Zimmerer-Treffpunkt
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22.06.2024

Wie ist die Auslastung und Stimmung in den Zimmereien? Die Juni-Umfrage

Baukrise, Rezession, hohe Bauzinsen und in den Medien nur schlechte Nachrichten. Die Aussichten scheinen nicht gut zu sein. Doch spricht man mit Zimmerern hört man meistens von vollen Auftragsbüchern und ganz anderen Sorgen. Unsere neue Umfrage gibt einen Einblick in die Stimmung der Branche. Erfahre hier wie es deinen Berufskollegen aktuell geht.
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Die aktuelle Stimmungslage 

645 Teilnehmer haben Anfang Juni auf Instagram abgestimmt. Die Umfrage zeigt die aktuelle Situation der Zimmereien im DACH-Raum. Von der Auftragslage über Personalprobleme bis hin zu den Auswirkungen des Wetters – hier sind die Ergebnisse im Detail.

Auftragslage: Überwiegend positiv

Auf die Frage „Wie ist die Auftragslage in der Zimmerei?“ gaben 53% der Befragten an, dass sie gut bzw. optimal ausgelastet sind. 40% berichteten von zu viel Arbeit, während nur 7% zu wenig Aufträge haben. Dies zeigt, dass die Mehrheit der Zimmereien aktuell eine stabile Auftragslage hat.

Ausblick: Volle Auftragsbücher bis Jahresende

Eine weitere Frage zielte darauf ab, wie lange die Zimmereien im Voraus ausgelastet sind. Hier antworteten 61% der Befragten, dass sie bis zum Jahresende voll ausgelastet sind. 34% sind für die nächsten 1 bis 4 Monate gut gebucht, und nur 5% haben eine kurzfristige Auslastung von weniger als einem Monat. Dies unterstreicht die positive Geschäftslage für die meisten Betriebe.

Herausforderungen: Personalmangel und Bürokratie

Die größte Herausforderung bleibt der Fachkräftemangel. 58% der Umfrageteilnehmer gaben an, dass der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern ihr größtes Problem darstellt. Weitere 31% sehen die Bürokratie als großes Hindernis, während nur 3% über zu wenige Aufträge klagen. Ein kleiner Teil von 8% sieht hingegen keine der genannten Probleme als belastend an.

Schlechtes Wetter bremst Zimmereien aus

Das schlechte Wetter in den letzten Monaten hatte ebenfalls Auswirkungen auf die Zimmereien. 41% der Befragten berichteten, dass sie viel Zeit aufgrund der Witterungsverhältnisse verloren haben, während 42% angaben, kaum Zeit verloren zu haben. 17% der Zimmereien wurden überhaupt nicht beeinträchtigt.

Einblick in die täglichen Herausforderungen

Auf die offene Frage "Was ist aktuell das größte Problem in der Zimmerei?" hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre größten aktuellen Probleme zu schildern. Häufig genannte Themen waren neben dem Wetter und dem Fachkräftemangel auch steigende Kosten für Material und Löhne, Nachwuchssorgen und der Mangel an bezahlbaren Gewerbeflächen. 

Fazit:

Die Umfrage zeigt, dass die Zimmereien im DACH-Raum überwiegend gut ausgelastet sind und eine positive Geschäftslage haben. Gleichzeitig sind Fachkräftemangel und bürokratische Hürden weiterhin große Herausforderungen. Auch das Wetter hat in den letzten Monaten einen großen Einfluss auf die Branche gehabt. Das Jahr ist schon wieder zur Hälfte vorbei, wir sind gespannt auf die zweite Jahreshälfte.

Wie ist deine Meinung?

Wie siehst Du die aktuelle Lage? Wie denkst Du entwickelt es sich im zweiten Halbjahr? Schreibe es in die Kommentare unter diesem Blog.

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7 Kommentare
Christoph Solbach
28.06.2024
Ich denke wir alle könnten dringend Fachkräfte brauchen 
Rene Zientek
27.06.2024
Also wir sind schon Ende 2025 mit unseren Aufträgen. Der Laden brummt! Und die Leute müssen Geld verdienen ohne Ende! 
Rene Zientek
27.06.2024
Also wir sind schon Ende 2025 mit unseren Aufträgen. Der Laden brummt! Und die Leute müssen Geld verdienen ohne Ende! 
Holzi
27.06.2024
In unserem Betrieb ist die Auslastung relativ hoch, welches leider daran liegt, dass wir zu wenige sind, aber halt nicht übertrieben hoch. Aktuell sind wir 3 Angestellte, plus 1 Subunternehmer. Unter uns Angestellten gibt es einen Hilfsarbeiter und der Subunternehmer ist auch ein Hilfsarbeiter. Das macht Nacht Adam Riese 2 Zimmerer, plus unser Chef, als Zimmerermeister, der immer mit uns auf Baustelle geht und mit macht. Die Stimmung im Betrieb und auf Baustelle ist gut. Meinem Chef ist ein gutes Arbeitsklima mit Arbeit auf Augenhöhe sehr wichtig und er legt viel Wert auf Menschlichkeit, Kommunikation, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und so weiter. Er lässt uns auch an den ganzen Kram teilhaben, wenn es um neue Baustellen oder Probleme gibt, mit denen er sich rumschlagen muss. Natürlich wäre es super, wenn wir neue Kollegen bekommen würden, weil es unsere Arbeit ungemein erleichtern würde, aber die Realität sieht leider so aus, dass sich wenige Zimmerer und Dachdecker bei uns bewerben. Aber, ich habe noch Hoffnung, dass sich das bald ändern wird. Wegen dem Fachkräftemangel im Handwerk ist es zum einem Teil ein hausgemachtes Problem der Handwerksbetriebe, weil es nun mal Arbeitgeber gibt, die ihre Mitarbeiter verheizen, wie Dreck behandeln, sich nicht an die Fürsorgepflicht halten und einen scheiß auf die Sicherheit ihrer Mitarbeiter geben, wie ich es bei meiner letzten Arbeit schmerzlich erfahren durfte und zum anderen Teil ist es ein hausgemachtes Problem durch die verfehlte Politik der Regierung und die immense Bürokratie, mit denen sich die Arbeitgeber beschäftigen müssen. Ein anderes Problem für den Fachkräftemangel im Handwerk ist der, dass den Kindern schon in der Schule eingetrichtert wird, dass sie ihr Abi machen und studieren sollen, damit aus denen etwas wird und das Handwerk an sich nicht mehr an den Schülern herangeführt wird. Dementsprechend entwickeln viele Schüler eben kein Interesse am Handwerk. In meiner Schulzeit damals haben die Lehrer uns das Handwerk immer herangeführt. Es gab Praktikas, bei denen wir in einem Bildungszentrum im Bereich Holzbearbeitung waren und uns somit schon ein paar Kenntnisse aneignen konnten und somit wurde bei einigen von uns das Interesse am Handwerk geweckt. Damals, in meiner Lehre, waren neben mir, noch ca. 7 weitere, die mit mir 2006 die Zimmererlehre begonnen haben. Weit mehr, als es heute zum Teil ist. Was will ich damit sagen? Es muss sich grundlegend etwas ändern. Zum einen in der Politik und zum anderen bei den Arbeitgebern. Denn, es steht und fällt mit den Arbeitskollegen und Arbeitgebern. Denn der Lehrling ist nur so gut, wie sein Meister. Außerdem sollte davon weggegangen werden, die Schüler so zu manipulieren, dass sie unbedingt studieren und stattdessen denen das Handwerk wieder heranführen sollen. Denn ohne dem Handwerk geht es nun mal nicht. Das Handwerk hat so viele Gewerke und ist sehr alt und das Handwerk ist meiner Meinung nach der Stützpfeiler unserer Gesellschaft. Bricht das Handwerk weg, entwickelt sich die Gesellschaft noch weiter zurück, bis es dann zu einem kompletten stillstand kommt, weil alle nur studiert haben und es an Handwerkern fehlt. 
Zimmerer - Treffpunkt
23.06.2024
@Tristan, danke! Freut uns, wenn wir damit weiterhelfen können 👍
Tristan Gladisch
22.06.2024
Super mal so einen Überblick zu bekommen und natürlich auch super das es so positiv ist 👍🏻
Manko
22.06.2024
Brummt😉✊
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