Wohnraumerweiterung: Aufstockung mit Laserscann-Aufmaß
Wohnraumerweiterung
Der Klassiker: Geringe Kniestockhöhen, steile Dachneigung - Der Dachstuhl war als Wohnraum kaum nutzbar, daher wurde sich für eine Aufstockung in Holzrahmenbauweise entschieden. Ein schönes Projekt, bei dem es einige Herausforderungen zu meistern gab.
In etlichen Vorgesprächen wurde mit dem Statiker eine Lösung gesucht, die Lasten der geplanten Dachkonstruktion nach unten in die Fundamente zu führen. Dabei war die schmal dimensionierte Fachwerkkonstruktion der unteren Geschosse ein Hindernis. Zudem sollten tragende Wände raus, um die Räume anders zu nutzen. Dafür mussten im ersten Zug ein paar statische Ertüchtigungen erledigt werden. Stahlstützen und Unterzüge mussten her um der Aufstockung einen sicheren Stand zu ermöglichen.
Vorteile des Holzbaus
Für diese Projekte ist der Holzbau bestens geeignet. Die Konstruktionsweise bietet einige Vorteile:
1. Geringes Gewicht: Holz ist im Vergleich zu anderen Baumaterialien wie Beton oder Stahl deutlich leichter. Dies reduziert die Belastung der bestehenden Struktur und ermöglicht oft eine einfachere und kostengünstigere Planung.
2. Schnelle Bauweise: Holzbauweise ermöglicht eine zügige Montage. Die vorgefertigten Elemente können schnell aufgestellt werden, was die Bauzeit erheblich verkürzt. Im Falle dieser Aufstockung war so das Haus von oben schnell wieder dicht.
3. Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und hat eine geringere CO2-Bilanz als viele andere Materialien. Der Einsatz von Holz trägt somit zu einer umweltfreundlicheren Bauweise bei.
4. Gute Dämmungseigenschaften: Holz hat hervorragende natürliche Dämmeigenschaften, was zu einem besseren Energieverbrauch und einem angenehmeren Raumklima führt.
5. Weniger Bauabfall: Durch die präzise Vorfertigung und die Möglichkeit, Holzreste wiederzuverwenden, entsteht weniger Abfall während des Bauprozesses.
Aufmaß mit dem Laserscanner
Der Bestand war vor dem Rückbau sehr unübersichtlich, verschachtelt und an das Nachbargebäude angebaut. Beim Aufmaß für die Arbeitsvorbereitung haben wir deshalb wieder auf den Laserscan gesetzt. Mathias Weidinger (Laserscanning Bayern GmbH) hat uns hier im April das Aufmaß erstellt, danach wurde im CAD mit SEMA die neue Aufstockung konstruiert. So konnten wir auch visuell sehr gut die Detailfragen mit der Bauherrschaft besprechen, dies ist deutlich einfacher als auf Grundlage von 2D-Zeichnungen der Architekten. Erfahrungsgemäß kann man auf diese Weise schon im Voraus fast alle Überraschungen ausschließen.
Wir würden nicht mehr drauf verzichten wollen, frei nach dem Motto: Traditionelles Handwerk, moderne Technik!









