Porta Nigra: Arbeiten am UNESCO Welterbe
Ein Blick auf die Geschichte
Schon im 2. Jahrhundert wurde die heutige Porta Nigra als römisches Stadttor in Trier errichtet. Ein repräsentatives Bauwerk in der ältesten Stadt Deutschlands. Dabei wurden ca. 7.200 Steinquader verwendet und statt mit Mörtel, mit Eisenklammern verbunden. Im Mittelalter wurde die Porta dann als Kirche umfunktioniert und massiv umgebaut. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass das Bauwerk heute noch so gut erhalten ist. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts sorgte Napoleon Bonaparte dafür, dass die Kirche zurückgebaut wurde. Heute ist deshalb wieder das größtenteils originale Bauwerk zu erkennen, allerdings haben die verschiedenen Nutzungen Ihre Spuren hinterlassen: im Osten fehlt das dritte Obergeschoss, dafür ist die Apsis aus Zeiten der kirchlichen Nutzung noch deutlich erkennbar.
Zimmerer an römischen Sandsteinbau?
Da kommt natürlich die Frage auf, was ein Zimmerer an einem solchen Gebäude tun soll. Darüber habe ich auch nachgedacht, als die Anfrage auf den Schreibtisch kam. Und vor allem, sollen wir einen Auftrag bei der Entfernung überhaupt in Betracht ziehen? Die Antwort auf die zweite Frage war ziemlich schnell klar: Ja. Als Restaurator hat man natürlich nochmal eine ganz andere Sicht auf die historische Bausubstanz, auf die Geschichte der Epochen. Eine mittelalterliche Kirche zu restaurieren, macht einen schon extrem Stolz, aber ein antikes römisches Bauwerk? Eine solche Chance bekommt man nicht häufig im Leben.
Um die erste Frage nochmal aufzugreifen: Die Zwischendecken sind als Holzbalkendecken konstruiert. Deckenbalken aus Eiche, 25/33 cm und über 7,00 m lang. Darauf ein Bodenbelag aus 60 mm Eiche Nut- und Feder. Und da kommen wir ins Spiel.
Das Gebäude hat keinerlei Fenster oder sonstigen Witterungsschutz, bedeutet also: die Deckenbalkenlage ist quasi im Außenbereich. Schnee und Regen tangieren die Konstruktion dauerhaft. Teile der Balkenlage mussten nun ausgetauscht werden, und der gesamte Bodenbelag. Eine recht spezielle Aufgabe, bekommt man 60 mm Eichendielen mit Nut- und Feder in diese Breiten von 12 bis 20 cm ja nicht gerade im Baumarkt nebenan.
Ein etwas kniffliges Thema war der Materialtransport. Die Porta Nigra ist, wie zu Beginn erwähnt, eines der Wahrzeichen der Stadt Trier und dementsprechend auch gut von Touristen besucht. Daher musste sich die Absperrung und Einhausung auf ein Minimum beschränken. Durch unseren kooperierenden Krandienst, der mit seinem Palfinger Ladekran mit 36 m Ausleger sehr flexibel ist, konnten auch die schweren Lasten gut durch das Fenster ins das 3. Obergeschoss transportiert werden.
Eine Baustelle die man so schnell nicht vergessen wird – wahrscheinlich nie.
Wir halten euch hier immer mal auf dem Laufenden und freuen uns sehr, solch gutes Feedback auf unserem Weg zu bekommen. Ansonsten schaut gerne mal auf unserem Instagram-Auftritt vorbei, dort gibt es fast täglich immer mal wieder Content.
Website: zimmerei-fuchs.de - Instagram: @zimmerei.fuchs
SWR Landesschau: Zimmerei Fuchs GmbH an der Porta Nigra Trier









