Wie arbeiten Zimmerer bei 40 Grad und mehr?
Genau das wollten wir vom Zimmerertreffpunkt wissen. Rund 600 Zimmerer haben an unserer Umfrage zum Thema „Wie arbeitet ihr bei 40 Grad und mehr?“ teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, welche Maßnahmen bereits genutzt werden und wo auf vielen Baustellen noch Luft nach oben ist.
Die Hälfte arbeitet trotz Hitze ganz normal weiter
Auf die Aussage „Wir machen gar nichts anders und arbeiten normal“ antworteten jeweils 50 Prozent mit Ja und Nein.
Damit arbeitet die Hälfte der Befragten auch bei Temperaturen von 40 Grad und mehr ohne größere Veränderungen weiter. Die andere Hälfte passt den Arbeitsalltag zumindest teilweise an.
Das Ergebnis macht deutlich, wie unterschiedlich Betriebe und Teams mit Hitze umgehen. Während manche Zimmerer ihren gewohnten Ablauf beibehalten, setzen andere auf frühere Arbeitszeiten, zusätzliche Pausen oder mehr Getränke.
71 Prozent beginnen früher mit der Arbeit
Ein besonders klares Ergebnis gab es beim Arbeitsbeginn. 71 Prozent der Teilnehmer gaben an, bei großer Hitze früher mit der Arbeit zu starten. 29 Prozent verändern ihre Anfangszeit nicht.
Ein früher Arbeitsbeginn kann dabei helfen, körperlich anstrengende Arbeiten in die kühleren Morgenstunden zu legen. Gerade Arbeiten auf Dächern oder ungeschützten Flächen lassen sich morgens oft deutlich angenehmer erledigen als in der Mittagshitze.
Viele Betriebe scheinen diese Möglichkeit bereits zu nutzen. Allerdings lässt sich der Arbeitsbeginn nicht auf jeder Baustelle beliebig verändern. Anwohner, Kunden, Lieferzeiten und betriebliche Abläufe müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Zwei Drittel machen häufiger Pause
67 Prozent der Zimmerer legen bei hohen Temperaturen häufiger Pausen ein. 33 Prozent machen keine zusätzlichen Pausen.
Kurze Erholungsphasen können bei großer Hitze entscheidend sein. Der Körper verliert durch das Schwitzen Flüssigkeit und muss gleichzeitig deutlich mehr leisten, um seine Temperatur zu regulieren.
Wichtig ist dabei nicht nur die Länge der Pause, sondern auch der Ort. Eine Pause in einem kühlen Bauwagen oder im Schatten bietet wesentlich mehr Erholung als eine Pause direkt in der Sonne.
Schatten ist auf vielen Baustellen noch keine Selbstverständlichkeit
Nur 36 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich bei großer Hitze Schatten schaffen. 64 Prozent tun dies nicht.
Dieses Ergebnis fällt besonders auf. Denn gerade auf offenen Baustellen, Dachflächen und Gerüsten fehlt häufig ein natürlicher Schattenplatz. Sonnenschirme, Pavillons oder andere Möglichkeiten könnten dabei helfen, zumindest Pausen und einzelne Arbeiten geschützter durchzuführen.
Natürlich ist es nicht überall möglich, die gesamte Arbeitsfläche zu beschatten. Trotzdem kann bereits ein fester Schattenplatz für Pausen eine große Entlastung darstellen.
71 Prozent bekommen ausreichend Getränke vom Betrieb
Bei der Versorgung mit Getränken sieht das Ergebnis deutlich besser aus. 71 Prozent der Teilnehmer erhalten nach eigener Aussage ausreichend Getränke vom Chef oder vom Betrieb. 29 Prozent verneinten diese Aussage.
In den freien Antworten berichteten Zimmerer von ganz unterschiedlichen Lösungen. Einige Betriebe stellen Wasser palettenweise bereit. Das Leergut wird anschließend wieder zurückgebracht. Andere Mitarbeiter können sich so viele Getränke mitnehmen, wie sie benötigen.
Einige Zimmerer bringen ihre Trinkflaschen selbst mit und füllen sie unterwegs an einem Brunnen auf. Andere bekommen Wasser, Sonnencreme und Hüte vom Betrieb gestellt. Es gab allerdings auch Rückmeldungen von Teilnehmern, die überhaupt keine Getränke erhalten.
Die Antworten zeigen, dass die Versorgung stark vom jeweiligen Betrieb abhängt. Während manche Unternehmen ihre Mitarbeiter umfassend unterstützen, müssen sich andere Zimmerer vollständig selbst versorgen.
Was die Umfrage über den Arbeitsalltag zeigt
Die Ergebnisse zeichnen ein gemischtes Bild. Viele Zimmerer und Betriebe reagieren bereits auf extreme Temperaturen. Sie beginnen früher, planen zusätzliche Pausen ein und stellen ausreichend Getränke zur Verfügung.
Gleichzeitig arbeitet die Hälfte der Befragten trotz Hitze weitgehend normal weiter. Auch Schattenplätze werden auf vielen Baustellen noch selten geschaffen.
Besonders deutlich wird, dass es keine einheitliche Lösung gibt. Jede Baustelle ist anders. Arbeitszeiten, Baufortschritt, Umgebung und Aufgaben unterscheiden sich. Trotzdem können bereits einfache Maßnahmen den Arbeitsalltag bei großer Hitze spürbar erleichtern.
Dazu gehören ein früherer Arbeitsbeginn, ausreichend Trinkwasser, regelmäßige Pausen und ein geschützter Platz zur Erholung.
Fazit
Die Umfrage unter rund 600 Zimmerern zeigt, dass sich viele Betriebe bereits Gedanken über das Arbeiten bei hohen Temperaturen machen. Besonders frühe Arbeitszeiten und ausreichend Getränke gehören für einen großen Teil der Befragten dazu.
Bei Pausen und Schatten gibt es jedoch noch Verbesserungsmöglichkeiten. Gerade bei Temperaturen von 40 Grad und mehr sollte nicht nur die Leistung, sondern vor allem die Gesundheit der Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen.
Denn auch auf der Baustelle gilt: Hitze lässt sich nicht verhindern. Der Umgang damit lässt sich aber gemeinsam besser organisieren.












Der frühe Vogel und so 😉. Einfach früher anfangen zu Arbeiten.
Mein riesiger Vorteil: Ich bin vom Herzen her Afrikaner. ;-) Obermann mit breiter Krempe, 50er Sonnencreme, viel stilles Mineralwasser um die ausgeschwitzten Minerale wieder aufzufüllen. In richtig heißen Regionen, haben wir die Unterhose weg gelassen. Weil diese immer am Körper klebt und beim hochziehen der Büx sich langsam als Wulst über dem Hosenbund aufrollte.👍
29 % werden vom Dallaskrauter ignoriert? Ich bin keiner der den A.... pudert, ABER die Fürsorgepflicht für seine MA vernachlässigen - Bündel schnüren.💪
Die kalten schattigen Stunden ausnutzen und ggf. früher anfangen. Ausserdem viele TrinkPausen und genug trinken
Die kühlen Stunden ausnutzen und viel trinken. So kann man es sich angenehm machen! 😊
Früh starten und möglichst nur Arbeiten im Schatten erledigen.
Eine gute Lösung, wenn genug Schatten da ist. 😉
Auf jeden Fall früh genug starten, Pausen im Schatten und genug trinken. Ich hab schon öfter den Sonnenhut in Wasser getunkt - kleine Erfrischung zwischen durch 😎
Trinken wie ne Kuh...oft kleine Pausen einlegen und Schatten suchen (klappt nicht immer) und auf jeden Fall früh starten und die schwere Arbeit gleich zu Beginn erledigen...
Wir sind dem Himmel am nähesten...also: immer schön auf die ölung achten😬
Eincremen und viel trinken. Das ist das Wichtigste! 💪💪
Hut, Sonnencreme, Wasser trinken und vor allem Dingen ganz viel Schwitzen und fluchen das es zu heiß ist, im Gegensatz dazu fluchen wenn es im Winter zu kalt ist. Das perfekte Wetter gibt es nur 2 Tage im Jahr 😂
Irgendwie muss man es sich ja angenehm machen 😅
Ganz hilfreich ist auch immer ein Tuch unter den hut klemmen, damit der nacken auch gut geschützt ist. gerne auch mal nass machen. 🥵