Glaswolle-Dämmstoffe: Was steckt drinnen?
Von der Glasscherbe zur Dämmrolle
Klemmfilz, Trennwand-Platte oder lose Einblasdämmung: Glaswolle-Dämmstoffe begegnen Bauprofis im Alltag in unterschiedlichen Erscheinungsformen und Formaten für ihre vielfältigen Anwendungsbereiche. Weitläufig bekannt ist, dass Glaswolle-Dämmung die Heizwärme besonders gut im Haus hält, den Schallschutz verbessert und auch zum effektiven Brandschutz beiträgt, weil sie selbst nicht brennen kann. Warum das so ist, verrät der Blick auf ihre Rezeptur und den Herstellungsprozess, bei dem aus Scherben erst Fasern und dann Matten oder Platten werden.
Aus was besteht Glaswolle?
Altglas und Sand: Das sind die Hauptbestandteile moderner Glaswolle-Dämmstoffe. Zu mindestens 50% (abhängig von Produkt und Produktionsstandort) bestehen die Dämmstoffe aus Recyclingglas – genauer gesagt aus aufbereitetem Glasbruch, z.B. aus alten Fenstern oder Glasbehältern. Dieses Recyclingglas wird in streng geheimen Zusammensetzungen mit weiteren Rohstoffen wie Quarzsand und Soda gemischt und geschmolzen. In großen Schmelzwannen werden die Inhaltsstoffe der Glaswolle mit Hilfe großer Hitze verflüssigt. Daraufhin wird das Volumen der Schmelze um ein Vielfaches vergrößert. Ähnlich wie bei der Zuckerwatte-Herstellung werden Fasern erzeugt. Luft kann daraufhin von dem nun weichen, bauschigen Dämmstoff eingeschlossen werden, was die hohe Dämmleistung ermöglicht. Da bereits die Rohstoffe nicht brennbar sind, sind es auch die fertigen Dämmstoffe, die die Euroklasse A1 erreichen.
Das gewisse Etwas
Damit aus dem lockeren, watteähnlichen Faserverbund robuste Dämmplatten und flexible Dämmrollen geformt werden können, wird während des Produktionsprozesses ein aushärtendes Bindemittel zugesetzt. In der Dämmstoff-Branche wurde dafür früher üblicherweise ein Phenol-Formaldehydharz eingesetzt, das konventionellen Glaswolle-Dämmstoffen überdies eine gelbe Farbe verlieh. Bei Knauf Insulation wurde jedoch schon vor mehr als 15 Jahren das Bindemittel ECOSE® Technology eingeführt.
Dieses wird ohne den Zusatz von Formaldehyd hergestellt und unter Verwendung von mindestens 80 % pflanzenbasierten erneuerbaren Rohstoffen produziert. Seit dem Einsatz von ECOSE® Technology ist die Glaswolle von Knauf Insulation braun und nicht gelb. Die charakteristische braune Farbe entsteht durch das Bindemittel und kommt dabei ohne den Zusatz von künstlichen Farbstoffen aus. Das freut Handwerker: Kundenfeedback zeigt, dass Produkte mit ECOSE® Technology als angenehm in der Handhabung wahrgenommen werden.
Weitere Informationen und alle Glaswolle-Dämmstoffe von Knauf Insulation mit ECOSE® für den Dach- und Holzbau gibt es hier: knauf.com









