Preiserhöhungen & Lieferketten: So stark trifft es Zimmerer wirklich
Kostensteigerung spürbar für fast alle
In unserer Umfrage haben wir gefragt: „Spürt ihr die steigenden Kosten im Betrieb?“ Das Ergebnis ist eindeutig:
• 45 % spüren die Kostensteigerungen extrem
• 47 % spüren es ein wenig
• Nur 8 % merken aktuell keine Auswirkungen
Das bedeutet, bei über 90 % der Betriebe sind steigende Kosten bereits angekommen.
Die wahren Treiber: Material, Energie und Logistik
Die Rückmeldungen aus der Praxis zeigen klar, wo aktuell der größte Druck entsteht. Betroffen sind Baumaterialien. Viele Produkte basieren direkt oder indirekt auf Erdöl. Das betrifft unter anderem Bitumen, Folien oder Dämmstoffe.
Gleichzeitig schlagen die gestiegenen Energiepreise massiv durch. Hinzu kommen deutlich höhere Transport- und Logistikkosten durch gestiegene Spritpreise.
Erste konkrete Auswirkungen: Lieferstopps am Markt
Die Situation bleibt dabei nicht nur bei steigenden Preisen stehen. Erste Hersteller reagieren bereits mit drastischen Maßnahmen. So wurden bereits erste Bestell- und Auftragsannahmestopps für Bitumenbahnen ausgesprochen.
Hintergrund sind stark steigende Rohölpreise, eine angespannte Rohstoffverfügbarkeit und die aktuell kaum planbare Marktsituation. Für die Betriebe hat das direkte Konsequenzen: Material ist nicht nur teurer, es ist teilweise kurzfristig gar nicht mehr verfügbar.
Planung wird zur Herausforderung
Was viele unterschätzen: Nicht nur die Preise sind das Problem, sondern vor allem die Unsicherheit. Angebote verlieren schneller ihre Gültigkeit, Nachkalkulationen werden häufiger notwendig und Projekte lassen sich deutlich schwerer durchplanen. Gleichzeitig ist oft unklar, ob benötigtes Material überhaupt rechtzeitig verfügbar ist.
Kosten weitergeben? Nur begrenzt möglich
Ein zentraler Punkt unserer Umfrage war, ob die steigenden Kosten überhaupt an die Bauherren weitergegeben werden können. Die Antworten zeigen:
• 11 % können die Kosten vollständig weitergeben
• 49 % schaffen es zum Großteil
• 36 % kaum
• 4 % gar nicht
Das bedeutet: Rund 40 % der Betriebe bleiben aktuell auf einem großen Teil der Kosten sitzen.
Auftragslage: Erste Verschiebungen im Markt
Auch die Auftragslage bleibt von dieser Entwicklung nicht unberührt.
• 58 % der Betriebe spüren einen Rückgang der Aufträge
• 42 % merken keine Veränderung
Der Markt verändert sich und die Bauherren werden vorsichtiger, aber nicht überall gleich stark.
Anspruchsvolle Zeiten
Die ganze deutsche Wirtschaft steht aktuell unter Druck. Es zeigt sich aber auch, dass die Holzbau-Betriebe Wege finden, mit der Situation umzugehen. Ein großer Teil schafft es, Kosten zumindest teilweise weiterzugeben. Zudem spürt ein erheblicher Anteil aktuell keinen Rückgang der Aufträge. Und langfristig bleibt der Holzbau ein Wachstumsmarkt. Wichtig ist jetzt, bei seinen Bauherren die Preise offen zu kommunizieren und sich bei den Angeboten Flexibilität zu bewahren.
Wie ist deine Situation?
Wie sieht es bei dir im Betrieb aus? Wie spürst du die aktuellen Entwicklungen? Schreib uns deine Erfahrung in die Kommentare.


















Zumindest trifft es alle Bereiche, nicht nur das Handwerk 😭
Wer schreibt der bleibt, wir kommunizieren und berechnen ab sofort einen Energiekostenzuschlag von 0,5 Prozent der Nettoauftragssumme…
Die offenen Kommunikation ist hier sehr wichtig.
Wie ist dann die Reaktion der Bauherren?
Tja.
Wer ein guter Unternehmer ist, zeigt sich jetzt wohl.