Nützliche Tipps für den richtigen Holzschutz mit Farben und Anstrichen
1. Konstruktiver Holzschutz als Grundlage
Bevor Ihr überhaupt zu Farben und Anstrichen greift, spielt der konstruktive Holzschutz eine zentrale Rolle. Unter konstruktivem Holzschutz versteht man Maßnahmen, die bereits beim Planen, Bauen und Konstruieren eines Holzbauteils berücksichtigt werden, um das Material möglichst lange vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Dazu zählen:
- Überdachungen und Vordächer: Schützen Holzbauteile vor direktem Niederschlag.
- Vertikal montieren sorgt dafür, dass das Wasser schneller abläuft. Das verlängert auch die Haltbarkeit.
- Abtropfkanten und Gefälle: Sorgen dafür, dass Wasser schnell ablaufen kann, anstatt sich zu stauen.
- Vermeidung von direktem Erdkontakt: Besonders bei Holz im Außenbereich ist es wichtig, den direkten Bodenkontakt zu vermeiden, um Feuchtigkeitsschäden und Pilzbefall vorzubeugen.
Konstruktiver Holzschutz ist also die erste und wichtigste Maßnahme, um Holz vor Schäden zu bewahren. Farben und Anstriche sollten dabei immer als zusätzlicher Schutz betrachtet werden, der auf bereits gut geschütztes Holz aufgetragen wird.
2. Die Wahl des richtigen Holzschutzmittels
Auch wenn der konstruktive Holzschutz eine solide Basis bildet, braucht Ihr oft zusätzlichen Schutz in Form von Anstrichen. Besonders bei Holz im Außenbereich ist es wichtig, ein Produkt zu wählen, das es gegen UV-Strahlung, Feuchtigkeit und andere Witterungseinflüsse schützt. Wer auf Produkte bewährter Marken zurückgreift, macht nichts verkehrt.
- Lasuren: Dringen tief ins Holz ein und bewahren dessen natürliche Struktur. Ideal, wenn Ihr einen Schutz sucht, der das Holz atmungsaktiv lässt.
- Deckende Farben: Bieten einen stärkeren Schutz, decken die Holzstruktur aber vollständig ab. Perfekt für stark beanspruchte Flächen wie Fensterrahmen oder Türen.
3. Die richtige Vorbereitung des Holzes
Auch wenn konstruktiver Holzschutz umgesetzt wurde, bleibt die Vorbereitung der Oberfläche entscheidend. Das Holz sollte trocken, sauber und unbedingt angeschliffen sein, um eine optimale Haftung des Anstrichs zu ermöglichen. Das Schleifen ist wichtig, um bei gehobeltem Holz die Fasern zu öffnen, die Oberfläche zu vergrößern und somit insgesamt die Vernetzung / Verbindung zu verbessern. Am besten verwendet ihr dafür Fladderbürsten, die auch Fasen und Rundungen schleifen.
4. Schichtaufbau für langanhaltenden Schutz
Mehrere Schichten sorgen dafür, dass der Schutz stärker und haltbarer wird:
- Einmal allseitig grundieren: Verbessert die Haftung und schützt das Holz zusätzlich
- Zwischenschliff: Macht die Oberfläche glatter und sorgt für bessere Haftung der weiteren Schichten
- Einmal dreiseitig zwischenbeschichten
- Ein bis zweimal endbehandeln: Bietet den finalen Schutz vor UV-Strahlung, Feuchtigkeit und mechanischen Einflüssen.
- Schnittkanten nacharbeiten
5. Besonderheiten im Außenbereich beachten
Im Außenbereich ist das Holz ständig den Elementen ausgesetzt. Wählt daher einen Anstrich, der UV-beständig und witterungsfest ist. Wichtig ist auch, dass der Anstrich atmungsaktiv bleibt, um Staunässe und Schimmelbildung zu verhindern.
6. Regelmäßige Wartung ist wichtig
Trotz gutem konstruktiven Holzschutz und hochwertiger Farben ist regelmäßige Wartung sinnvoll. Überprüft Holzflächen, die besonders beansprucht werden, regelmäßig auf Schäden oder Abnutzung und erneuert den Anstrich bei Bedarf.
7. Umweltfreundliche Optionen wählen
Produkte mit geringem VOC-Gehalt (flüchtige organische Verbindungen) sind besser für die Umwelt und die Gesundheit. Besonders im Innenbereich ist es wichtig, auf Produkte mit wenig Schadstoffen zu achten.
Was bedeutet der VOC-Gehalt?
VOC steht für volatile organic compounds – flüchtige organische Verbindungen, die beim Verdampfen in die Luft gelangen und dort gesundheitsschädlich wirken können. Produkte mit hohem VOC-Gehalt setzen viele dieser Stoffe frei, was die Luftqualität beeinträchtigen und zur Luftverschmutzung beitragen kann.
Produkte mit niedrigem VOC-Gehalt sind nicht nur besser für Eure Gesundheit, sondern auch für die Umwelt. Besonders bei der Verarbeitung im Innenbereich solltet Ihr darauf achten, um ein angenehmes und schadstofffreies Raumklima zu gewährleisten.
Streichautomaten erleichtern die Arbeit
Bis das Holz fertig behandelt ist, sind einige Arbeitsschritte nötig. Wer das im großen Stil macht, dem kann ein Streichautomat, wie es ihn von der Firma Bruhn – Streichautomaten gibt, Abhilfe verschaffen. Damit wird der Anstrich sauber und schnell aufs Holz gebracht.
Fazit
Ein guter Holzschutz beginnt immer mit dem konstruktiven Holzschutz. Durch eine geschickte Planung und Ausführung lässt sich schon viel Schaden verhindern. Farben und Anstriche dienen als zusätzliche Schutzschicht, die das Holz weiter vor Witterungseinflüssen bewahrt. Achtet auf umweltfreundliche Produkte mit geringem VOC-Gehalt, um nachhaltig und gesund zu arbeiten.


















@Philip Hauptsache ist doch das es einen konstruktiven Holzschutz gibt, aber klar die Art spielt auch einen Rolle
Beim konstruktiven Holzschutz sollte man, meiner Meinung nach, die Wahl der richtigen Holzart nicht vergessen.