Vorfertigung aber wieder ganz anders aus. 

Der hohe Vorfertigungsgrad sei auch ein entscheidender Vorteil für die Zimmereien auf den Baustellen vor Ort. Am Ende des Tages zählen für den Bauherrn oder den ausschreibenden Architekten die Gesamtkosten. Dabei könne das hochentwickelte Holz100-System punkten, ist Erwin Thoma überzeugt.

Preise sind nicht abgehoben

100 Prozent Holz, modernste Technik, integrierte Haustechnik – wer kann sich das leisten? „Wir bauen ständig für ganz normale Bauherren“, sagt Erwin Thoma. Wenn es ausschließlich darum gehe, den Preis möglichst weit nach unten zu drücken, sei Holz100 zwar keine Option, für Bauherren, die das Bewusstsein haben und gesund leben wollen, aber umso mehr. „Durchschnittlich bieten unsere Partner-Zimmereien derzeit schlüsselfertige Gesamtbaukosten um die 4.000 Euro pro m2 an. Das ist nicht abgehoben“, sagt Erwin Thoma.

Noch deutlicher werde das, wenn man die Kosten rein für die Holz100-Elemente betrachte, die von der Thoma Holz GmbH gefertigt und ausgeliefert werden. „Wir liegen immer unter 1.000 Euro“, sagt Erwin Thoma.  

Insgesamt liegen somit etwa 20 Prozent der Wertschöpfung des gesamten Bauwerks bei der Thoma Holz GmbH. „Den Rest generiert die Partnerzimmerei vor Ort“. Diese verdient schließlich nicht nur an der Arbeitsleistung für den Aufbau der Holz100-Elemente. „Er baut die Böden ein, liefert die Treppen, macht die Fenster und vieles mehr“, so Erwin Thoma.

Viele Wege führen zu Thoma

Der Weg zu einem Holz100-Haus beginnt für Bauherren entweder direkt bei der Thoma Holz GmbH oder bei einer Partnerzimmerei vor Ort. „Wer eine Anfrage stellt, landet immer im Partnernetzwerk“, so Erwin Thoma. Dieses besteht derzeit aus etwa 200 Zimmereien in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz). Wer direkt bei Thoma anfragt, erhält eine Liste der Partnerbetriebe in der Nähe und kann frei entscheiden, mit wem das Haus gebaut werden soll.

„Engagierte Betriebe sind übrigens immer herzlich willkommen“, merkt Erwin Thoma an. Das Partnernetz dürfe sich gerne weiter verdichten.

Marke mit Mehrwert für Zimmereien

Eine Partnerschaft mit der Thoma Holz GmbH sei vor allem für junge Zimmereien attraktiv. „Wir sind in der Branche ein führender Hersteller. Wir glauben, dass wir die beste Marke für Zimmerer sind“, so Thoma. Diese Marke sei für aufstrebende Jungunternehmen ein großer Vorteil. „Sie erhalten ein komplettes Marketingpaket und können mit unserem Namen werben – das kann einer Zimmerei bis zu 15 Jahre Markenaufbau ersparen“, sagt Erwin Thoma. Für ihn sei es immer wieder schön zu sehen, wie Betriebe, die mit zwei oder drei Mitarbeitern starten, binnen weniger Jahren zu mittelständischen Unternehmen mit zehn bis 15 Mitarbeitern wachsen.

Immer wieder gehen aber auch etablierte Zimmereien die Partnerschaft mit der Thoma Holz GmbH ein. „Manche kaufen sich teure Anlagen und entwickeln eigene Systeme, merken dann aber schnell, dass sich das für wenige Häuser im Jahr nicht rechnet. Da ist es besser, ein hochwertiges Produkt zuzukaufen“, so Thoma.

Abfallfreies Bauen mit Rücknahmegarantie

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Holz100-Systems ist die Rücknahmegarantie, die jeder Bauherr bekommt. Die Thoma Holz GmbH kauft alle Holz100-Elemente beim Rückbau eines Hauses zurück. „Daraus kann man wieder neue Häuser bauen“, sagt Erwin Thoma.  

Zudem werde bei der Thoma Holz GmbH abfallfrei gebaut. „Für mich macht es keinen Sinn, eine dünne Wand zu fertigen und dann zum Beispiel eine Styropordämmung anzubringen, die irgendwann als Sondermüll entsorgt werden muss“, sagt Erwin Thoma. „Wir haben einen ganz anderen Denkansatz“. Deshalb seien Holz100-Häuser auch nicht auf statische Mindestmaße dimensioniert. Die Außenwände haben im Durchschnitt eine Stärke zwischen 30 und 36 Zentimetern.

Bauherren, Partner-Zimmereien und Architekten erhalten bei Thoma umfangreiche Produktkataloge und Datenblätter.

3.000 Gebäude in über 30 Ländern

Das Holz100-System hat sich seit der Firmengründung 1995 bewährt. „Ich habe in meiner alleinigen Geschäftsführungszeit mit meinen Partnerbetrieben an die 3000 Bauten in über 30 Ländern der Erde errichtet“, sagt Erwin Thoma. Etwa die Hälfte davon seien private Bauten. Aber auch eine Universität in Moskau, ein Hochhaus in Holland und eine Kirche in Japan waren darunter.

Mondholz gehört zur Firmenphilosophie

All diese Bauwerke bestehen nicht nur zu 100 Prozent aus Holz, sondern zu 100 Prozent aus Mondholz. Erwin Thoma und auch seine Kinder - sein Sohn Florian übernimmt das Unternehmen und seine Tochter Elisabeth ist fest angestellt – sind überzeugt von der Qualität des Mondholzes. „An der Firmenphilosophie wird auch in Zukunft nicht gerüttelt“, sagt Erwin Thoma.

Was genau es mit Mondholz auf sich hat, erfahrt ihr im dritten Teil unserer Blog-Reihe. 

Zum ersten Teil geht es hier.

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3 Kommentare
roman perren
22.04.2026

erwin thoma gibt sein riesengrosses wissen über den baum/wald in unzähligen büchern weiter. diese sind nicht nur für "hölzige" absolut lesenswert!

Die Holzbude
21.04.2026

Super

Sabrina Zolg
20.04.2026

Spannender Blog! 

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