Mehr Baugenehmigungen und volle Auftragsbücher bei den Zimmereien
20.600 Wohnungen im August genehmigt
Laut Statistischem Bundesamt wurden im August 2026 deutschlandweit 20.600 Wohnungen genehmigt. Das sind 6,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis August waren es insgesamt 169.400 Wohnungen – ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Trotz der positiven Entwicklung liegt die Zahl der Genehmigungen weiterhin rund ein Drittel unter dem Niveau von 2021. Damals wurden im gleichen Zeitraum mehr als 250.000 Wohnungen genehmigt.
Hinzu kommt: Eine Baugenehmigung bedeutet noch lange nicht, dass tatsächlich gebaut wird. Ende 2025 lagen rund 450.000 bereits genehmigte Wohnungen auf Eis, weil sich die Umsetzung wirtschaftlich nicht rechnete.
Großaufträge treiben die Statistik nach oben
Auch beim Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging es im August kräftig aufwärts. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Aufträge real um 17,3 Prozent.
Allerdings steckt dahinter vor allem ein deutlicher Anstieg im Tiefbau sowie einzelne Großprojekte. Besonders auffällig war ein großer Bundeswehr-Auftrag für Unterkunftsgebäude in Bayern.
Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnt deshalb davor, bereits von einem breiten Aufschwung zu sprechen. Für viele kleinere und mittelständische Baubetriebe bedeutet das noch lange keine vollen Auftragsbücher. Denn von den großen Bauprojekten kommt nicht automatisch etwas bei den Zimmereien vor Ort an.
Und wie sieht es bei den Zimmereien aus?
Die Zimmerer-Treffpunkt Umfrage zur Auftragslage Anfang Oktober zeigte ein durchaus positives Bild: Rund 62 Prozent der Teilnehmer sind bereits bis mindestens Mitte 2027 mit Aufträgen ausgelastet.
Auch beim Blick auf das kommende Jahr herrscht Zuversicht: 67 Prozent erwarten eine gleichbleibende Auftragslage, weitere 15 Prozent rechnen sogar mit mehr Aufträgen.
Was bringt der Jahresendspurt 2026?
Ob Neubau, Aufstockung oder mehrgeschossiger Holzbau: Wenn wieder mehr Wohnbauprojekte umgesetzt werden, könnte das auch für Zimmereien und Holzbaubetriebe zusätzliche Aufträge bedeuten.
Während die Bauwirtschaft auf einen nachhaltigen Aufschwung hofft, läuft auf vielen Baustellen bereits der Jahresendspurt. Jetzt heißt es, möglichst viele Projekte vor dem Winter abzuschließen. Doch kürzere Tage, Regen und sinkende Temperaturen können die Arbeiten erschweren.
Mehr zur Einschätzung der Auftragslage unserer Mitglieder gibt’s hier: https://zimmerer-treff.com/blog/detail/9144/auftragslage-im-zimmererhandwerk-so-blicken-unsere-mitglieder-auf-2027
Wie sieht es bei Euch aus?
Wie ist die Auftragslage bei Euch im Betrieb? Und wie läuft der Jahresendspurt bei Euch auf der Baustelle? Schreibt es uns in die Kommentare! 👇
Quellen: Statistisches Bundesamt, Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Instagram-Umfrage Zimmerer-Treffpunkt (Oktober 2026).
