Altholz trifft Moderne - ein Chalet mit handwerklichen Highlights
Von der Planung bis zum Abbund
Das Chalet haben wir von der ersten Planung bis zur fertigen Abbunddatei komplett mit SEMA umgesetzt. Gebaut wurde in Holzrahmenbauweise mit einem Tragwerk aus Fichte. Den Abbund und die Vorfertigung der einseitig beplankten Wand- und Deckenelemente haben wir bei uns in der Halle erledigt. Eine Herausforderung waren vor allem die großen Wandelemente und Glasflächen, da wir auf der kleinen Grundfläche möglichst viel Wohnraum schaffen wollten.
Lärchenschindeln für die Fassade
Im Erdgeschoss hat sich der Bauherr für eine helle Putzfassade entschieden, während das Obergeschoss mit gespaltenen Lärchenschindeln vom Schindelzentrum Allgäu verkleidet wurde. Als Unterkonstruktion dienen eine hinterlüftete Ebene und eine vollflächige, 27 mm starke Rauspundschalung mit Fassadenbahn. Die Gefache der Holzrahmenkonstruktion wurden mit Holzfaserdämmung ausgefüllt. Die Lärchenschindeln sind von Natur aus witterungsbeständig und bekommen mit der Zeit eine schöne graue Oberfläche.
Dachaufbau mit PREFA-Dachrauten
Das weit auskragende Satteldach wurde mit PREFA-Dachrauten im Format 29 × 29 cm eingedeckt. Darunter liegen eine Trennlage, eine 27 mm starke Rauspundschalung, die Hinterlüftung und das wasserführende Unterdach. Gedämmt wurde mit Holzfaserdämmung zwischen den Sparren und einer zusätzlichen Aufdachdämmung. Die Dachuntersicht haben wir mit farblos behandelten Dreischichtplatten ausgeführt und den Höhenunterschied zur Aufdachdämmung entsprechend aufgerostet.
Altholz aus dem Bestand
Für das sichtbare Gebälk konnten wir alte Tannen- und Fichtenbalken aus einem ehemaligen Gebäude des Bauherrn wiederverwenden. Die Altholzsparren haben wir als Halbschalen aufgetrennt und auf der Putzebene befestigt, da sie keine tragende Funktion übernehmen. Die neue BSH-Firstpfette wurde im Sichtbereich von uns auf alt bearbeitet, damit sie optisch zu den vorhandenen Balken passt. Auch Schwalbenschwanzverbindungen, eine abgegratete Firstpfette und Altholzangen mit Balkenträgern kamen bei der Konstruktion zum Einsatz.
Auch die Anschlüsse müssen passen
Das Chalet steht auf einer gedämmten Bodenplatte mit seitlicher Aufkantung und Perimeterdämmung im Sockelbereich. Abgedichtet wurde mit RESITRIX von CARLISLE und Flüssigabdichtung an den Fenster- und Türöffnungen. Bei den dreifach verglasten Holz-Aluminium-Fenstern haben wir unter den Fensterbänken eine zweite wasserführende Ebene mit beschichtetem Holzfaserdämmkeil vorgesehen. Die Beheizung erfolgt über die bestehende Zentralheizung des benachbarten Hofgebäudes.
Heute wird das fertige Chalet als Ferienunterkunft genutzt. Besonders freut uns, dass wir die alten Balken des Bauherrn wiederverwenden und in die neue Konstruktion einbinden konnten. Ein hoch auf unser Handwerk!















