Kirche Mariä Himmelfahrt in Biberachzell
Der Bau aus dem 15. Jahrhundert hat bereits mehrere Umbauten und Reparaturen hinter sich, unter anderem wurde der Kirchturm 1931 wegen Einsturzgefahr abgebrochen und neu errichtet. Im Inneren der Kirche sind heute nach wie vor viele der prachtvollen Ausstattungen und Kunstwerke erhalten, darunter die Stuckdecke, die Rokoko-Kanzel aus marmoriertem Holz und der Hochaltar. Eine der Herausforderungen des Projekts ist, diese Bereiche während der Baumaßnahmen zu sichern. Unter anderem wurde im Kirchenschiff ein Flächengerüst errichtet, um darauf die Stuckdecke mit einer weichen Sprießung abzustützen. Auch im Außenbereich mussten die Gräber abgesichert werden, die rund um die Kirche angeordnet sind.
Das Dach wurde abgedeckt und der Traufbereich freigelegt. Viele der Sparrenfußpunkte sind beschädigt und die Zerrbalkenköpfe wurden bei früheren Sanierungsmaßnahmen zurückgeschnitten, wodurch die Lastverteilung unterbrochen wurde.
Einen großen Teil der Arbeiten nimmt die Dachkonstruktion ein. Die Sparrenfußpunkte des quergebundenen Kehlbalken-Sparrendaches wurden mit sogenannten Prothesen ertüchtigt und durch zimmermannstechnische Holz-in-Holz Verbindungen wieder statisch mit den Zerrbalken verbunden. Die Zerrbalkenköpfe wurden bei früheren Sanierungsmaßnahmen zurückgeschnitten und die Mauerschwelle entfernt. Dadurch wurde die Lastverteilung unterbrochen, was zu Rissen in den Außenwänden und der Stuckdecke führte.
Im Zuge unserer Restaurierungsarbeiten werden die schadhaften Stellen der Sparren und Zerrbalken durch sogenannte Prothesen ersetzt. So kann der gesunde Teil der Balken erhalten und mit zimmermannstechnischen Holz-in-Holz Verbindungen wieder statisch ertüchtigt werden.





















