Hitzewelle – so trotzt ihr dem Sommer auf dem Dach
Wer auf dem Dach arbeitet, hat den besten Blick – bekommt aber auch die volle Sonne ab. Gerade für Zimmerer und Dachdecker wird es im Sommer schnell kritisch. Denn die Kombination aus körperlicher Arbeit, direkter Sonneneinstrahlung und Hitze ist kein Zuckerschlecken und kann sogar zum Gesundheitsrisiko werden. Umso wichtiger ist es, optimal vorbereitet zu sei.
Früh starten, stark nachlassen
Ein guter Anfang ist die richtige Zeitplanung.
- Arbeitsbeginn in die frühen Morgenstunden legen
- Die Mittagshitze meiden
- Schwere Arbeiten wie Heben, Schleppen oder Schweißen möglichst morgens oder abends erledigen
- Pausen machen – statt einer langen Pause lieber mehrere kürzere Pausen einlegen. Wichtig: Bleibt in den Pausen im Schatten oder in einem kühlen Raum. Wer regelmäßig verschnauft, bleibt konzentrierter, leistungsfähiger und sicherer.
Technik nutzen
Besonders auf Steil- oder Flachdächern macht sich technische Unterstützung bezahlt:
- Sonnensegel, Zelte oder Überdachungen bieten Schutz vor direkter Strahlung
- Klimatisierte Fahrerkabinen in Fahrzeugen bringen Entlastung
- In Pausenbereichen sorgen Ventilatoren oder mobile Klimageräte für Abkühlung
- Auch schon einfache Schattenspender am Gerüst bringen Entlastung – gerade bei Montagearbeiten direkt unter der Sonne.
Auf die Organisation kommt es an
Ein gut organisierter Tag ist die halbe Miete:
- Kostenloses Trinkwasser bereitstellen
- An besonders heißen Tagen möglichst auf Überstunden verzichten
- Informiert Euch und Euer Team regelmäßige über Risiken und Symptome, Hitzeschutz und Erste Hilfe bei Sonnenstich oder Hitzeschlag
Das klingt selbstverständlich, wird aber oft unterschätzt. Schon leichte Dehydrierung führt zu Konzentrationsproblemen. Und wer erste Anzeichen von Hitzeschlag ignoriert, riskiert ernste Folgen und gefährdet nicht nur sich selbst.
Genug trinken, das richtige essen
- Legt immer wieder Trinkpausen ein. Ideal sind Mineralwasser, abgekühlte Tees und verdünnte Säfte – aber nicht zu kalt! Eiskalte Getränke können Magenbeschwerden verursachen und der Körper braucht zusätzliche Energie, um die Flüssigkeiten auf Körpertemperatur zu erwärmen.
- Auch wenn Hitze oftmals auf den Appetit schlägt, sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt wichtig. Bitte nicht zu schwer essen, sondern an heißen Tagen lieber auf leichte Kost setzen. Auch Salz ist wichtig, da das enthaltene Natrium beim Schwitzen aus dem Körper geschwemmt wird.
Die richtige Kleidung
- Leichte, helle und langärmelige Kleidung schützt am besten vor UV-Strahlung
- Kopfbedeckung, z. B. Kappe oder Hut, ist Pflicht – im besten Fall hast Du sogar einen Nackenschutz
- Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gehören in jede Werkzeugkiste – am besten gleich morgens eincremen und dann immer wieder nachschmieren.
- Für besonders heiße Tage kann auch Kühlkleidung helfen. Sie speichert Kälte und gibt sie langsam wieder ab – ideal für Arbeiten in der prallen Sonne.
Was muss der Chef tun?
Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, Schutzmaßnahmen bei Hitze zu ergreifen. Wird es zu heiß, darf auch „Hitzefrei“ verordnet werden, bis die Temperaturen wieder sinken. Wichtig: Hitzeschutz ist kein Bonus, sondern Vorschrift. Und zwar für alle auf dem Dach.
Fazit
Zimmerer und Dachdecker leisten bei Hitze Schwerstarbeit. Mit durchdachter Planung, technischen Hilfen und der richtigen Ausrüstung lässt sich die Sommerhitze auf dem Bau deutlich besser ertragen. Entscheidend ist, dass Arbeitgeber die Bedingungen ernst nehmen und regelmäßig prüfen. Denn gute Arbeit braucht keine Gluthitze – sondern gute Rahmenbedingungen.










Meint ihr Mitdenken bei der Bilder Wahl oder beim Verhalten auf dem Dach :-) :-)
vielleicht sollte es mal eine Kommentarfunktion geben die übersichtlicher ist wenn jemand auf einen Kommentar antwortet!
@zimmerertreff, Tipp von mir, vielleicht einfach Bild passend zum Thema wählen.
@wolfgang da hast du recht. Mitdenken hat noch nie geschadet 😊 Gute Tipps helfen manchmal trotzdem oder erinnern an nützliches 👍
@Flöru - das Bild ist nicht live aufgenommen 😊 wäre das heute würde Lukas stärker schwitzen 😅
Bin nun fast 47 auf dem Bau und jeden jahrtausendsommer ohne fremde Hilfe überlebt. Bitte entschuldigt, aber Selbstverantwortung und eigenes Denken ist hilfreich, und manche Erfahrung macht nicht dümmer und führt nicht gleich zum Tod.
Also bei 35⁰ und mehr hat doch keiner mehr einen Pullover an 😉 ( Titelbild )