Ausbildungsbotschafter - was ist denn das?
Anmeldung durch meinen Betrieb
Da auch mein Chef etwas verändern wollte hat er mich für eine Schulung zur Ausbildungsbotschafterin angemeldet.
Ich war einen Tag lang an einem Workshop der HWK Konstanz teilgenommen. An dem Tag habe ich alles gelernt, was man für den Vortrag in den Schulklassen wissen sollte und was für die Lehrstellensuche wichtig ist. Es gibt eigentlich nur eine Grundvoraussetzung: Azubi sein.
Was macht ein Ausbildungsbotschafter?
Ein Ausbildungsbotschafter geht an Schulen und Messen, stellt seinen Beruf vor und überzeugt junge Menschen von einer Ausbildung - in meinem Fall - zum Zimmermann. Das ganze ist eine Initiative aus Baden-Württemberg und geht aus dessen Ausbildungsbündnis hervor.
Deutschlandweit zeigen aber immer mehr Handwerkskammern Interesse an diesem Projekt.
In anderen Bundesländern gibt es aber vergleichbare Programme, die das gleiche Ziel haben: Junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern!
Wie läuft ein Einsatz als Ausbildungsbotschafter ab?
Bei so einem Einsatz ist meist ein Vor- oder Nachmittag an einer Schule gemeint, bei dem man ein bis zwei Schulklasse seinen Beruf vorstellt. Am besten kann ich euch das glaube ich am Beispiel von meinem letzten Vortrag erklären.
Erstmal stelle ich mich kurz vor, dann erzähle ich was über meinen Betrieb, am Schluss noch etwas zum Ablauf der Ausbildung und den Karrieremöglichkeiten. Während dem Vortrag (Power Point) zeige ich sehr gerne Bilder und lasse die Schüler auch selber etwas machen, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann eine Dreiviertelstunde am Stück zuzuhören. Hammer, Holz und Nägel - so macht jeder mit!
Was bringt ein Ausbildungsbotschafter einem Betrieb?
Bei seiner Präsentation darf man natürlich auch - wie schon erwähnt - seinen Betrieb vorstellen und so kann man auch über den Ausbildungsbotschafter neue Azubis finden. Bei meinem letzten Einsatz als Ausbildungsbotschafterin wurde ich gefragt, ob wir auch Ferienjobber nehmen und zeitgleich habe ich die Gunst der Stunde auch genutzt unsere Teilnehme beim GirlsDay anzupreisen.
Vielleicht fängt einer der Praktikanten/Ferienjobber ja sogar nach dem Abschluss eine Ausbildung bei uns an. Und wenn nicht bei uns, dann vielleicht woanders im Handwerk, was uns mindestens genauso freut!
