Mein Start der Meisterschule am BuBiZA Kassel
Rückblick:
Ich habe im vergangenen Sommer meine Ausbildung zum Zimmermann erfolgreich beendet. Schon länger stand für mich fest, dass ich zeitnah nach der Ausbildung die berufliche Höherqualifizierung zum Meister im Zimmerhandwerk erlangen möchte. Mir persönlich macht es unwahrscheinlich viel Spaß Wissen aufzusaugen und mich weiterzubilden. Es soll in diesem Beitrag nicht darum gehen, ob es sinnvoll ist oder nicht kurz nach der Ausbildung die Meisterschule zu besuchen, denn das muss im Endeffekt jeder unter Berücksichtigung der individuellen Beweggründe für sich selbst entscheiden. Ich habe diese Entscheidung für mich getroffen und könnte aktuell nicht glücklicher sein, denn im Februar ging es dann endlich los in Kassel.
Jetzt gehts los!:
Anfang Februar war es dann so weit. Ich bin von Duderstadt nach Kassel gezogen. Begonnen haben wir mit dem Vorbereitungskurs für Teil IV, der Ausbildereignungsprüfung. Inhalt dieses Kurses sind rechtliche und pädagogisch wertvolle Grundlagen, die am Ende dazu befähigen Azubis ausbilden zu dürfen. Der Unterricht hat mir bisher sehr viel Spaß gemacht, denn man merkt direkt von Beginn an, dass man am Bubiza in guten Händen ist! Die Dozenten sind sehr fähig und lassen die Schüler an ihrer jahrelangen Erfahrung teilhaben. Eine interaktive Gestaltung und der stetige Austausch zwischen Lehrern und Schülern ist dem Fortschritt des Unterrichts sehr zuträglich. Moderne Anpassungen die hauptsächlich durch Corona zustande gekommen sind, wie zum Beispiel digitale Klassenräume in Microsoft Teams, ermöglichen es, jederzeit und überall auf online bereitgestelltes Lehrmaterial zuzugreifen. Den Unterricht nach der Schule nachzuarbeiten, fällt somit besonders leicht. Schüler, die auf Grund von Krankheit ausfallen, bleiben somit auch nicht auf der Strecke. Des weiteren sind die übrigen Schüler sehr offen und es fällt selbst mir als eher introvertierter Typ einfach, gute Kontakte zu knüpfen. Das Gefühl mit der Klassengemeinschaft ein und dasselbe Ziel zu verfolgen und sich gegenseitig auf dem gemeinsamen Weg dorthin zu unterstützen, macht einfach nur Spaß!
Ende Februar war dann auch schon die Abschlussprüfung für den Teil IV. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Für alle die sich fragen, wie denn so eine praktische Prüfung im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung aussehen kann: Man bereitet eine Unterweisung vor, welche man dann mit einem Partner (der den Azubi spielt) vorstellt. Inhalt der Unterweisung muss im Ausbildungsrahmenplan zu finden sein, kann aber unter Berücksichtigung dieser Voraussetzung frei gewählt werden. In der Prüfung hat man dann 15 Minuten Zeit, seinem Azubi das gewählte Thema beizubringen. Dazu sollte man die im Unterricht behandelten Methoden zur Ausbildung berücksichtigen. Anschließend folgt noch ein Fachgespräch.
Groß war die Freude dann, als ich danach erfahren habe, dass ich Teil IV bestanden habe! Dies wurde im Anschluss zusammen mit den Klassenkameraden mit 1-2 Bierchen gefeiert. Wie gesagt, der Zusammenhalt ist deutlich spürbar und es macht einfach Spaß.
Ausblick und Abschied:
Der nächste Unterrichtsblock handelt sich um Teil III, den kaufmännischen Teil der Meisterprüfung. Ich werde euch hier immer mal wieder auf dem Laufenden halten. Wenn ihr fragen habt zu meinen Erfahrungen hier am Bubiza, dann schreibt mir gerne! Mich interessiert auch, ob ihr vorhabt, die Meisterschule zu besuchen, oder ob ihr es sogar schon hinter euch habt und wie euch die Zeit im Gedächtnis geblieben ist.
Also dann, bis zum nächsten Update!
Zünftige Grüße
Yannick













