Abenteuer zwischen Anden und Pazifik - meine ersten Eindrücke aus Chile
Wer bin ich überhaupt?
Mein Name ist Jannis Grieb, ich bin 22 Jahre alt und komme aus dem schönen Süden von Deutschland. Seit Juli 2023 bin ich Zimmerergeselle. Mit dieser Reise erfülle ich mir meinen Traum, als Zimmerer die Welt zu entdecken und dabei neue Techniken kennenzulernen. Gleichzeitig möchte ich fremde Kulturen erleben und mit Handwerkern aus aller Welt in Kontakt kommen. Nachdem ich in Japan, Norwegen und Namibia war, bin ich aktuell in Chile unterwegs.
Von Namibia nach Chile- eine lange Reise...
...mit Umwegen. Nachdem mich mein größtes Weihnachtsgeschenk am 23.12. in Form eines Anrufes samt Zusage von Andrés aus Chile erreichte, machte ich mich, zu dieser Zeit noch in Namibia, sofort auf die Suche nach geeigneten Flügen direkt von Windhoek nach Santiago. Damit wollte ich mir den Heimflug nach Deutschland sparen. Leider hatte ich diesen Plan ohne meine Fluggesellschaft gemacht, die mir trotz FlexTarif meinen Flug nur mit minimalem Anteil erstatten wollte. Naja, lange Rede kurzer Sinn: Ich bin doch noch in den Genuss des wunderschön nasskalten Winters in Deutschland gekommen :)
Nach kurzem Aufenthalt in der Heimat ging es dann von Frankfurt über Sao Paulo/Brasilien in insgesamt 16 Flugstunden nach Santiago de Chile. Da meine Zieldestination ca. 800 km weiter im Süden liegt, ging es für mich noch am selben Tag mit dem Bus über Nacht weiter. Vom Terminal Sur, dem großen Busbahnhof in Santiago, aus hatte mir mein Chef Andrés schon einen komfortablen Platz in einem Bus gebucht. Erschöpft von den vielen Eindrücken wachte ich erst am nächsten Morgen pünktlich am Busbahnhof in Villarrica wieder auf, wo mich Andrés herzlich empfing.
Bild 1: Anflug auf Santiago de Chile
Bild 2: Weiter geht's von Sao Paulo nach Santiago
Meine Ankunft bei Tronconoble in Villarrica
Gleich zu Beginn zeigte mir Andrés die Firma, stellte mir alle Mitarbeiter vor und ich fühlte mich hier sofort wohl. Momentan ist noch ein zweiter Zimmerer aus Frankreich hier, mit dem ich auch in nächster Zeit zusammenarbeiten werde und der Englisch spricht... Es soll ja Leute geben, die etwas Spanisch lernen, bevor sie nach Südamerika reisen. Zu dieser Gruppe würde ich mich nicht zählen. Obwohl ich im Moment Spanisch lerne, ist die Kommunikation noch etwas schwierig, da der ein oder andere kein Englisch spricht. Kleiner Tipp an dieser Stelle für alle, die vorhaben, nach Südamerika zu reisen: Lernt wenigstens fünf Sätze Spanisch!
Danach konnte ich den Tag über erstmal ausruhen, bevor ich abends noch zum gemeinsamen Grillen und Kennenlernen eingeladen wurde. Am nächsten Tag gings dann auch schon mit einem kleinen "Einstiegsprojekt" los...
Titelbild: Quentin und ich beim Bau des Tiny Houses
Bild 3: Mit dem Reisebus gings vom Terminal Sur weiter Richtung Süden
Bild 4: Mein erstes Projekt bei Tronconoble: Der Bau einer Holzbox an ein bestehendes Tiny House
Mein Alltag hier in Chile
Gearbeitet wird hier von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr, um 10 Uhr gibt es eine kurze gemeinsame Kaffeepause.
Um 13.00 Uhr ist dann die große Mittagspause, wobei wir auch diese gemeinsam verbringen. Dies sorgt für einen wahnsinnig guten Zusammenhalt im Team, weshalb ich mich nach knapp 3 Wochen im Team super wohl fühle und man sich untereinander schon sehr gut kennt.
Um 17.30 ist dann Feierabend. Für uns sehr geschickt, ist die Unterbringung direkt auf dem Grundstück, die uns sowohl am Morgen als auch am Abend einen langen Weg von/zur Arbeit erspart.
Bild 6: Villarrica mit Aussicht auf den gleichnamigen Vulkan Villarrica
Bild 8: Ausflug mit dem Bus
Was gibt es zu tun?
Man könnte sagen einiges :) Um konkreter zu werden: Bei mir geht's in nächster Zeit hauptsächlich um das Thema Tiny House. Zusammen mit Quentin, dem französischen Zimmerer, werde ich ein gesamtes Tiny House von der Bodenplatte bis zur Einbauküche bauen. Ich möchte aber nicht zu viel verraten, darum soll es nämlich im nächsten Blog gehen.
Bild 5: Quentin, ein französischer Zimmerer, bei der Arbeit
Bild 7: Das erste Material fürs Tiny House kommt an
Vorschau
Wie baut man ein Tiny House in Chile? Was für Material verwenden wir hier und was machen wir hier eigentlich nach Feierabend?
Diese und weitere Fragen werde ich im nächsten Blogbeitrag beantworten.
Wer nicht auf den nächsten Blog warten möchte oder gerne noch mehr Einblicke in meinen Arbeitsalltag bekommen mag, kann mir gerne auf Instagram zimmerer.auf.reisen folgen
Zünftige Grüße und bis zum nächsten Mal
Euer
Jannis

















