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Dachziegelwerke Nelskamp GmbH
12.02.2026

Dachsanierung mit Zukunft: Kunsthaus Mürz setzt auf PV-Dachsteine von Nelskamp

Photovoltaik auf hochgradig denkmalgeschützten Gebäuden – für viele klingt das zunächst nach einem kaum lösbaren Widerspruch. Optische Auflagen, statische Besonderheiten und sensible Dachstühle machen klassische Aufdach-PV-Anlagen oft unmöglich. Dass es auch anders geht, zeigt ein Vorzeigeprojekt aus der Steiermark: die Dachsanierung des Kunsthauses Mürz in Mürzzuschlag mit dem PV-Dachstein Planum-Generon von Nelskamp. Hier wurde 2025 das größte Solarziegelprojekt (techn. ganz korrekt PV-Dachsteinprojekt) Österreichs realisiert!
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Historischer Bestand trifft moderne Energietechnik

Das Kunsthaus Mürz ist alles andere als ein gewöhnliches Gebäude. Ursprünglich eine Franziskanerkirche bzw. Teil eines Kapuzinerklosters aus dem 18. Jahrhundert, wurde der Bau Anfang der 1990er-Jahre revitalisiert und durch einen modernen Zubau aus Stahl, Glas und Beton ergänzt. Trotz moderner Nutzung gilt der Komplex bis heute als sakraler Bau – und steht unter Denkmalschutz.

Gerade das Dach stellte bei der Sanierung eine besondere Herausforderung dar:

  • historischer Dachstuhl
  • hohe Anforderungen an die Optik
  • gleichzeitig der Wunsch nach einer nachhaltigen Energieversorgung

Die Lösung: Photovoltaik direkt in der Dachhaut.

PV-Dachsteine statt aufgesetzter Modul

Zum Einsatz kamen rund 6.700 Planum-Generon PV-Dachsteine von Nelskamp. Diese ersetzen klassische Dachziegel und integrieren die Solartechnik nahezu unsichtbar in die Dachfläche. Für Außenstehende – und selbst für viele Fachleute auf den ersten Blick – ist kaum erkennbar, dass es sich um ein Energiedach handelt.

Entscheidender Vorteil:
Der über 200 Jahre alte Dachstuhl konnte vollständig erhalten bleiben. Es waren keine zusätzlichen Lasten durch aufgeständerte PV-Module notwendig, keine Durchdringungen für Montagesysteme und keine Beeinträchtigung der historischen Konstruktion.

Zahlen & Fakten zum Projekt

  • Gebäude: Kunsthaus Mürz (ehem. Kirche, 18. Jh.)
  • Dachflächen: 3 Flächen, Ost-/Süd-/West-Ausrichtung
  • Gesamtfläche: ca. 750 m²
  • Produkt: Planum-Generon PV-Dachstein (Nelskamp)
  • Anzahl PV-Dachsteine: ca. 6.700 Stück
  • Gesamtleistung: ca. 107 kWp

Im Zuge der Sanierung wurde zudem die Heizanlage auf Wärmepumpentechnik umgestellt. Der dafür benötigte Strom wird zu einem großen Teil direkt über das neue Solardach erzeugt – ein durchdachtes Gesamtkonzept aus Gebäudehülle und Haustechnik.


Relevanz für die Praxis: Was Zimmerer daraus mitnehmen können

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial integrierte Solardachsysteme für das Zimmererhandwerk bieten:

  • Denkmalschutz-konform: Optisch zurückhaltend, genehmigungsfähig
  • Konstruktiv sinnvoll: Keine Zusatzlasten, keine Eingriffe in den Dachstuhl
  • Gewerkübergreifend: Dachdeckung und Energieerzeugung in einem Arbeitsschritt
  • Zukunftssicher: Steigende Nachfrage bei Sanierungen und öffentlichen Bauten

Gerade bei Kirchen, Klöstern, öffentlichen Gebäuden oder historischen Ortskernen eröffnen PV-Dachsteine neue Möglichkeiten – und zusätzliche Wertschöpfung für Zimmereibetriebe

Fazit: Vorreiterprojekt mit Signalwirkung

Das Kunsthaus Mürz beweist, dass Energiewende und Denkmalschutz kein Widerspruch sein müssen. Mit dem Planum-Generon PV-Dachstein von Nelskamp ist eine Lösung realisiert worden, die technisch überzeugt, handwerklich sauber umgesetzt werden kann und architektonisch Maßstäbe setzt.

Für Zimmerer ist klar: Wer sich frühzeitig mit integrierten Solardachsystemen beschäftigt, positioniert sich als kompetenter Partner für anspruchsvolle Sanierungsprojekte – heute und in Zukunft.

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4 Kommentare
Benni
18.02.2026

Spannend anzusehen. Sieht gut aus. Im Vergleich zur normalen PV Anlage - wie ist da die Erzeugungskraft? Würde normale Aufdach PV Anlage mehr, weniger oder gleichviel Strom erzeugen?

Jeder Ziegel wird einzeln verkabelt - dawürde mich ein Bild von Innen interessieren, wie das aussieht und wie einfach oder kompliziert das insgesamt ist. Wenn man doch mal einen vergisst, muss man den erstmal wieder finden. Und was ist, wenn einer der Ziegel Defekte aufweist, kann man über eine App oder so herausfinden, welcher das ist?

Wow - Fragen über Fragen.

Hoizwuam
18.02.2026

Kann mich deinen Fragen nur anschließen und evtl. noch ergänzen:

1. sind die PV-Ziegel begehbar oder zumindest aushängbar? Sonst wird ein austauschen oder sonstige Reparaturen am Dach eher sehr schwierig und kostenintensiv

Frank Engelmann
25.02.2026

Guten Morgen,

Thema Leistung und WR-Technik / Verschaltung siehe bitte die Antwort auf den anderen Kommentar.

Der Planum-Generon ist, wie 99% aller PV System, nicht direkt begehbar. Für Wartungszwecke und um sich über das Dach bewegen zu können bitte eine lastverteilende Maßnahme (Bohle, Leiter, Schutzmatte) unterlegen um zu hohe Punktlasten ("spitze Hacke mit spitzen Stein im Profil") zu vermeiden. Flächenlasten (z.B. Schnee) sind bis 5,4kN/m² in Ordnung.

Ja, der Planum-Generon kann für etwaige Reparaturen auch aus der Flächen heraus getauscht werden, bitte aber immer vorher die Anlage am Wechselrichter freischalten (lassen).

Mit besten Grüßen

Frank von Nelskamp

Frank Engelmann
25.02.2026

Guten Morgen Benni,

bitte entschuldige die späte Rückmeldung.

Mit Solarziegeln und gerade dem kleineren Planum-Generon können Dachflächen optimal ausgenutzt werden, da man nicht im 2m² Raster arbeiten muss und so auch Walm-/Gratbereiche, Flächen um Fenster, Gauben, Kamine erschließen kann und so häufig mehr Leistung vom Dach bekommt als mit Aufdach-Pv Systemen, zumal hier noch das Thema Denkmalschutz hinzukam. Die Flächenleistung unserer Solarziegelsysteme liegt zwischen ca. 170 - 210Wp / m² DACHfläche (nicht Modulfläche!), so dass unsere leistungsstärksten System quasi pari mit aktuellen Aufdachsystemen sind. (ca. 225Wp/m² DACHfläche bei optimalem Modulabstand) der Reihen.

Ja, man kann je nach Wechselrichter einzelne Solarziegelpäckchen überwachen, einen zu vergessen ist nie gut und je nach WR-Technik ist dann ein Päckchen bzw. ein Strang nicht aktiv.

Beste Grüße Frank von Nelskamp

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