Fachthemen
Jannis Grieb
23.10.2024

Holzbau in Norwegen: Rückblick auf eine lehrreiche Zeit

Wie entsteht eine typisch skandinavische Holzfassade und welches Material wird dafür eingesetzt? Außerdem werde ich auf meine Reise nach Norwegen zurückblicken und meine Eindrücke und Erfahrungen zusammenfassen, bevor es im nächsten Blog in ein neues Land geht.
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Ein letzter Norwegen-Blog

In diesem kurzen letzten Blogbeitrag aus Norwegen werde ich nochmals einige Eindrücke von dort mit euch teilen und die Reise Revue passieren lassen. Bevor es damit aber losgeht, gibt es nochmal bisschen was Fachliches zum Thema skandinavische Holzfassaden. Das meiste "Neue" hab ich euch in den letzten beiden Beiträgen schon erzählt, deshalb heute kurz und knackig. Genug der großen Worte, los gehts!

 

skandinavische Holzfassaden

Jeder kennt die typisch skandinavischen Holzfassaden und genau so eine, wie soll’s auch anders sein, soll an das Haus auf Engeløya. Erstmal gings zu unserem Baustoffhändler des Vertrauens: Byggern. Neben der auch in Deutschland üblichen Lattung kauften wir ebenfalls die Fassadenbretter aus nordischer Kiefer. Diese sind, im Gegensatz zu Deutschland, noch kesseldruckimprägniert. 

Nachdem das Haus eingelattet war, gings los mit der Boden-Deckelschalung, welche mit ganz normalen Maschinennägeln angeschossen wurde. Der einzige tricky Teil waren die Fensterdetails. Hier verbauten wir Alubeschläge, um das Wasser vom Holzfenster fern zu halten (s. Bild 2 u. Bild 3)

Norwegen typisch gestrichen wird die Fassade dann im nächsten Jahr, wenn das Holz sich an die klimatische Umgebung angepasst hat. 

Der krönende Abschluss oder auch Sahnehäubchen genannt, war der Balkon, den wir in der letzten Woche bauen durften. Um störende Pfosten zu vermeiden, versuchten wir die Last über die Wand abzuleiten. Das Ergebnis kann sich, meiner Meinung nach, echt sehen lassen, womit wir auch schon zu meinem Reiserückblick kommen:

 

Rückblick auf 10 eindrucksreiche Wochen

Wie so oft hat alles mal ein Ende, so auch meine Zeit in Norwegen. Wie auch in Japan trete ich mit vielen neuen Eindrücken und um einige Erfahrungen reicher die Heimreise an und kann mit gutem Gewissen sagen: Es hat sich gelohnt! Auch wenn der Holzbau, ihr habt es in den Blogbeiträgen vielleicht schon gemerkt, nicht so exotisch war, wie in Japan, so habe ich trotzdem viel Neues gelernt. Besonders spannend war für mich das Arbeiten mit Wind und Wetter und die daraus resultierende Zeitplanung. Auch die spektakuläre Natur in Hinblick auf die Mitternachtssonne und die Polarlichter haben mir meine Zeit dort oben versüßt. Ein großes Dankeschön gilt meinem Chef Thomas und dem Bauherr Martin, mit denen ich auch außerhalb der Arbeit beim Wandern, Angeln etc eine unvergessliche Zeit hatte. Für mich geht es nun wieder 3000km Richtung Süden um dort das nächste Abenteuer zu beginnen.

 

Vorschau  

Im nächsten Blog geht es dann in den globalen Süden, wo mich eine Zimmerei mit einer besonderen Spezialisierung erwartet. Seid also gespannt! Wer noch mehr über meinen (Berufs)Alltag erfahren möchte, kann mir gerne auf Instagram folgen.

Zünftige Grüße

Jannis Grieb

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4 Kommentare
Gerhard Poindl
02.11.2024
Mich würde interessieren ob es in Norwegen oder speziell in den Nördlichen Ländern Sonnenschutz als Rollläden oder Raffstore gibt. Da auch bei diesem Haus keiner ist. LG Gerhard 
Philip Bucher
01.11.2024
Solche Erfahrungen sind sicher Gold wert!  Das Arbeiten an so einem tollen Ort hat sicher viel Spaß gemacht.
Diet Fei
27.10.2024
Gute Arbeit. Zünftige Grüße 
Benni
25.10.2024
Wir sind schon ganz gespannt, wohin es dich als nächstes verschlägt, lieber Jannis. Egal wohin - maximale Erfolge, tolle Eindrücke, tolle Fotos und einfach eine wunderschöne Zeit. Gruß aus dem Illertal  
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