Geile Karren. Fetter Motorensound. Jede Menge Impulse und vor allem Spaß: Das 5. Enke Impuls Camp ist Geschichte.
3 Tage für die Zukunft des Dachhandwerks sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein! Doch die Möglichkeit, die sich Hans-Ulrich Kainzinger ausgedacht hat, den jungen Menschen einen Blick über den Tellerrand hinaus zu geben, damit ihre Entscheidung für das Dach sich erhärtet, dieser „eigentlich“ kurze Moment, in ihrer Laufbahn, dieser Moment des Austauschs und der Orientierung, hat seine Spuren in der Branche der Dachhandwerker hinterlassen. „Mir ist ganz wichtig zu sagen, dass diejenigen Personen, die sich über Ausbildungszahlen, über zu geringe Auszubildende oder die Qualität dieser beschweren, selbst aber nicht ausbilden, komplett das Recht verwirkt haben, sich dazu zu äußern!“, so Max Kainzinger weiter „Die Ausbildung ist das, worauf die Zukunft im Handwerk aufbaut, und deshalb ist es ganz wichtig zu sagen: „Bildet weiter aus! Investiert in die Azubis! Gebt ihnen eine Perspektive und zeigt ihnen, was für ein geiles Handwerk wir hier haben!“
Warum Dachhandwerk, warum Dachdeckerin, ist direkt die erste Frage, der sich Fine stellen muss. Ihr Vater führt einen Dachdecker Betrieb am Niederrhein im Kreis Viersen und er hat anscheinend die Leidenschaft für das Handwerk auf dem Dach an sie weitergegeben. „Ich würde sagen, es ist einfach geil. Die Vielfalt, jeden Tag etwas anderes machen zu können, das ist mega. Die Aussicht da oben auf dem Dach zu genießen, jeden Morgen im Sonnenaufgang, das ist echt toll! Beim Impuls Camp hat mir die Gemeinschaft mit den ganzen Leuten richtig gut gefallen und mit den Azubis auch der Austausch, also generell sich hier auszutauschen mit allen Leuten, das war schon echt cool!“, antwortet sie als Teilnehmerin des Impuls Camp 2026 ins Mikro, auf die Frage was ihr besonders gut gefallen hat? Und dies ist auch einer der Schwerpunkte, der für Hans-Ulrich Kainzinger wichtig war, als die Idee des Impuls Camp entstanden ist. Der Blick von z.B. NRW nach Bayern, Polen oder Südtirol. Der Blick dorthin mit den Fragen: Wie machen die das eigentlich dort mit Schiefer oder Dachpfanne? Titanzink-, Kupfer- oder Alu-Rinne und warum? Wird gelötet oder geklebt? Was ist mit Flüssigkunststoff, für die Details?
Das Impuls Camp soll den Horizont der jungen Menschen erweitern, ihnen Perspektiven aufzeigen und Einblicke gewähren, die Ihren Weg vom Azubi, vielleicht bis zum Unternehmer mit eigenem Betrieb, festigen!
„Tatsächlich der Industriekletterer“ antwortet Fabian, ebenfalls ein Teilnehmer 2026, auf die Frage, was ihm am Samstagmorgen während der Vorträge im Pressezentrum des Nürburgrings hat aufhorchen lassen. „Das Thema hat mich sehr interessiert. Ich weiß zwar noch nicht, ob das was für mich ist, aber ich habe mir überlegt, ob ich nicht einfach mal frage, ob ich 4 Wochen reinschnuppern kann! Den Kletterschein eventuell irgendwann mal machen. Einfach mal ausprobieren, ob das was für mich sein könnte. Da hat man noch mehr unterschiedliche Sachen, man kommt noch höher und macht nicht nur dieses typische Dachdeckerhandwerk. Wann kommst du mal als Dachdecker auf einen spitzen Kirchturm?“ Es stellt sich die Frage, ob dieser Gedanke im normalen Alltag zwischen, Aufstehen, Arbeiten gehen, dem Feierabend, und den Wochenenden, überhaupt bei ihm entstanden wäre!
„Ich fand die Vorträge eigentlich alle sehr gut, aber ich fand den der Dachdeckermeisterin mit eigenem Betrieb, weil der mir am meisten mitgegeben hat, wirklich am eindringlichsten. So die persönliche Geschichte, ihr Werdegang bis heute als Unternehmerin, also was sie da erzählt hat, das war echt interessant, inspirierend und motiviert auch gerade Frauen im Handwerk, dass sie das schaffen können und einfach ausprobieren müssen, was ihnen im Handwerk Spaß macht.“ erinnert sich Fine. Einen Vormittag voller Inspirationen und Vorträgen rund um das Handwerk, gibt es seit dem ersten Impuls Camp, wie der Name ja schon erahnen lässt. Diese Impulse aus Sicht von Unternehmern*innen, Handwerksmeistern*innen und Verbandsmitgliedern des Dachhandwerks oder Personen, die mit viel Motivation und Leidenschaft etwas erreicht haben in ihren Lebensgeschichten, waren schon immer ein fester Bestandteil im Programm! Diese Impulse sollen die Perspektive und Sichtweise der Auszubildenden öffnen wie auch erweitern, denn das Dachhandwerk hat viele Fassetten! Das „Enke Impuls Camp“ schafft den Rahmen, in dem sich junge Menschen, die Frage stellen können, wohin sie ihr Weg führen könnte; nach ihrer Ausbildung, im wahrscheinlich vielseitigsten Handwerk im Bauwesen!
„Unsere Gruppe war toll, tolle Gespräche, tolle Leute. Wir hatten welche aus dem Vertrieb in der Gruppe, hatten Spengler aus Österreich dabei. Wir hatten jemanden aus Polen, da war die Kommunikation etwas schwierig, aber man hat sich dann eben mit Händen und Füßen verständigt“ gibt Fabian lächelnd zum Besten. „War ein Top gemischtes Team und wir haben zusammen unser Bestes gegeben, um gleich auf dem Podium zu stehen.“ Aber auch Fine ist schwer angetan, vom Programm des Impuls Camp 2026: „Ich finde das mega organisiert, auch das mit den Teams und den Wettkämpfen, das hat uns mehr ins Reden gebracht und zusammengeführt. Wir hatten auch zwei Zimmerer im Team und mal etwas über deren Arbeit zu erfahren, das war echt spannend! Also ich finde auch das Feeling des Campings echt cool, denn das ist etwas, was man heutzutage kaum noch hat! Und dann morgens mit den Motoren, eher gesagt mit den Autos, die hier Rennen fahren, das ist echt genial so geweckt zu werden! Man hat hier immer was zu gucken und Abwechslung, das ist wirklich prima!“ schwärmt sie weiter.
„Boah, da schlagen zwei Herzen in meiner Brust!“ beginnt Max Kainzinger seine Antwort auf die Frage, ob das Impuls Camp ein „Wanderzirkus“ bleiben oder zukünftig fest am Nürburgring Bestand haben soll? Denn: „Ob das Impuls Camp wieder vom Nürburgring weggeht oder nicht, ist für mich schwierig, eher gesagt sogar gar nicht zu beantworten, weil ich sagen muss, als Wanderveranstaltung hat es mir immer sehr gut gefallen, weil wir ja auch immer versucht haben, die Regionalität und Nationalität mit einzubringen, mit einfließen zu lassen und den Respekt gegenüber der Region oder auch der Sprache, den Teilnehmern mit auf den Weg zu geben. Aber die Hatzenbach-Terrassen, die Atmosphäre des Nürburgrings und die Nürburgring Classic als Rennveranstaltung, bieten so viel für uns und zeigen, gerade für jemanden wie mich, der schon des Öfteren hier vor Ort war, was das denn für eine tolle Veranstaltung ist. Denn wir wissen alle, wenn man etwas zum ersten Mal erlebt, ist das immer eine Erfahrung, die man so nicht kopieren oder imitieren kann. Und ich sehe in den begeisterten Augen der Teilnehmer des Impuls Camp, wie großartig die Nürburgring Classic eigentlich ist. Es wird uns hier, als Veranstalter des Impuls Camps und den Teilnehmern unglaublich viel geboten.
Wir kommen mit den Organisatoren der Nürburgring Classic super klar, die Abläufe hier sind mittlerweile ziemlich reibungslos, das macht es uns recht einfach. Aber auf der anderen Seite, etwas Neues sehen, etwas Neues anbieten zu können, wäre natürlich auch klasse. Die Frage, ob wir hierbleiben oder weiterziehen, muss ich offen lassen, das kann ich aktuell nicht beantworten!“
Es gab Teilnehmer aus den Impuls Camps 2014 bis 2023, die Ihren weiteren Weg im Dachhandwerk nach dem Camp überdacht haben und sich heute noch dafür bedanken, dass es dieses Wochenende während ihrer Ausbildung für sie gegeben hat. Hans-Ulrich Kainzinger sagte mal:“ Wenn wir nur einen dazu bekommen, über seinen weiteren Weg im Handwerk nach der Ausbildung nachzudenken, hat sich diese Veranstaltung schon gelohnt!“
„Die Beweggründe für solch eine Veranstaltung, sie zu organisieren und zu finanzieren, die sind schnell erzählt: 2014 wurde Enke 90 Jahre alt und tief stapeln ist etwas, was wir noch nie konnten“ antwortet Max Kainzinger, die vierte Generation, die schon in den Startlöchern steht, das Enke-Werk in die nächsten 100 Jahre zu führen, auf die Frage, was die tieferen Beweggründe gewesen sind, das Impuls Camp ins Leben zu rufen. „Und so kam damals der Gedanke auf: Wir müssen etwas zurückgeben, an die Leute, die uns zu 90-jährigem Bestehen gebracht haben! Dann hat mein Vater gesagt, wenn wir jetzt die Chefs, die Inhaber der Betriebe, die Entscheider nach Düsseldorf einladen, dann ist das schon schön, aber nichts Besonderes. Denn, ein Wochenende in Düsseldorf, das wäre auf Grundlage ihres wirtschaftlichen Erfolgs keine finanzielle Herausforderung. Wenn die das machen möchten, können sie sich das leisten. Also die meisten jedenfalls. Anders sieht es aber bei den Azubis aus. Und dann ging es so in die Richtung, wir würden gerne was machen, was wirklich Wert hat und die Leute im Gedächtnis behalten und das ihnen auch etwas gibt! Dann ging der Wechsel vom Inhaber und Entscheider zu seinem Azubi, der dies vielleicht mehr wert zu schätzen weiß! Und den wir natürlich noch viel enger, mit solchen Veranstaltungen, an das Handwerk binden könnten! Denn sind wir mal ehrlich, der Inhaber eines Dachdeckerbetriebs, ist sich seiner Berufswahl ja gewiss und hat bereits eine Entscheidung getroffen. Oder hat den Betrieb der Eltern übernommen. Oder oder oder. Die jungen Leute sind in Ihrem Berufsleben noch am Anfang, sind sich vielleicht noch nicht wirklich sicher und haben noch eine gewisse Flexibilität! Das war für uns so der Beweggrund zu sagen, mit dem Impuls Camp wollen wir junge Menschen an das Dachhandwerk und vielleicht auch an uns binden und ihnen ein Erlebnis schenken, was sie in Erinnerung behalten!“
Was auch immer die Auszubildenden aus 6 Nationen des Dachhandwerks und -Handels aus dem Enke Impuls Camp 2026 an Eindrücken mitnehmen, es war fantastisch, spitzenmäßig und, da sind sich alle einig, einfach nur geil.
Einfach nur geil im Rahmen einer Rennsportveranstaltung, durch die „Grüne Hölle“, von der Max Verstappen sagt, dass man Respekt vor ihr haben sollte und fahrerisch auf einem Top Niveau fahren muss, denn: Für Rennfahrer hat ein Erfolg oder eine schnelle Runde auf der Nordschleife in der Eifel bis heute einen mythischen Wert.
Das Impuls Camp entwickelt Ambitionen einen mythischen Wert in der Dachbranche zu schaffen. Warten wir ab, wohin es die EnkeR hinter dieser Veranstaltung und die Azubis vom Dach, wahrscheinlich in drei Jahren, denn das scheint für Max Kainzinger ein guter Rhythmus zu sein für das Camp, hintreibt und welches spannende impulsgeladene Wochenende die Teilnehmer erwarten wird!
Es bleibt in jedem Fall anders! Versprochen!
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Enke. Einfach anders. Seit 1924






















Richtig coole Sache 👍