Zimmerer-Treffpunkt
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09.09.2025

Lea Marie auf Reisen – Reisegewerbe statt Walz

Lea Marie Heuer, die Miss Handwerk 2024, liebt das Zimmerer-Handwerk, unterwegs zu sein und Kontakte zu knüpfen. Weil die Walz aber nichts für sie ist, hat sie ein Reisegewerbe angemeldet und zieht nun von Unternehmen zu Unternehmen und von Auftrag zu Auftrag.
Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Dach & Holz

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Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Phil Pohlmeier

Bildquelle: Phil Pohlmeier

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Bildquelle: Lea Marie Heuer

Die perfekte Lösung

„Das ist noch nicht mein Betrieb“, habe Lea Marie in ihrem letzten Anstellungsverhältnis festgestellt. Einfach den Betrieb wechseln, das schien ihr aber auch nicht die Lösung zu sein. Durch Zufall sei sie dann auf das Reisegewerbe gestoßen und wusste sofort: „Das ist perfekt für mich!“

Die Walz sei nämlich keine Option gewesen. Drei Jahre und einen Tag lang nicht heimkommen zu können und kein Smartphone als Sicherheit dabeihaben – das konnte sie sich bei aller Reise- und Abenteuerlust nicht vorstellen.

Kontakte beim Zimmerer-Treffen 2025

Beim Zimmerer-Treffen 2025 habe sie zum ersten Mal jemanden getroffen, der auch ein Reisegewerbe hat. Mit diesem Kollegen sei sie bis heute in Kontakt, er habe ihr bei vielen offenen Fragen weitergeholfen. Das Zimmerer-Treffen habe sie insgesamt sehr genossen. So viele Handwerker, die im gleichen Gewerk arbeiten und die gleiche Leidenschaft für den Holzbau haben, auf einmal zu treffen, sei immer unglaublich beeindruckend. Kontakte zu Kollegen und Ausstellern halte sie zum Teil immer noch. „Beim nächsten Zimmerer-Treffen bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei“, sagt sie.

Angekommen als Gesellin

Im Juni 2025 hat Lea Marie schließlich ihr Reisegewerbe angemeldet, im Juli war sie bei den ersten beiden Unternehmen. „Die Firmen waren froh, dass ich da war und hatten gleich Arbeit für mich“, erinnert sie sich. Einmal war es eine PV-Anlage, einmal Dachdecken und Holzrahmenbau. Bei beiden Unternehmen sei sie super von den Kollegen aufgenommen worden. „Ich habe mich das erste Mal als Zimmerer-Gesellin richtig angekommen gefühlt im Handwerk“, sagt sie.

„Ich vertraue Dir und prüfe das nicht mehr nach“, habe einer der Zimmerer-Meister zu ihr gesagt. Als junge Zimmerer-Gesellin war dieses Vertrauen Neuland für Lea Marie. „Ich habe es auch schon erlebt, auf dem Bau als Mensch zweiter Reihe bezeichnet zu werden“. Dass sie einmal eine solche Wertschätzung erfahren würde, damit habe sie nicht gerechnet.

Selbstvertrauen durch das Handwerk

Auch privat tut sich derzeit bei der 25-jährigen Zimmerer-Gesellin einiges. Von Bielefeld ist sie vor Kurzem zurück in ihre Heimat Ahlen gezogen. Die neue Wohnung muss noch renoviert werden. „Das Handwerk hat mir viel Selbstvertrauen gegeben“, sagt Lea Marie. Sie traue sich seit ihrer Ausbildung viel mehr zu. „Letztens habe ich einfach selbst an meinem Motorrad geschraubt. Ich habe mir gesagt: Ich bin Handwerkerin, ich kann das“.

Ein Schub fürs Selbstvertrauen war auch die Wahl zur Miss Handwerk 2024. Auf den Titel folgten zahlreiche Messen und Veranstaltungen. „Die Zeit hat mir super viel gebracht“, sagt sie. Die Kontakte, die Community und das Gemeinschaftsgefühl – da habe ich „einfach so Bock darauf“, sagt sie.

Offene Zukunftspläne

Lea Marie hofft, mit ihrem Reisegewerbe ganz Deutschland abzukommen. Sie kenne auch einen Kollegen aus Portugal. „Das wäre ein Traum, da mal zu arbeiten“, sagt sie. Als nächstes gehe es jetzt aber erstmal nach Dänemark zu den EuroSkills und Ende September fliegt Lea Marie nach Ruanda, um dort ein gemeinnütziges Projekt zu unterstützen.

Ihre langfristigen Zukunftspläne hält sich Lea Marie aber noch offen. „Ich mache das jetzt, solange es mir Spaß macht und solange ich davon leben kann“, sagt sie. Vielleicht fühle sie sich dann auch eines Tages irgendwo so wohl, dass sie bleibt.

Weitere Einblicke in den Sozialen Medien

Wer Lea Marie auf ihrem Weg begleiten möchte, der kann ihr auf Instagram folgen (@zimmerin.leamarie). Dort teilt sie Einblicke in ihr Leben. „Es macht mir viel Spaß, den Alltag auf der Baustelle zu zeigen und mit der Community zu interagieren“, sagt sie. Sie hofft, mit Ihrem Account auch andere junge Leute und vor allem junge Frauen Mut zu machen, den Schritt ins Handwerk zu wagen. „Auch wenn man, vor allem als Frau, manchmal einen langen Atem haben muss - das Gefühl, ein richtiges Zuhause für andere Menschen gebaut zu haben, ist unbezahlbar“, sagt sie.

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3 Kommentare
TiiJay
23.10.2025

Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten seine Freiheit zu finden.

 

Ich hätte keine Lust auf die strengen Traditionen der Zünfte

HolzDone
18.09.2025

Eine  gute  Alternative für diejenigen für die es keine  Möglichkeit mehr  gibt  auf die Walz zu gehen  aber trotzdem  reisen.

Interessanter Artikel.

 

Philip Bucher
15.09.2025

Das Reisegewerbe als Alternative zur Walz zeigt, dass es im Handwerk viele Möglichkeiten gibt, Tradition und persönliche Freiheit zu verbinden. Das erinnert mich an Jannis (Zimmerer auf Reisen), der statt der Traditionellen Walz sich Zimmereien weltweit gesucht hat um dort zu arbeiten.

Gerade die vielen Möglichkeiten machen unseren Beruf so spannend!

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