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Winterhoff GmbH Winterhoff
01.09.2026

Grüße aus den Anden: Unser Zimmerer-Azubi Alex packt aktuell in Ecuador an!

Wir sind immer wieder stolz darauf, wie sich unsere Auszubildenden entwickeln – nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Aktuell erlebt unser Zimmerer-Azubi Alex (3. Lehrjahr) ein ganz besonderes Abenteuer: Er verbringt gerade einen Monat in Ecuador!

Im Rahmen eines vom Land geförderten Projekts des Berufskollegs Meschede unterstützt Alex vor Ort nachhaltige Bauprojekte. Noch bis Mitte September tauscht Alex unsere heimischen Baustellen gegen das Hochland von Rio Bamba. Hier ist sein Zwischenbericht – eine Mischung aus handwerklichem Improvisationstalent, südamerikanischer Gelassenheit und purem Abenteuer.

Arbeiten am Äquator: Wenn der Zollstock ein Fremdwort ist.

Die achtköpfige Azubi-Truppe arbeitet klassisch von Montag bis Freitag. Auch wenn die Organisation vor Ort manchmal etwas chaotisch abläuft und viel Spontanität gefragt ist, packen alle kräftig an. An verschiedenen Schulen, sozialen Einrichtungen und Kirchen werden aktuell Tische, Stühle und Kirchenbänke aufbereitet.

Alex übernimmt dabei das absolute Meisterstück der Reise: Er baut gerade eine 10 x 3,5 Meter große Holzwand für eine Schule.

Wer jetzt an gut sortierte deutsche Baumärkte und perfekt getrocknetes Bauholz denkt, irrt gewaltig. Die Beschaffung des Materials ist ein echtes Abenteuer. Gebaut wird mit einheimischem Lorbeerholz – das ist teilweise ziemlich nass und krumm. Auch bei den Werkzeugen ist Improvisation gefragt. Trockenbauschrauben müssen für die Konstruktion herhalten, und weil es vor Ort schlichtweg keine langen Wasserwaagen gibt (die längste misst gerade einmal einen Meter), richtet Alex die Wand ganz klassisch mit einem Lot.

Was für uns in Deutschland kaum vorstellbar ist: Werkzeuge wie Schmiege, Streichmaß, Schlagschnur oder ganz einfach der gute alte Zollstock sind dort völlig unbekannt! Dennoch zieht Alex die Schwelle dank Schwerlastankern und handwerklichem Geschick gerade. Das Ergebnis beeindruckt die Einheimischen schon jetzt enorm. In Ecuador wird nämlich zu 99 % anders gebaut: Es werden Betonpfosten gegossen und dazwischen wird gemauert. Ein klassischer Holzbau ist hier also eine echte Premiere.

Dschungel, Canyoning und Affen: Die Wochenenden

Wenn freitags der Hammer fällt, startet das Abenteuer. Die ersten Wochenenden hat die Azubi-Truppe bereits intensiv genutzt, um das Land zu erkunden:

Quito & Äquator: Ein Besuch in der Hauptstadt und am „Mitad del Mundo“ (der Koordinate 0,0 – dem Mittelpunkt der Erde).
Mindo: Eine anstrengende Dschungelwanderung, bei der die Ecuadorianer die deutschen Azubis in puncto Schuhwerk überraschten: Viele wandern die steilen Pfade extrem entspannt in Badelatschen hoch!
Baños: In der Action- und Touristenstadt standen eine Fahrradtour, Ziplining, Canyoning und ein Bungee-Sprung über eine Schlucht auf dem Programm.
Tena: Dieses Wochenende gab es Wildwasser-Rafting, einen Sprung von einer 8-Meter-Brücke, Karnevalsumzüge und den Besuch einer Stadt, in der Affen frei durch die Straßen laufen.
Für die nächste Woche plant die Truppe als großes Highlight noch einen Ausflug auf den legendären Vulkan Chimborazo.

Tausende Eindrücke und ein bisschen Heimweh

Alex erlebt jeden Tag unzählige Unterschiede zwischen Deutschland und Ecuador. Neben all den tollen Erfahrungen gibt es aber auch Dinge, die man sofort vermisst, wenn man weit weg ist. Was Alex neben dem deutschen Essen am meisten fehlt? „Das deutsche Badezimmer! Eine warme Dusche, sauberes Leitungswasser und Klopapier, das man einfach in die Toilette werfen darf.“

Wir wünschen Alex noch eine erfolgreiche und spannende restliche Zeit in Ecuador und freuen uns schon riesig, wenn er im September mit einem Koffer voller unbezahlbarer Erfahrungen wieder bei uns im Betrieb aufschlägt!

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