Lehm - alter Baustoff neu entdeckt
Lehm als "natürlicher" Bruder des Holzbaus
Wie eingangs bereits erwähnt wird Lehm seit Jahrhunderten in Verbindung mit Holz eingesetzt. Dies liegt nicht zuletzt an natürlichen Schutzfunktion für Holzbaustoffe. Durch seine niedrige Gleichgewichtsfeuchte hält er Holz in seiner Umgebung trocken und sorgt dafür, dass es nicht von Pilzen oder Insekten befallen wird. Darüber hinaus sind Lehmbaustoffe diffusionsoffen und können durch ihre Sorptionsfähigkeit die Luftfeuchtigkeit in Räumen regulieren und somit Schimmelbildung verhindern. Weitere Vorteile von Lehm sind die einfache Verarbeitung und die gute Dämmwirkung welche insbesondere bei der Innendämmung von Altbauten und Fachwerkhäusern zum Einsatz kommt.
Da die Nachfrage nach natürlichen Baustoffen immer weiter wächst ist der Lehmbau also gerade in Verbindung mit Holzbauten interessant. Im klassischen Holzrahmenbau ist beispielsweise ein Innenausbau mit Lehmbauplatten möglich. Auch eine Errichtung von Innenwänden bzw. eine Ausfachung mit Lehmbausteinen ist möglich. Die Bandbreite an angebotenen Lehmbaustoffen wächst immer weiter.
Verarbeitung von Lehm
Lehm kann mit allen gängigen Spritz- und Mischmaschinen verarbeitet werden. In Verbindung mit Strohbauten wird oft auf das hohe Eigenleistungspotenzial hingewiesen. Die Bauvorschriften für das bauen mit Lehm werden in den sogenannten "Lehmbau Regeln" veröffentlicht.
Wer sich für den Baustoff begeistern kann findet auf der Seite des Dachverband Lehm e.V. (https://www.dachverband-lehm.de/) Möglichkeiten zur fachlichen Weiterbildung. Bspw. kann mach sich als Bauhandwerker zur Fachkraft für Lehmbau qualifizieren.
Weiterführende Informationen und Quellen:
