„Internationaler Meister“: Experteneinsatz weltweit
Auf die Idee, Internationaler Meister zu werden, brachte mich die Frage: “Wie kann ich als Handwerksmeister meine Fähigkeiten und Fachwissen in der Entwicklungszusammenarbeit einbringen?”
Mit der berufsbegleitenden Fortbildung zum Internationalen Meister/-in an der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main fand ich die Antwort auf meine Frage. Zusammen mit anderen Handwerksmeistern verschiedener Gewerke, wurde ich von unterschiedlichen Dozenten auf projektbezogene Auslandseinsätze im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit vorbereitet.
Internationales Projektmanagement, Berufsbildungssysteme im Ausland, Arbeiten in fragilen Staaten und interkulturelle Kompetenzen: All das sind Lehrinhalte, die ich im zehnmonatigen Kurs vermittelt bekommen habe. Anschließend stand ein Praxiseinsatz in einem Projekt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit an.
"Weil Wissen die Grundlage von guten Entscheidungen ist."
Im Rahmen einer Berufsbildungspartnerschaft habe ich einen Holzbau-Lehrgang mit 15 jungen Erwachsenen in dem afrikanischem Land Sambia durchgeführt. Für die seinerzeit sich im Aufbau befindliche Berufsschule, wurden zwei überdachte Sitzgruppen gebaut, an denen wir verschiedene Verbindungen geübt und integriert haben. Mit dem Mix aus Theorie und Praxis konnten erlernte Berechnungsmethoden direkt angewendet werden. Sehr spannend für die Teilnehmer war das richtige und fachgerechte Anwenden von Werkzeugen und elektrischen Handmaschinen. Für die meisten Teilnehmer war es das erste mal, so intensiv mit Holz gearbeitet zu haben. Die Bemühungen ein gutes Ergebnis zu erzielen war bei allen sehr hoch.
Natürlich ist nicht alles so einfach umsetzbar wie in der heimischen Werkstatt, doch mit etwas Improvisation an der ein oder anderen Stelle konnten kleinere Hindernisse wie fehlende Arbeitsmittel oder nicht optimales Material gemeistert werden.
Am Ende zählt, das eigene Wissen zu teilen, in zufriedene Gesichter zu schauen und jungen Menschen etwas mitzugeben, was diese nun in irgendeiner Weise in ihren Alltag integrieren können.
Das Know-how des deutschen Handwerks ist international gefragt und kann überall zu nachhaltiger Bildung beitragen. „Mit kleinen Mitteln kann man viel verändern.“











