5 Fragen an Dachdecker Weiß
Hinter dem Instagram Account @dachdeckerweiss steckt der 45-jährige Vollblut Dachdecker Marco Weiß. Als Ausgleich zu den luftigen Höhen vertreibt sich Marco seine Zeit zusammen mit seinem Sohn am liebsten am Wasser beim Fliegenfischen, das geht im Harz natürlich perfekt. Wann immer es möglich ist, arbeitet er nur 4 Tage die Woche, um am Wochenende gerne auch mal spontan mit ihrem Camper die Nachbarländer zu erkunden. Eins war uns direkt klar: Still sitzen ist für Weiß nichts!
Wir wollten noch viel mehr über Marcos Arbeit wissen und haben ihm 4 Fragen gestellt.
DT: „Wie bist du zu dem Beruf gekommen?"
Marco: „Mein Vater war auch Dachdecker und dabei hatte ich auch das erste Mal Kontakt mit dem Beruf. Und dann war der Ablauf eigentlich ganz klassisch: Schulpraktikum beim Vater im Betrieb, Volltreffer gelandet und die Lehre angefangen. Um ehrlich zu sein habe ich auch nie in einen anderen Beruf reingeschaut, kann mich aber im Nachhinein auch nicht klagen, denn ich war immer zufrieden mit meiner Berufswahl.“
DT: „Wo hast du deine Handwerkskunst gelernt?"
„Das kann man so pauschal nicht sagen. Gelernt habe ich 1996 und bin seit 2009 bin ich als Dachdecker selbstständig und habe davor in vier Betrieben allerlei Erfahrungen gesammelt. Die Altgesellen damals haben mir insbesondere das Arbeiten mit Schiefer von der Pike auf beigebracht. Beim Schieferdecken da gibt´s halt auch keine Maschine, die das für einen macht. Das ist alles Handarbeit.“
DT: „Mit welchem Material arbeitest du am liebsten?"
Marco: „Ganz klar Schiefer! Mit Schiefer decken tu´ ich einfach am liebsten und das mache ich auch mit Herzblut. Was mir wirklich liegt ist die Denkmalpflege und komplexere Blechner Arbeiten mit Blei, da fuchs ich mich dann auch richtig rein und will, dass es perfekt wird. Ein Ziegeldach habe ich das letzte Mal glaube ich vor 5 Jahren gemacht und da bin ich auch nicht böse drum“
DT: „Gibt es ein Lieblingsprojekt? Wenn ja, welches und warum?"
Marco: „Ja, das hat aber tatsächlich nichts mit Schiefer zu tun. Letztes Jahr habe ich die Kirche in Hahnenklee bei uns gemacht. Das war auch ein Bärenaufwand mit der ganzen Organisation, da das ein sechsstelliges Projekt war. Dadurch das die Kirche bei mir in der Heimat steht und dazu noch weltbekannt ist, bin ich besonders stolz drauf. Ein absolutes Herzensprojekt von mir!“
DT: „Möchtest du den jungen Leuten noch was mitgeben?"
Marco: „Wenn ihr Bock auf eine eine Ausbildung als Dachdecker habt, dann macht das und rockt das Ding! Wir brauchen qualifizierte Leute, die auch Lust haben etwas zu lernen. In meinem Alter möchte ich den ganzen jungen Leuten noch mitgeben, passt auf euch auf und vor allem auch auf unsere Gesundheit. Gehörschutz und Schutzbrille sind nie ein Fehler. Ich war früher auch nicht anders und habe oft leichtsinnig gehandelt. Heute denke ich darüber anders. Trotz alle dem bin ich zufrieden mit meinem Leben und vor allem mit meiner Berufswahl!“

















