Gemeinde in Vorbildfunktion - Biomasse für hocheffiziente Dämmung
Graben liegt bestens angebunden an der B17 zwischen Augsburg und Landsberg. Die Wurzeln der beschaulichen Gemeinde liegen in der Landwirtschaft, überregional bekannt ist sie als Fuggerdorf und als Standortgemeinde des Flugplatzes Lechfeld. Graben ist eine reiche Gemeinde. Sie hat gleichermaßen Geld und hohe Maßstäbe und setzt diese auch für sozial Schwächere und den Umweltschutz um.
„Nicht reden, sondern tun“
Nachhaltigkeit ist Trend, doch oft scheitert es an der praktikablen Umsetzung. Nicht so in Graben. Der Bau zweier Sechsfamilienhäuser für sozial Schwächere war bereits ausgeschrieben und von der Zimmerei Dietmayer gewonnen, als der Architekt der Häuser, Lars Oberbeck von Oberbeck & Weiher Architekten in Schwabmünchen, dem Bauherrn BauderECO vorlegte. „Als mir der uns betreuende Bauder-Fachberater Heinz Forster die biomassenbilanzierte Dämmung BauderECO S vorstellte, war ich begeistert und musste unbedingt nochmals bei der Gemeinde vorsprechen“, so der umweltbewusste Architekt und Energieberater.
Es hat sich gelohnt für Umwelt und Menschen: Bürgermeister und Gemeinderat stimmten trotz des etwas höheren Preises dem innovativen Öko-Baustoff zu. „Die Verarbeitung ist wie bei gängigen Aufsparrendämmelementen und bedeutet keine Umstellung in der Verarbeitung“, besprach Fachberater Heinz Forster den Wechsel mit Zimmerermeister Alexander Dietmayer. „Die Dämmplatten sind leicht und durch ihre hohe Effizienz besonders schlank.“
Neuer biomassenbasierter Dachdämmstoff
Oberbeck & Weiher Architekten arbeiten schon lange mit Bauder. „Hochwertiges Material spart mehr und hält länger. Das ist reiner Umweltschutz, denn was lange währt muss nicht entsorgt und neu produziert werden. Das schont Ressourcen.“
Der Dachdämmstoff BauderECO bietet bei geringstem Rohstoff- und Energieeinsatz maximale Dämmleistung. „Mit BauderECO wird aus Biomasse Dämmstoff. ECO ist wohngesund, nachhaltig, dauerhaft, schimmelresistent und frei von Schadstoffen“, so Forster. Die Platten bestehen aus einem biomassebilanzierten Dämmkern sowie recycelten Wertstoffresten, die Deckschicht aus Muschelkalk. „Muschelschalen sind ein Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie, für uns aber Gold wert. Wir erstellen daraus die schützende Deckschicht von BauderECO.“
Dauerhaft sichere Dachaufbauten
Der Fachberater war von Anfang in die Planungen aller Steil- und Flachdächer einbezogen. Auf den Steildachflächen der Zwillingshäuser von je ca. 330 qm wurden Aufsparrendämmungen mit einer luftdichten Dampfbremse und BauderECO S, 125 mm stark geplant. Damit erreichten die Gebäude den KfW 55 Haus Standard.
Genau wie das Dach sind auch Balkone und Terrassen Witterungseinflüssen stark ausgesetzt. Hohe Temperaturunterschiede können bei minderwertigen Abdichtungen zu Bauschäden führen. Deshalb erhielten die beiden Loggien einen hochwertigen Flachdachaufbau unter dem Terrassenbelag: auf dem Betonvoranstrich die Super AL-E plus als besonders robuste Dampfsperre, eine hocheffiziente PIR FA Wärmedämmung und die Gefälledämmung PIR T zur sichereren Entwässerung. Darauf folgt eine kaltselbstklebende erste Abdichtungslage mit BauderTEC KSA DUO 35 und die durchwurzelungsfeste BauderPlant E als Oberlage.
Die ökologische Aufsparrendämmung
Zimmerermeister Alexander Dietmayer arbeitet mit seiner kleinen Firma sehr erfolgreich mit anderen Zimmerern zusammen. Er ist überzeugt von ECO, der neuen Aufsparrendämmung. „Häufig glauben Kunden, Holzweichfaser sei öko“, so der Fachmann, „doch selbst das normale PU ist besser in der Ökobilanz von Herstellung bis zur Effizienz.“ Die beste Dämmleistung hat BauderECO S mit 024/025, Holzfaser mit einer WLS 039/047 ist weit abgeschlagen. Für ein gleiches Dämmergebnis müssten große Mengen Faser mit enormem Gewicht und hohem Aufbau auf das Dach gebracht werden, ganz zu schweigen von der enormen körperlichen Mehrbelastung der Verarbeiter.
Als luftdichte und dampfbremsende Schicht befestigten die Handwerker die nahtselbstklebende Dampfsperre BauderVAP auf den Sparren. Darauf verlegten sie die Wärmedämmplatten versetzt angeordnet und dicht gestoßen. „Die leichten Platten lassen sich dank der umlaufenden Nut- und Federverbindung sehr schnell und wärmebrückenfrei verlegen. Dabei ist jedes Kilogramm, das nicht aufs Dach transportiert werden muss, gut für uns.“ Das aufgedruckte Raster erlaubte einfaches Einpassen, der Zuschnitt erfolgte unkompliziert mit Säge oder Messer. Nach dem Verkleben der Stöße mit Hilfe der zehn Zentimeter breiten, selbstklebenden Horizontal- und Vertikalüberlappungen war die gedämmte Fläche sofort winddicht und regensicher.
Alles sofort und dauerhaft sicher
„Gerade erst habe ich an einem online Symposium teilgenommen und wieder festgestellt: eine Aufsparrendämmung ist unschlagbar – einfach zu berechnen und ohne Wärmebrücken“, so der Architekt der Häuser. Die geschlossene Haube aus Dämmelementen über der gesamten Dachkonstruktion schützt den Wohnraum und die Dachkonstruktion vor Feuchteschäden. Wärmebrücken durch Sparren und Zwischenwände gibt es nicht. Noch sicherer wird die Aufsparrendämmung durch die Wärmedämmplatten ECO; sie verfügen über eine oberseitig aufkaschierte, äußerst robuste zweite wasserführende Ebene, die sofort ab Verlegung das Haus sicher macht und sogar vor Hagelschlag schützt. „Wir hatten noch keine Lattung und keine Dachziegel auf dem Dach und trotzdem konnten die Arbeiten der verschiedenen Gewerke im Haus gefahrlos ausgeführt werden“, schätzt Lars Oberbeck diese Sicherheit.
Einfach in der Verarbeitung und sicher im System
„Die ganze Systemlösung aus einer Hand gefällt uns sehr“, so Dietmayer. „Die BauderECO-Wärmedämmplatten lassen sich sehr einfach verarbeiten, das passende Systemzubehör erleichtert die Arbeit sehr. Zur statischen Lastabtragung wurden gemäß Bauder Berechnung Systemschrauben unter einem Winkel von 60° gegen Schub und 90° gegen Windsog durch die Konterlatte und den Dämmstoff hindurch direkt in den Sparren eingedreht.
Mit Hilfe der Einschraubhilfen ließen sich diese schnell und einfach einschrauben.
Der Firstbereich wurde mit der selbstklebenden Detail- und Anschlussbahn BauderTEC PMK-Klebeband dauerhaft sicher und dicht verklebt.“
„Die ökologische Aufsparrendämmung ist Trend“
Den Zimmerern gefällt die Arbeit. „Auf dem Bau läuft es super, fast jedes Dach wird KfW- gefördert. Da wird die bessere Dämmung billiger als die schlechtere. Wenn jemand die Förderung nicht kennt oder nicht will, dann erklären wir die Idee. Dann will jeder Geld dafür bekommen, dass er besser wohnt und Energie spart. Und Ökologie wird immer wichtiger. Wir hatten gerade eine Planung mit einer klassischen Aufsparrendämmung für Reihenhäuser. Nachdem ich ECO kennenglernt hatte, ging ich mit den entsprechenden Beratungsunterlagen zum Bauherrn. Der hatte diese schon vorliegen und ist nach kurzer Beratung auch gleich umgeschwenkt. Öko ist Trend und BauderECO ist konkurrenzlos auf dem Markt.“
Vorbildfunktion Kommune
„Architekten, Energieberater, Hersteller, Verarbeiter, Bauherren – alle müssen es wollen, dann klappt Nachhaltigkeit auch“, zeigt sich Architekt Oberbeck zufrieden über den Erfolg in der vorbildlichen Gemeinde. „Eine effiziente Wärmedämmung, hergestellt aus Biomasse und recycelten Rohstoffen, die bereits mit 160 mm Dämmstoffdicke die förderfähigen U-Wert- Vorgaben erfüllt – das ist einzigartig und in die Zukunft gedacht.“
















Wirklich sehr schön gebaut großen Respekt und guter Weg in den Umweltfreundlich Bau.
ich finde es super, dass ihr eure Projekte so sehr aufschlüsselt und uns einen Einblick gebt. Da ihr aber leider anfangt greenwashing für ein Erdöl Produkt zu betreiben und das den Zimmerern für besser verkaufen wollt aus holzweichfaser in der ökobilanz, sehe ich das nicht so sauber. Wer erdölprodukte vertreibt sollte auch alle Fakten nennen und nicht nur die besseren. natürlich hat die Bauder Eco einen geringfügig besseren dämmwert auf dem Papier, jedoch denkt auch an die phasenverschiebung, den sommerlichen hitzeschutz, Lärmschutz usw. Sowie die nächste Generation, die diese Platten verwerten darf. Nämlich garnicht. in den zuletzt genannten Punkten gibt es wesentlich bessere dämmstoffe als die erdölplatte.
Nicht zu vergessen ist auch die Umwelt Belastung durch die Verarbeitung. Wenn ihr die Platten abhängt habt ihr ziemlich starke plastikstaub Belastungen. es gibt noch weitaus mehr Punkte als die genannten, die für eine Naturfasern sprechen.
Ich finde es immer wieder schade, wenn Zimmerer behaupten die Industrieprodukte sind super und Holz ist nicht gut. Schade.
trotzdem besten Dank für den Beitrag! Sauber verlegt und verarbeitet habt ihr ja alles :)
Beste Grüße ;)