Holz-Beton-Verbunddecken
Holz-Beton-Verbunddecken: Innovation im Deckenbau
Einführung
Holz-Beton-Verbunddecken (HBV-Decken) gehören zu den innovativsten Konstruktionslösungen im modernen Bauwesen. Sie verbinden die Vorteile von Holz und Beton und schaffen dadurch eine leistungsfähige, langlebige und nachhaltige Deckenlösung. Während Holz ein nachwachsender Rohstoff mit hervorragenden Zugfestigkeiten ist, übernimmt Beton die Druckkräfte und verbessert Schall-, Brandschutz- und Speichereigenschaften.
Aufbau einer Holz-Beton-Verbunddecke
Typische HBV-Decken bestehen aus einem Holztragwerk (meist Brettschichtholz oder Konstruktionsvollholz), einer aufliegenden Betonschicht, die die Druckzone übernimmt, und speziellen Verbindungsmitteln, häufig aus Stahl. Diese Kombination ermöglicht schlankere Konstruktionen, größere Spannweiten und eine bessere Ausnutzung der Materialeigenschaften als bei reinen Holz- oder Betondecken.
Vorteile von HBV-Decken allgemein
• Hohe Tragfähigkeit bei geringem Eigengewicht (Spannweiten über 10 m möglich).
• Verbesserte Bauphysik durch gute Schalldämmung, erhöhten Brandschutz und Steifigkeit.
• Schneller Baufortschritt dank Vorfertigung und einfacher Montage.
• Nachhaltigkeit durch geringeren Betoneinsatz und CO₂-Speicherung im Holz.
• Gestalterische Freiheit: Sichtbare Holzoptik oder verkleidete Decken möglich.
Typische Herausforderungen
• Klassische HBV-Decken benötigen Stahlelemente (Verbinder, Schrauben), die anfällig für Korrosion sein können.
• Das Holz muss während der Bauphase zuverlässig vor Feuchtigkeit geschützt werden.
• Die Planung erfordert präzise statische Bemessung, da zwei Werkstoffe kombiniert werden.
• Die Baukosten liegen anfänglich etwas höher als bei reinen Holz- oder Betondecken.
Die Maxit DUOBLOCK Decke: Eine Besonderheit
Unter den HBV-Decken nimmt die Maxit DUOBLOCK Decke eine Sonderstellung ein. Sie ist die einzige stahlfreie Holz-Beton-Verbunddecke am Markt. Anstelle von Stahlverbindern werden ausschließlich Holzdübel eingesetzt, was nicht nur Korrosionsrisiken reduziert, sondern auch die Ökobilanz deutlich verbessert.
Ihre Alleinstellungsmerkmale:
• Stahlfreiheit – keine Stahlanker oder Schrauben notwendig.
• Bis zu 64 % weniger CO₂-Emissionen im Vergleich zu klassischen Stahlbetondecken.
• Etwa 50 % geringeres Gewicht als Vollbetondecken.
• Spannweiten von über 11 m bei geringem Materialeinsatz möglich.
• Kombination aus Tragfähigkeit, Nachhaltigkeit und architektonischer Flexibilität.
Grafischer Vergleich
Die Grafik (Siehe Bild) zeigt den direkten Vergleich zwischen klassischen HBV-Decken und der DUOBLOCK Decke, insbesondere bei Spannweiten, Nachhaltigkeit und Korrosionsfreiheit.
Fazit:
Holz-Beton-Verbunddecken vereinen die Vorteile von Holz und Beton und bieten damit eine leistungsfähige, nachhaltige Lösung für den modernen Bau. Die Maxit DUOBLOCK Decke hebt sich dabei als einzige stahlfreie HBV-Decke besonders hervor. Sie zeigt, dass innovative Lösungen nicht nur die Bauphysik verbessern, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Bauwesen leisten können.
Frage:
Einfach nur Marketing oder eine echte Chance?




Sehr geehrter Herr Baier,
ich habe mich mit meinen Kollegen über diesen Artikel ausgetauscht.
Hätten Sie womöglich Interesse, dass wir Ihren Artikel im Newsletter unseres Berufsverbandes veröffentlichen?
Hallo Ragnar, unter welcher Email- oder Telefonnummer kann man dich erreichen? Wenn Du es nicht öffentlich teilen willst, schreibe uns eine Email an info@zimmerer-treff.com und wir stellen den Kontakt her.
Sehr interessanter Beitrag!
Ist eine mögliche Rissbildung im Beton durch mögliches Arbeiten der Holzelemente zu erwarten? Gerade bei Gebäudesetzungen oder wenn Kondensat vom darunterliegenden Geschoss Auftritt und von der unterseitigen Holzschicht aufgenommen wird? Gibt es dazu Berechnungen?
Ist ein Beimischen von Glasfasern eventuell zielführend?
Können Sie mir Ihre Mailadresse schreiben? Ich würde mich dazu gerne mit Ihnen austauschen.
@Thomas Baier - da kannst Du bestimmt weiterhelfen.
Vielen Dank für Ihren sehr interessanten Kommentar!
Eine mögliche Rissbildung im Beton infolge von Bewegungen der Holzelemente wurde im Rahmen der Zulassung nach abZ/abG ausführlich betrachtet. Zudem wurden Langzeittests über mehrere Jahre durchgeführt, in denen das Zusammenspiel der Materialien – insbesondere bei wechselnder Feuchtebelastung und Temperaturschwankungen – untersucht wurde. Dabei zeigte sich, dass die Konstruktion auch unter realen Bedingungen ein sehr robustes Verhalten aufweist.
Der Beton bzw. die Vergussmasse wurde speziell von Maxit für den DUO-BLOCK entwickelt und exakt auf das Materialverhalten der Holz-Beton-Verbundkonstruktion abgestimmt. Dadurch werden Spannungsunterschiede minimiert und ein dauerhaft stabiles Verbundverhalten sichergestellt.
Ich sende Ihnen meine Mailadresse gerne per PN, damit wir uns dazu im Detail austauschen können.
Nochmals vielen Dank für Ihr Interesse und Ihren fachlich wertvollen Beitrag!
Interessantes Thema.
Holz-Beton-Verbunddecken sind definitiv Bauelemente unserer Zeit, danke fürs teilen!