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Francisco_LenzeHolz
12.10.2026

Update: Unsere Zimmerer-CAD – es wird wohl doch nur EIN Weihnachten 🎄

Gude zusammen, im letzten Beitrag hab ich geschrieben, dass wir bis zur Fertigstellung locker noch zweimal Weihnachten feiern. Da hab ich mich verschätzt – und zwar in die gute Richtung. Erstmal danke für eure Antworten, da ist richtig viel in die Entwicklung eingeflossen.

Kurz zur Erinnerung: Wir (ein Softwareentwickler und ein Zimmerer) bauen eine eigene CAD für kleine Zimmereien mit 1 bis 10 Leuten, entwickelt und getestet direkt im Betrieb bei LenzeHolz. Das Ganze hat inzwischen einen Namen: LULECAD.

Was heute schon läuft:

Vom Grundriss zum fertigen Holzrahmenbau. Umriss zeichnen, Wandhöhe wählen – Wände, Balkendecke, Kniestock und Dach stehen. Walm- und Kreuzdach werden ausgemittelt, mit Graten, Kehlen und Schiftern. Die beiden Häuser auf den Bildern sind jeweils ein paar Klicks.
Automatik, wo sie Zeit spart. Wandaufbauten kommen aus dem Katalog und bringen ihren U-Wert gleich mit. Standardquerschnitte und Handelslängen sind hinterlegt. Offene Anschlüsse schließt die Software in einem Rutsch.


Eine Planausgabe, die man gern rausgibt. Blätter von A4 bis A1 mit eurem Logo im Schriftfeld, Grundriss, Ansichten und Schnitten, Maßketten, Positionsnummern und Stückliste. Ändert ihr das Modell, zieht der Plan mit. Auf Knopfdruck gibt es den kompletten Plansatz.


Ein echtes 2D-Modul obendrauf. Linien, Schraffuren, Maße, Texte und Layer direkt auf dem Blatt, dazu freie Details im eigenen Maßstab – für alles, was man eben schnell dazuzeichnen will.
Holzliste und Zuschnitt aus demselben Modell. Gleiche Hölzer bekommen dieselbe Nummer, dazu Bestelllängen und der Plattenzuschnitt mit Verschnitt.
Rein und raus mit den gängigen Formaten. DXF, IFC, PDF, SVG und Excel gehen raus, DXF und PDF- oder Bildpläne als Unterlage kommen rein. Der Maschinenexport (BTLx) ist in Arbeit und kommt auf jeden Fall – die Abnahme an echten Abbundanlagen machen wir zusammen mit den Testern.
Lule – der Kollege im Rechner

Lule ist unsere KI und kein Chatfenster, das nur schlau daherredet. Er arbeitet direkt in eurer Zeichnung:

Ihr schreibt oder sprecht, was ihr braucht: „Carport 5,40 auf 3,60 mit Kopfbändern” oder „mach die Sparren 2 cm stärker”.
Wenn was unklar ist, fragt er nach, statt zu raten.
Er zeigt euch erst eine Vorschau und prüft sie mit denselben Regeln wie die Software selbst.
Gespeichert wird nur, was ihr freigebt. Der Chef bleibt ihr.
Und alles, was Lule baut, könnt ihr danach ganz normal von Hand weiterbearbeiten.

Was uns von den Großen unterscheidet:

Läuft im Browser. Keine Installation, kein Dongle, kein eigener CAD-Rechner.
Geführt statt verschachtelt. Fünf Schritte – Entwurf, Holzbau, Prüfen, Pläne, Fertigung – und die Software zeigt immer, was als Nächstes dran ist.
Aus der Zimmerei, nicht vom Reißbrett. Jede Funktion muss erst im echten Betrieb bestehen, bevor sie bleibt.
Der Preis. Zahlen nennen wir noch keine, aber das Versprechen steht: Das soll sich ein kleiner Betrieb leisten können, ohne schlucken zu müssen – deutlich unter dem, was ihr von den bekannten Paketen kennt.
Was noch kommt:

Wir bauen ein Statikmodul ein – ausdrücklich kein Statiknachweis, der bleibt beim Statiker. Es soll uns Zimmerleuten eine grobe Richtschnur geben: Passt der Querschnitt ungefähr zur Spannweite, oder sollte da jemand genauer hinschauen?

Bis Ende des Jahres gehen die ersten Betriebe als Tester rein, Anfang nächsten Jahres kommt die erste Version raus.

Wer Lust hat, früh dabei zu sein und uns ungeschönt zu sagen, wo es hakt: einfach hier antworten oder mir eine Nachricht schreiben. Die Plätze sind begrenzt, weil wir jeden Tester persönlich begleiten wollen.

Ganz liebe Grüße
Francisco

 
 

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