Zimmerer-Treffpunkt
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17.10.2025

Neue Ausbildungsordnung im Zimmererhandwerk ab 2026 - moderner, digitaler, nachhaltiger

Ab September 2026 gilt im Zimmererhandwerk eine neue Ausbildungsordnung. Sie bringt frischen Wind in die Ausbildung – mit mehr Praxisbezug, digitalen Werkzeugen und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Wir haben mit Jan Ackermann (Ausbildungsleiter) und Markus Weitzmann (Gesamtleiter) vom Bildungszentrum Holzbau Biberach gesprochen und wollten wissen, was sich ändert – und was das für die nächste Generation Zimmerer/-innen bedeutet.
Kurs Modernisierung von Dächern im Bestand: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Kurs Modernisierung von Dächern im Bestand: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Simulator: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Simulator: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Kurs Modernisierung von Dächern im Bestand: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Kurs Modernisierung von Dächern im Bestand: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Kurs Modernisierung von Dächern im Bestand: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Kurs Modernisierung von Dächern im Bestand: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Kurs Modernisierung von Dächern im Bestand: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Kurs Modernisierung von Dächern im Bestand: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Fassadenkurs: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Fassadenkurs: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Fassadenkurs: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Fassadenkurs: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Fassadenkurs: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Fassadenkurs: Bildungszentrum Holzbau Biberach

Vom Stofflernen zur Handlungskompetenz

„Die neue Ausbildungsordnung ist ein Schritt in die Zukunft“, sagt Jan Ackermann.
Statt reiner Stoffvermittlung steht künftig Handlungskompetenz im Mittelpunkt – vom Planen über das Ausführen bis hin zur Qualitätssicherung. Die Ausbildung wird noch mehr projekt- und prozessorientiert: Es geht nicht mehr nur um Übungen, sondern um echte Bauaufgaben mit realem Praxisbezug.

So zieht sich ein roter Faden durch alle drei Lehrjahre – vom Holzrahmenbau bis zur Sanierung. Die neuen Inhalte sind durchgängig praxisnah aufgebaut und bereiten gezielt auf die Anforderungen moderner Baustellen vor.

 

Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Sicherheit – fest verankert

„Mit der neuen Ordnung werden Themen eingeführt, die den heutigen Holzbau abbilden“, erklärt Ackermann weiter. Dazu gehören:

  • Digitale Werkzeuge: CAD-Grundlagen, digitales Aufmaß mit Laser und Tablet, Cloud-Dokumentation und mobile Softwarelösungen.
  • Nachhaltigkeit & Klimaschutz: Holz als CO₂-Speicher, ressourcenschonendes Bauen, Recycling und Rückbau, Feuchte- und Wärmeschutz.
  • Sichere Arbeitsprozesse: Ergonomie, PSA, sicheres Arbeiten in der Höhe – praxisnah und konsequent umgesetzt.

Auch die Prüfungen werden moderner: Die gestreckte Gesellenprüfung bewertet künftig mehrere Kompetenzstufen und dokumentierte Arbeitsprozesse, statt alles am Ende in einer großen Prüfung zu bündeln.

 

Neue Themen – alte Zöpfe abgeschnitten

„Viele Inhalte passen zur aktuellen Zeit und Herausforderungen im Holzbau. Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und moderne Produktionsverfahren stehen stärker im Fokus. Dafür wurden manche älteren Inhalte gestrafft oder gestrichen – das war notwendig, um Platz für Neues zu schaffen., so Markus Weitzmann, Gesamtleiter des Bildungszentrums

Ganz neu sind außerdem Wahlwochen: ergänzende Module, mit welchen Ausbildungseinrichtungen bestimmte Themen vertiefen können – vom Abbund bis zur Elementfertigung.
„Das gibt uns Spielraum, eigene Schwerpunkte zu setzen“, betont Weitzmann. „Die Verordnung regelt den Mindeststandard – alles, was darüber hinausgeht, liegt in unserer Hand.“

 

Worauf sich Azubis freuen können

Markus Weitzmann und Jan Ackermann sind sich einig:
Die nächste Generation kann sich auf eine moderne, praxisorientierte und abwechslungsreiche Ausbildung freuen.
Vieles, was bisher nur theoretisch behandelt wurde, wird jetzt im Projekt erlebbar. Ob digitales Aufmaß, nachhaltige Dämmstoffe oder Vorfertigung – das alles gehört künftig zum Ausbildungsalltag.

Und Weitzmann ergänzt mit einem Schmunzeln:
„Klar, es gibt immer Themen, die man sich zusätzlich wünschen würde. Aber das Fundament stimmt. Und das Wichtigste: Die Ausbildung bleibt handwerklich, praxisnah und echt.“

 

Zukunftsfähig durch und durch

Mit der neuen Ausbildungsordnung wird der Beruf nicht nur moderner, sondern auch attraktiver für junge Menschen.
Die Kombination aus traditionellem Handwerk und digitaler Technik, aus Nachhaltigkeit und Praxisnähe, macht die Ausbildung im Zimmererhandwerk noch spannender – und bereitet optimal auf die Zukunft des Holzbaus vor.

 

Fazit

Die neue Ausbildungsordnung bringt das Zimmererhandwerk auf das nächste Level – digital, nachhaltig und praxisnah. Sie schafft die Grundlage dafür, dass unsere Zunft auch in Zukunft stark bleibt und wir gefragte Fachkräfte in einer digitalen Welt bleiben werden. Tradition trifft auf Moderne.

 

Was hältst du von den neuen Inhalten?

Freust du dich auf die modernere Ausbildung – oder hast du Bedenken?

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18 Kommentare
MOOSA
08.08.2026

Servus 

Ich bin der Meinung dass alle die eine Zimmererlehre machen das BGJ machen müssen da ist viel da bei das mann im 2 und 3 Drieten Lehrjahr braucht.

Auch egal ober der Abi hat oder nicht .

Zünftige Grüsse 

Moosa

Simon Söte
08.04.2026

Das wird eh komplett in Abhängigkeit zu dem BZB und der Berufsschule passieren. Am Niederrhein ist Steinzeit in den ÜBL und auch kein Geld dafür da um modernen Holzbau zu unterrichten. ( wöchentlich kostet es in NRW den Betrieb jetzt zusätzlich ~ 100€ extra, weil Landesgelder gekürzt wurden) In 2026 wird mit Handsäge, Beitel und Winkel gearbeitet, in 1:10 auf Papier gezeichnet und aus miesem Holz dann Modele aus den 50-70 Jahren jedes Jahr von Neuem für den Kamin zugeschnitten.

Ich hoffe, bin aber sehr skeptisch wie die Umsetzung passieren wird.

Zimmerer - Treffpunkt
08.04.2026

Wie die Umsetzung wird, sehen wir dann. 

Ein frischer Wind schadet in diesem Fall aber sicher nicht. 😊

Zeimen
30.10.2025

Super dass sich hier mal was tut! Ist meine Meinung nach schon lange überfällig

Philip Bucher
27.10.2025

Super, da merkt man, dass unser Handwerk versucht mit der Zeit zu gehen, ich bin gespannt wie das, dann in der Praxis aussieht!

STX Ragnar
25.10.2025

Ich hoffe, dass die Ausbildungszentren auch gut genug unterstützt werden. Auch finanziell, denn an der Vergütungshöhe der Ausbildung scheitert es leider schnell.

Hinrich Fuchs
25.10.2025

Wo findet man den Quellen darüber?Also tiefergehende Informationen und kann das Thema nachlesen?

Zimmerer - Treffpunkt
27.10.2025

Wichtig zu wissen ist, dass noch Verbindliche Aussagen fehlen wie die Ausbildung im Detail aussehen wird, die Inhalte werden aber wie im Blog beschrieben angepasst und modernisiert.

Informationen bekommst du von den Berufsschulen, Aubildungszentren oder Innungen/Handwerkskammern. Das Bundesinstitut für Berufsbildung und die Agentur für Arbeit haben natülich auch schon entsprechende Informationen.

Florian Huber
24.10.2025

Hört sich doch nicht schlecht an bin schon gespannt 

TiiJay
23.10.2025

Ein Hoch auf die Digitalisierung

 

Emil Berger
22.10.2025

Arbeitssicherheit und Ergonomisches Arbeiten sollte viel Besser vermittelt werden.

 

Jan Tober
21.10.2025

Eine gute Sache man muss mit der Zeit gehen 

MOOSA
21.10.2025

Ich finde Praxisbezug ist wichtig es sollte auch der Umgang mit Handabbundmaschinen mehr geübt werden 

Kurt
18.10.2025

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. 

sehr gut!

Zimmerer - Treffpunkt
20.10.2025

Da hast du Recht!

 

Florian Möhring-Frings
17.10.2025

Das klingt super !

in meiner Ausbildung (2013-2016) war Digitalisierung ein Fremdwort.

Es wurden in der Überbetrieblichen nur stumpf die Modelle gekloppt und nix anderes.

- Stumpf nach Lehrplan eben.

 Umsobesser das die neue Generation es nun besser hat und mehr Praxis Inhalt vermittelt bekommt!

Zimmerer - Treffpunkt
20.10.2025

Absolut, wir finden auch super, dass die Ausbildung jetzt praxisberzogener wird!

Kümmel
17.10.2025

Ich freue mich das die Ausbildung moderner gestaltet wird 

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