Vom Gefängnis ins Café – die Reise des hölzernen VW T1 Samba
Über 5200 Stunden Arbeit stecken in dem Unikat aus Holz. Wer hat so viel Zeit, einen VW Bulli originalgetreu nachzubauen? Auf die Antwort kommt man wohl nicht so schnell. Der Bus wurde nämlich in der JVA Attendorn von Gefängnisinsassen gebaut.
Nach VW-Originalzeichnungen
Mit viel Liebe zum Detail wurde der T1 Samba dort nach Originalzeichnungen und mit Freigabe von VW in Originalgröße gefertigt. Von März 2006 bis September 2007 hat das Projekt gedauert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Jedes einzelne Teil ist aus Lärchen-, Buchen- oder Eichenholz. Ursprünglich wurde nicht eine einzige Schraube oder ein anderes Metallteil verwendet. Alle Teile wurden verklebt oder verbolzt. Sogar die Radkappen sind mit einem Holzgewinde versehen.
Die Fahrzeugtüren funktionieren wie bei einem echten Auto und lassen sich öffnen und schließen. Insgesamt bringt das weltweit einzigartige Prachtstück etwa 1000 Kilogramm auf die Waage.
Beinahe auf dem Dachboden verstaubt
Was macht eine JVA mit einem fertigen 1000-Kilo-Bulli aus Holz? Nachdem er einmal auf einer Messe zu sehen war, landete er in Einzelteilen auf dem Dachboden der Anstalt und geriet in Vergessenheit. Einige Jahre später wurden die Einzelteile schließlich versteigert. Ein Polizist aus Osnabrück fand Gefallen an dem Projekt, steigerte die Teile und baute sie wieder zusammen. Platz für das fertige Fahrzeug hatte aber auch er nicht.
Ein Glücksfall für Tim Schwengel. Er fand die Kleinanzeige und ihm war sofort klar, dass der Bulli perfekt in sein neuen Café „das Mauerwerk“ in Minden passen würde.
Ein halbes Jahr umgebaut
Gesagt, getan. Mit einem befreundeten Tischler hat Tim Schwengel nochmal ein halbes Jahr Arbeit in den Bulli gesteckt, ihn komplett abgeschliffen und innen umgebaut. Eine Sitzreihe wurde umgedreht und ein Tisch ergänzt. Zur Stabilisierung kamen auch ein paar Schrauben zum Einsatz.
Auf einem Autoanhänger trat der Bulli schließlich seine vorerst letzte Reise an und wurde ins Café transportiert. Dort hat er endlich den Platz bekommen, den er verdient. Er ist das Herzstück im „Mauerwerk“. Die Gäste können sogar im Bulli Platz nehmen und dort ihren Café trinken.
Die Café-Gäste sind begeistert und auch wir finden – dieser Bulli hat nach seiner lange Reise von der JVA bis zu seinem jetzigen Zuhause, dem Café „ das Mauerwerk“, die volle Aufmerksamkeit verdient.
Was sagt Ihr zu dem Bulli und seiner einzigartigen Reise? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.






































Ha! Das ist sogar direkt um die Ecke bei mir 😍😍
Moin,
wir sind ein wenig neidisch. Wir bilden in der JVA Schwalmstadt Zimmerer und Ausbaufacharbeiter aus, für so tolle Projekte hat es bei uns leider noch nicht gereicht.
Aber wir haben jetzt eine Inspiration mehr, mal sehen wo sie uns hinführt. Tolle Geschichte!!!
Viele Grüße aus der Zimmerei der JVA Schwalmstadt
Tolle Geschichte und eine echte Handwerksleistung 👍🏻
Spitze Geschichte
Tolle Geschichte
Tolle Geschichte und sehr viel Herzblut!
Einfach nur spitze 😉
Wer würde so einen Traum nicht wollen 💪⚒️
Mehr davon!
Mega toll