Sturz vom Dach? Muss nicht sein!
Eigentlich Standard: Gerüste und persönliche Schutzausrüstung
Dass sich Zimmerleute, Dachprofis und Co. gegen einen Absturz sichern müssen – vor allem, wenn kein Gerüst aufgebaut wurde – ist keine neue Erkenntnis. Entsprechend groß ist die Auswahl an geprüften und zugelassenen Produkten zur individuellen Sicherung. Von der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA), also Auffanggurt, Verbindungsmittel und so weiter, bis zur temporären Bandschlinge und dem altbewährten Dachhaken reicht das Angebot. Eine Auswahl passender Schutzausrüstung unseres Kooperationspartners ABS-Safety dazu findet Ihr hier: Übersicht Produkte für Arbeitssicherheit
Zeitdruck ist keine Rechtfertigung
Wer eine solche Ausrüstung nicht besitzt, seinen Mitarbeitenden PSAgA nicht in ausreichender Stückzahl zur Verfügung stellt oder vorhandene Ausrüstung schlichtweg nicht nutzt, der handelt auf eigenes Risiko. Eile und Zeitdruck können einen hier nicht nur den Versicherungsschutz kosten (so sehen es auch die BG Bau und der Gesetzgeber), sondern auch das Leben.
Vorsicht auf der Leiter
Eine Vielzahl der erfassten Abstürze ereignet sich bei der Nutzung von Leitern. Hier mangelt es nicht unbedingt an der korrekten Sicherungstechnik, sondern eher an der Sorgfalt des oder der Einzelnen. Dass und wie man eine Leiter kippsicher und rutschfest aufstellt, steckt leider noch nicht in allen Köpfen. Der Grund: Viele Zimmerleute glauben, dass ein Sturz aus geringer Höhe ungefährlich ist. Ein Irrtum. Die Hälfte der von der BG Bau erfassten tödlichen Abstürze ereignet sich aus einer Höhe von weniger als fünf Metern.
Absturzsicherung – wissen wie’s geht
Wer sich gegen einen Absturz sichert, der muss wissen, wie der Gurt richtig angezogen wird, welche Anschlaglösungen in welchem Bereich genutzt werden können und wie man diese zuverlässig befestigt. Auch, wie man sich korrekt anleint, will gelernt sein. Viele namhafte Hersteller bieten daher Schulungen an, in denen nicht nur die Montage und Nutzung von Dachhaken, Anschlagpunkten oder Leitersicherungen demonstriert wird, sondern auch die korrekte Verwendung dieser Ausrüstung. Hier findet Ihr eine Reihe von Schulungen vom Spezialisten für Arbeitssicherheit ABS-Safety: Schulungen zur Arbeitssicherheit
Einfach mal im Gurt hängen
PSAgA-Schulungen (gemäß DGUV R 112-198) erklären praxisnah, wie man seinen Auffanggurt korrekt anlegt, wie man den täglichen Ausrüstungs-Check durchführt und wie man seine PSAgA richtig pflegt und reinigt. Damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie im Ernstfall reagiert werden muss, kann man in guten Praxiskursen auch mal zur Probe kontrolliert in einem Auffanggurt hängen. Oder herausfinden, wie kraftaufwändig es ist, abgestürzte Menschen zeitnah zu retten. Eine solche Schulung mit dem ganzen Team zu besuchen, steigert die Sensibilität für das Thema Absturzgefahr im gesamten Betrieb. Aktuelle Termine für Präsenz-Schulungen findet Ihr hier: Schulungen - Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz
Umfrage-Ergebnisse
Schaut man sich die Ergebnisse unserer Umfrage an, zeigt sich eine Diskrepanz: Obwohl ein Großteil der Zimmerleute ein Bewusstsein für die Unfallsrisiken ihres Berufes haben, gaben 62 % an, nie einen Helm auf der Baustelle zu tragen. Weitere 32 % tragen den Helm nur gelegentlich – und das, obwohl mit 61% deutlich über die Hälfte der Befragten bereits einen Unfalls auf der Baustelle hatten. Dabei dient der Helm gerade auf dem Dach nicht primär dem Schutz vor herabfallenden Gegenständen, sondern der Prävention von Kopfverletzungen, die man sich bei einem Sturz zuzieht. Schaut man sich die Befragung im Detail an, stellt sich allerdings die Frage, ob Zimmerleute immer die passende, bequeme und praktische Ausrüstung zur Verfügung haben. Die Ergebnisse der Umfrage findet Ihr hier: Zimmerer-Treffpunkt Umfrage: Wie gefährlich ist unser Beruf?











