Branche kritisiert Aus der Bayerischen Holzbauförderung
510 Projekte in vier Jahren
Mit der Holzbauförderung wurden in Bayern Neu- und Erweiterungsbauten gefördert, die zu einem Großteil in Holzbauweise ausgeführt sind. Pro Tonne Kohlenstoff, der in den Holzbauelementen und Dämmstoffen gebunden ist, beträgt die Förderung 500 Euro. Pro Baumaßnahme sind maximal 200.000 Euro Förderung möglich. Maßnahmen unter 25.000 Euro wurden nicht gefördert.
Sowohl private als auch öffentliche Gebäude konnten gefördert werden. Das Programm war Teil der bayerischen Klimastrategie. Ende 2026 läuft es aus, eine Verlängerung ist nicht in Sicht. Neuanträge können schon jetzt nicht mehr gestellt werden. Seit 2022 seien laut Ministerium 510 Projekte mit einem Volumen von rund 58 Millionen Euro gefördert worden.
Förderung war „Meilenstein für mehr Klimaschutz“
Die Förderung wurde 2022 als Teil der bayerischen Klimastrategie eingeführt und angepriesen. „Die Förderrichtlinie ist ein Meilenstein für mehr Klimaschutz in Bayern. Denn Holz ist der Roh- und Baustoff der Zukunft“, sagte damals Staatsministerin Michaela Kaniber. Bauminister Christian Bernreiter sprach davon, dass mit der Förderung ein wichtiger Baustein „für mehr Wohnraum sowie für klimagerechte Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen der sozialen Infrastruktur“ geschaffen wurde.
Holzbau sei wettbewerbsfähig
Und jetzt? Das Ministerium versichert, dass das Ende der Förderung weder eine Abkehr vom Klimaschutz noch eine Reduzierung der Gesamtförderung sei. Zudem sei der Holzbau mittlerweile wettbewerbsfähig.
Insgesamt bleiben die Mittel für die Wohnraumförderung auf Rekordniveau, heißt es aus dem Bauministerium weiter. Der Fokus der Förderungen liegt aber wohl nicht mehr auf klimafreundlichem Bauen. „Vor dem Hintergrund des weiterhin hohen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum konzentriert die Staatsregierung die verfügbaren Mittel verstärkt auf Programme mit breiter und sozialer Wirkung. Förderinstrumente werden regelmäßig überprüft und dort eingesetzt, wo sie den größten Beitrag zur Schaffung von Wohnraum leisten“, teilte ein Sprecher des zuständigen Bauministeriums auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
GD Holz enttäuscht
Aus der Branche gibt es Kritik am Aus der Förderung. Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz e.V.) ist enttäuscht. „Bayern hätte mit diesem Programm ein Vorbild für eine bundesweit wirksame und pragmatische Holzbauförderung sein können“, erklärt der Vorsitzende Maximilian Habisreutinger. Das Förderkonzept sei klar strukturiert, leicht zugänglich und zugleich hochwirksam gewesen. Das politische Signal zugunsten klimafreundlicher Bauweisen werde damit deutlich abgeschwächt.
Was haltet Ihr vom Ende der Holzbauförderung? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
Quellen:










Warum sollte man auch. Lieber alles aus Beton und Glas, ist auch besser für die Umwelt. Grr.
Ja schade, dass es die Förderung nicht mehr gibt. Umweltfreundliches Bauen sollte jedem ein Anliegen sein.