Sonstiges
Dachdecker-Treffpunkt
02.02.2026

Richtig bewerben im Handwerk

Du arbeitest hart, aber irgendwie passt der Betrieb nicht mehr? Egal ob kleine Zimmerei oder Dachdeckerbetrieb – gute Handwerker werden überall gesucht. Hier sind fünf einfache Tipps, wie deine Bewerbung ankommt, ohne sich zu verbiegen.

Anpacken statt Blabla
Wer sich als Zimmerer oder Dachdecker bewirbt, braucht keine schicken Formulierungen, sondern Substanz. Betriebe wollen sehen, dass du weißt, wie sich Arbeit auf der Baustelle anfühlt. Schreib klar rein, was du schon gemacht hast, welche Arbeiten dir liegen und mit welchen Werkzeugen du umgehen kannst. Praktika, Ferienjobs oder private Bauprojekte zählen – Hauptsache, man merkt: Du hast schon Holz, Ziegel oder Dämmung in der Hand gehabt.

Nicht wahllos bewerben
Eine Bewerbung, die an zwanzig Betriebe gleichzeitig geht, erkennt jeder Chef sofort. Nimm dir die Zeit und schau dir den Betrieb an, bei dem du dich bewirbst. Erwähne im Anschreiben ruhig, was dir an der Zimmerei oder dem Dachdeckerbetrieb gefällt – besondere Projekte, Bauweisen oder das Team. Das zeigt, dass du nicht irgendeinen Job suchst, sondern genau diesen.

Charakter schlägt Zeugnis
Zuverlässigkeit im Beruf ist Gold wert. Im Handwerk entscheidet nicht nur das Können, sondern auch der Mensch dahinter. Pünktlichkeit, Teamgeist und die Bereitschaft, bei Wind und Wetter durchzuziehen, sind für viele Betriebe wichtiger als perfekte Noten. Schreib ehrlich, wie du arbeitest und was dich ausmacht. Wer zuverlässig ist und Verantwortung übernimmt, hat im Handwerk immer gute Karten.

Lebenslauf ohne Schnickschnack
Kurz, klar und auf den Punkt. Ein guter Lebenslauf ist übersichtlich und ehrlich. Klare Stationen, klare Aufgaben, keine Romane. Wenn du schon auf Baustellen warst, schreib rein, was du dort konkret gemacht hast. Zahlen, Projekte oder besondere Tätigkeiten sagen oft mehr als lange Beschreibungen. Perfekte Formulierungen sind zweitrangig – Einsatz zählt.

Handwerklich bewerben, handwerklich überzeugen
Eine gute Bewerbung funktioniert wie gute Arbeit: sauber, ehrlich und verlässlich. Zeig, dass du weißt, was Handwerk bedeutet, dass du lernen willst und dass man sich auf dich verlassen kann. Dann ist es egal, ob du dich bei einer kleinen Zimmerei oder einem großen Betrieb bewirbst – genau diese Haltung kommt überall gut an.

Gute Handwerker werden gebraucht. Trau dich, den Betrieb zu suchen, der zu dir passt.

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7 Kommentare
Paul Schier
28.06.2026

Mittlerweile ist das Zeugnis kaum noch was wert was eig ganz gut ist.👌

Vincent Zeitler
09.03.2026

Eine Anmerkung von anderer Seite her:

Ich habe meine Ausbildung vor bald 20 Jahren gemacht und bin über einige Umwege am Ende jetzt im öffentlichen Dienst im Bauamt gelandet. Ich saniere und unterhalte unsere städtischen Liegenschaften. Ich kümmere mich primär um Dächer und kann hier meine Kompetenzen als Zimmerer perfekt einbringen. Dabei ist unser Team bunt gemischt aus Schreiner, Heizungsbauer, Dachdecker, Mauerer, eine Energieberaterin, Architekten, Ingenieure, Meister und Technikern. :) 

Das ist ein Thema für jedes Alter wichtig, die Wege können so unterschiedlich sein und sind selten gerade. Und der Weg kann auch mit 50 Jahren noch eine ganz neue Richtung nehmen. :) 

Jobs gibt es oft an Stellen, wo ihr sie garnicht vermutet. Der öffentliche Dienst zb braucht regelmäßig Menschen, mit praktischer Erfahrung, darum schaut euch alle Optionen an. 

(Bei uns kommt ihr leider oft nicht um die vordefinierten Abläufe einer Bewerbung herum, aber auch die sind keine Monster. Und ein Anruf bei der Amtsleitung kann oft schon vieles vorab erklären) 

Die Holzbude
06.02.2026

So wahr

Zimmi83
06.02.2026

Wahre Worte 

Kechdei
04.02.2026

Wahre Worte. Ich wusste lange nicht, was ich machen soll - bis zum Schulpraktikum in der Zimmerei. Ausprobiert, dan hängen geblieben: erst Minijob dan wo anders Lehrling dan wo anders 2. Lehre, mitlerweile auf meisterschule und im Betrieb vom erstel Lehrherr gelandet

Einfach machen statt ewig grübeln. Man lernt jeden Tag was Neues und am Ende sieht man, was man mit den eigenen Händen gebaut hat - besser als jeder Büroordner.

Und kleiner Tipp vom Bau: Ein Anruf im Betrieb bringt oft mehr als drei Seiten Bewerbung. Mein Chef mag echte Gespräche lieber als Papierkram

Oeddit
04.02.2026

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man mit einem Anruf im Betrieb oft mal viel erreichen kann, ohne überhaupt eine Bewerbung zu schreiben! Mein Chef mag das persönliche Gespräch viel lieber als ein Blatt Papier.

Emil Eidloth
02.02.2026

Ware Worte. Ich wusste auch nie so ganz was ich machen soll bis ich ein Schuhl Praktikum in einer Zimmerei gemacht habe. Dort habe ich dann c.a. 3 Jahre als Minijober gearbeitet und bin jetzt Lehrering in diesem Betrieb. Einfach mal ausprobieren und wenn es einem liegt warum denn nicht. Es gibt viele neue Sachen zu entdecken. Man lernt viel dazu und es macht wirklich Spaß am ende zu sehen was man geschaffen hat.

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