Können KI-unterstützte Roboter uns Zimmerer bald ersetzen?
4 Millionen Euro Zuschuss
Holzkonstruktionen sind das Steckenpferd von uns Zimmerern. Keine Maschine der Welt kann das, was wir mit unseren Händen erschaffen. In jedem Projekt stecken Herz, Schweiß und Leidenschaft.
Wenn es nach einem Forscherteam aus Großbritannien und der EU geht, könnten in einigen Jahren KI-unterstützte Roboter zu ernstzunehmenden Konkurrenten werden. „Swift-Build“ heißt das Projekt, für das die Forscher sogar einen Zuschuss in Höhe von 4 Millionen Euro aus dem Pathfinder-Programm des Europäischen Innovationsrates (EIC) bekommen haben.
Von oben nach unten bauen
An dem Projekt wird an fünf Universitäten geforscht. Industriepartner ist das britische Architekturbüro Foster + Partners. Ein erfolgreicher Projektabschluss soll einen bedeutenden Schritt in der Automatisierung des nachhaltigen Bauens bedeuten. Großformatige Holzarchitekturen könnten effizienter und präziser umgesetzt werden, heißt es seitens des Projektteams.
Wir fragen uns: Ist es wirklich ein Fortschritt, wenn Menschen durch Maschinen ersetzt werden?
Der Plan ist es, Holzkonstruktionen von oben nach unten zu bauen. Ein Roboterschwarm baut eine Konstruktionsebene auf dem Boden auf. Diese wird dann mithilfe weiterer Roboter nach oben gehoben. Auf dem Boden ist dann wieder Platz für die nächste Ebene. Das Ganze wird von Drohnen überwacht, die mögliche Probleme in Echtzeit erkennen sollen.
Mittels KI soll sich das System selbst an verschiedene Rahmenbedingungen anpassen können und die Maschinen müssten nicht mehr ständig von Menschen gesteuert und eingestellt werden.
Drohnen, KI, Roboter – was klingt wie ein Science-Fiction-Film könnte also schon bald Realität werden.
3 Jahre Forschungsdauer
Im Rahmen des Forschungsprojekts, das auf drei Jahre ausgelegt ist, soll als Anschauungsobjekt ein mehrstöckiger Pavillon gebaut werden. Beteiligt sind neben dem britischen Architekturbüro Foster + Partners die Universität Bristol (Großbritannien), die Syddansk Universität (Dänemark), die Technische Universität München (Deutschland), die Universität Pisa (Italien), die Universität Birmingham (Großbritannien) sowie die Ludwig-Maximilians-Universität München (Deutschland).
Wie sieht die Zukunft des Holzbaus aus?
Zimmerer ist ein Beruf voller Traditionen. Wir sind stolz, wenn wir am Ende des Tages sehen, was wir geschafft haben. Ein Zuhause zu bauen ist mehr als nur ein Beruf – es ist eine Berufung.
KI und Technik sind heutzutage, gerade im Büro und in der Vorfertigung, Hilfsmittel, die uns den Arbeitsalltag erleichtern können und vor denen wir uns nicht verschließen sollten.
Aber ganze Holzbauten ohne einen einzigen Zimmerer? Sieht so wirklich die Zukunft des Holzbaus aus?
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Ich denke, falls das in Zukunft kommen sollte, dann wohl eher bei größeren Projekten. Die normale Zimmerei wird das wohl kaum ersetzen. Sowas wird finanziell einfach nur von den Großen zu stemmen sein bzw. sich auch nur bei großen Projekten lohnen. Aber wer weiß was in 30-40 Jahren möglich ist...