OSB richtig verlegt
Hi Jungs. Ich Hab eine Frage an die Kollegen.
In der vergangenheit habe Ich eigentlich immer bei Wandbeplankungen mit OSB auf mein rastermaß von 62.5 cm geachtet und die Platten logischerweise senkrecht auf der wand verschossen.
Ich bin jetzt seit etwa einem Jahr in einer anderen Firma die mein ganzes bild zerstört. Unsere OSB Platten haben jetzt ein Rastermaß von 67.5cm (1. Frage: Warum für was?) Und werden horizontal mit der Wand verschossen. Angeblich um Verschnitt zu sparen. (2. Frage: macht das wirklich sinn? Und hat das vieleicht etwas damit zu tun dass die Patten die wir jetzt haben N&F haben?)
Ich freue mich über jede hilfreiche Antwort. Danke Jungs und frohes schaffen:)

Das was du meinst mit dem Raster mas von 62,5cm kenne ich nur von den Großformatplatten die kleinen normalen mit n&f haben schon immer ein Maß von 67,5 an der schmalen Kante
so ist es zumindest in der Firma in der ich arbeite
Das ist davon abhängig, ob die OSB Beplankung auch der Aussteifung dient. Dann ist kein freier Plattentand zulässig, das bedeutet die Platten müssen am Stoß hinterlegt sein, also sind sie idealerweise geschosshoch und 1,25m breit bei einem 625er Raster oder Großformat über mehr Felder. Horizontale Verlegung mit Nut und Feder Platten ist als Aussteifung eben nicht zulässig, Nut und Feder schafft da auch keine kraftschlüssige Verbindung. Das geht eben nur bei nicht aussteifenden Wänden, alles andere ist Murks.
Freundliche Grüße aus
Bad Wimpfen
Soweit mir bekannt ist für die Vormontage von Wänden die Großformat Platten die dann von der Schwelle bis zum Rähm in einem Durchgehen. Für die Sparrenelemente in der Vorfertigung Kleinformat Platten, die dann auch für die Deckenbalkenlage genutzt werden.
Ein möglicher Grund für die horizontale Verlegung der OSB-Platten könnte die bessere Aussteifung der Wand sein. In vielen Fällen sorgt eine quer zur Tragkonstruktion angebrachte Beplankung für eine höhere Stabilität der gesamten Scheibe.
Wenn die Platten eine Länge von 2,50 m haben, passt das in ein Rastermaß von 62,5 cm. Dadurch lassen sich die Platten effizienter nutzen, und eventuelle Verschnitte können bei späteren Arbeiten weiterverwendet werden – sofern sie groß genug sind.
Gerade bei Sanierungsarbeiten wird oft mit kleineren Plattenformaten gearbeitet, da hier viele individuelle Anpassungen an Ecken, Kanten und bestehenden Bauteilen nötig sind. Das könnte ein weiterer Grund sein, warum sich unterschiedliche Betriebe für verschiedene Verlegeweisen entscheiden.
Zusätzlich spielt das Nut- und Feder-System (N+F) eine Rolle: Es sorgt für eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Platten und kann bei einer horizontalen Verlegung besonders gut zur Lastverteilung und Stabilität beitragen.
Letztlich kommt es auf die jeweilige Konstruktion, die statischen Anforderungen und den wirtschaftlichen Verschnitt an. Beide Methoden haben ihre Berechtigung – es hängt also vom jeweiligen Projekt und der betrieblichen Praxis ab, welche Variante sinnvoller ist.
Serwus,
kenne die Schmalen OSB Platten hauptsächlich für Balkenlagen, die gerade in Bestsndsgebäuden nicht im Rastermaß liegen, da macht das Sinn, evtl auch bei Innenwänden die nachträglich in Bestandsgebäuden eingezogen werden.
Bei tragenden Wänden in Ständer oder Tafelbauweise müssen Querstöße hinterlegt und befestigt werden, Da reicht auch N+F nicht, somit hat man idealerweise ein Plattenmaß das von Schwelle bis Rähm durchgeht um diese Arbeit zu vermeiden.