Holzbau in Norwegen: Rückblick auf eine lehrreiche Zeit
Ein letzter Norwegen-Blog
In diesem kurzen letzten Blogbeitrag aus Norwegen werde ich nochmals einige Eindrücke von dort mit euch teilen und die Reise Revue passieren lassen. Bevor es damit aber losgeht, gibt es nochmal bisschen was Fachliches zum Thema skandinavische Holzfassaden. Das meiste "Neue" hab ich euch in den letzten beiden Beiträgen schon erzählt, deshalb heute kurz und knackig. Genug der großen Worte, los gehts!
skandinavische Holzfassaden
Jeder kennt die typisch skandinavischen Holzfassaden und genau so eine, wie soll’s auch anders sein, soll an das Haus auf Engeløya. Erstmal gings zu unserem Baustoffhändler des Vertrauens: Byggern. Neben der auch in Deutschland üblichen Lattung kauften wir ebenfalls die Fassadenbretter aus nordischer Kiefer. Diese sind, im Gegensatz zu Deutschland, noch kesseldruckimprägniert.
Nachdem das Haus eingelattet war, gings los mit der Boden-Deckelschalung, welche mit ganz normalen Maschinennägeln angeschossen wurde. Der einzige tricky Teil waren die Fensterdetails. Hier verbauten wir Alubeschläge, um das Wasser vom Holzfenster fern zu halten (s. Bild 2 u. Bild 3)
Norwegen typisch gestrichen wird die Fassade dann im nächsten Jahr, wenn das Holz sich an die klimatische Umgebung angepasst hat.
Der krönende Abschluss oder auch Sahnehäubchen genannt, war der Balkon, den wir in der letzten Woche bauen durften. Um störende Pfosten zu vermeiden, versuchten wir die Last über die Wand abzuleiten. Das Ergebnis kann sich, meiner Meinung nach, echt sehen lassen, womit wir auch schon zu meinem Reiserückblick kommen:
Rückblick auf 10 eindrucksreiche Wochen
Wie so oft hat alles mal ein Ende, so auch meine Zeit in Norwegen. Wie auch in Japan trete ich mit vielen neuen Eindrücken und um einige Erfahrungen reicher die Heimreise an und kann mit gutem Gewissen sagen: Es hat sich gelohnt! Auch wenn der Holzbau, ihr habt es in den Blogbeiträgen vielleicht schon gemerkt, nicht so exotisch war, wie in Japan, so habe ich trotzdem viel Neues gelernt. Besonders spannend war für mich das Arbeiten mit Wind und Wetter und die daraus resultierende Zeitplanung. Auch die spektakuläre Natur in Hinblick auf die Mitternachtssonne und die Polarlichter haben mir meine Zeit dort oben versüßt. Ein großes Dankeschön gilt meinem Chef Thomas und dem Bauherr Martin, mit denen ich auch außerhalb der Arbeit beim Wandern, Angeln etc eine unvergessliche Zeit hatte. Für mich geht es nun wieder 3000km Richtung Süden um dort das nächste Abenteuer zu beginnen.
Vorschau
Im nächsten Blog geht es dann in den globalen Süden, wo mich eine Zimmerei mit einer besonderen Spezialisierung erwartet. Seid also gespannt! Wer noch mehr über meinen (Berufs)Alltag erfahren möchte, kann mir gerne auf Instagram folgen.
Zünftige Grüße
Jannis Grieb















