Fachthemen
Holzbau Deutschland
17.07.2026

Lagebericht 2026: Zimmerer- und Holzbaubranche baut Bedeutung im Bauwesen weiter aus

Der Lagebericht für das Zimmerer- und Holzbaugewerbe für 2026 zeigt: Die Branche ist stabil, dennoch ist der Wettbewerbsdruck spürbar. Unsere Analyse fasst zusammen, was sich in der Branche tut, zeigt Trends auf und gibt Orientierung für Betriebe. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir hier für Euch zusammengefasst.
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Mehr Mitarbeiter, weniger Betriebe 

Laut statistischem Bundesamt ist die Zahl der in der Zimmerer- und Holzbaubranche tätigen Personen von 2024 auf 2025 um 0,27 %, auf insgesamt 74.957, gestiegen. Die Zahl der Betriebe ist dagegen um 0,83 %, auf 12.033, gesunken. Durchschnittlich arbeiten weiterhin 6,2 Personen in jedem Betrieb. Tatsächlich sind es auch etwa 80 % der Betriebe, die weniger als 10 Personen beschäftigen. Insgesamt arbeiten jedoch die meisten Beschäftigten – nämlich 23.079 Personen – in Betrieben mit zwischen 10 und 19 Mitarbeitern.  Die Anzahl der Betriebe mit 50 und mehr Mitarbeitern hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt.

Umsatz steigt

Der Umsatz in der Branche ist von 2024 auf 2025 um 2,9 % gestiegen. Für 2026 wird ein erneuter Umsatzanstieg von etwa 3 % erwartet. Das zeigt: Die Branche ist widerstandsfähig trotz der angespannten Lage in der gesamten Bauwirtschaft.

Privatbauten und Bestandsbau am Umsatzstärksten

Private Bauherren sind mit 71 % Umsatzanteil nach wie vor die mit Abstand wichtigste Kundengruppe. Gewerbliche Auftraggeber machen 18 % des Umsatzes aus, öffentliche Bauten liegen bei 11 %.

Einige Betriebe erwägen jedoch den strategischen Rückzug aus öffentlichen Bauvorhaben. Als Gründe hierfür wurden in der Konjunkturumfrage unter anderem eine schlechte Zahlungsmoral und die mangelnde Qualität öffentlicher Ausschreibungen genannt.

Fast die Hälfte, genauer 45 % des Umsatzes von Zimmereien, wird mit Arbeiten im Bestandsbau erwirtschaftet. Zimmererarbeiten bei Neubauten folgen mit 19 % Umsatzanteil. Der reine Holzhausbau (17 %), öffentliche Bauten (11 %) und Restaurierungen (7%) liegen dahinter.

Höchststand bei Wohngebäuden in Holzbauweise 

Die Zahlen der Baugenehmigungen sind nicht mehr rückläufig. 2025 wurden sogar 24,4 % der genehmigten Wohngebäude in Holzbauweise errichtet – ein neuer Höchststand. Der größte Zuwachs ist dabei bei den Eigenheimen zu verzeichnen. Der Holzbau kann seine Bedeutung in der Baubranche weiter ausbauen.

Konjunkturbarometer steht auf „grün“

Die meisten Betriebe blicken optimistisch auf das kommende Halbjahr. Der Markt ist zwar anspruchsvoll, die Auftragslage und die Umsatzprognosen deuten aber auf eine langsame Entspannung des Holzbaumarktes hin.

Mehr Auszubildende, höherer Frauenanteil

Sehr erfreulich ist ein Blick auf den „Nachwuchs“ im Zimmererhandwerk. 2025 gab es im Vergleich zum Vorjahr 5,5 % mehr Zimmerergesellen bei insgesamt knapp 39.000 Auszubildenden in der Baubranche. Zimmerer bleibt einer des beliebtesten und traditionsreichsten Ausbildungsberufe. Seit einigen Jahren steigt auch der Frauenanteil unter Zimmerern stetig. 2025 lag er bei 6,4 %,

Dennoch bleiben nach wie vor zahlreiche Lehrstellen unbesetzt. Die Fachkräftegewinnung, aber auch deren langfristige Bindung bleiben eine zentrale Herausforderung für viele Betriebe.

Probleme und Erfolgshindernisse 

Auch wenn viele Unternehmen insgesamt zuversichtlich in die Zukunft schauen, gibt es doch einige Themen, die sie beschäftigen. Gerade kleine Betriebe haben häufig weniger Möglichkeiten, was moderne Technik und einen hohen Vorfertigungsgrad angeht. Der Ausbau dieser Felder erfordert Investitionen und zusätzliches technisches Personal.

Eine der größten Hürden ist die Bürokratie. Genehmigungsverfahren sind oft langwierig. Bei Förderbedingungen und Nachweispflichten herrschen oftmals große Unsicherheiten.

Gesamter Lagebericht

Diese und noch viele weitere Erkenntnisse könnt ihr dem vollständigen Lagebericht entnehmen. Diesen findest Du zum Download auf unserer Webseite: Lagebericht 2026

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7 Kommentare
Klaus Mohr
04.08.2026

Super Beitrag - danke für die konkreten Zahlen. Auch wir spüren den Trend und vor allem die Digitalisierung lässt sich im Holzbau sehr gut umsetzen und somit Zeit und Ressourcen schonen.

Wolfgang Horn
03.08.2026

2021 gut ein Fünftel aller Bauten in Holzbauweise

2025: fast ein Viertel aller Bauten in Holzbauweise

Ein starker Trend!  

NOCH erreichen wir nicht die Holzbauquoten wie in Skandinavien, aber wir sind im Kommen.   www.randek.com   unterstützt gerne.

Lars Filbert
28.07.2026

Ein sehr interresanter Beitrag. 

Timo
26.07.2026

Genau richtig

Zimmerer - Treffpunkt
27.07.2026

Der Holzbau bleibt stark! 💪

Tobi
24.07.2026

Interessanter Beitrag

Rikkert
22.07.2026

Weiter so 💪

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