Zimmerei Fuchs GmbH: Änderung der Rechtsform
Übersicht: Rechtsformen
Es gibt als junger Unternehmer, oder als jemand der dies noch werden möchte, unglaublich viele Themen, mit denen man sich befassen muss bzw. sollte. Eine wichtige Frage bei der Gründung ist die Wahl der Rechtsform. Dabei hat man in Deutschland unter anderem die Wahl zwischen Einzelunternehmen, Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Eingetragener Kaufmann (e.K.), Offene Handelsgesellschaft (OHG), Kommanditgesellschaft (KG), Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt).
Umwandlung in die GmbH
Aus meiner Sicht war zu Beginn das Einzelunternehmen auf jeden Fall die richtige Wahl. Das liegt vor allem daran, dass ich komplett alleine gestartet bin. Dadurch hatten wir die Prognose, dass die ersten Monate/ Jahre erstmal etwas langsamer anlaufen, erstmal abwarten wie sich Umsätze und Gewinne entwickeln. In dieser Phase macht eine GmbH noch keinen Sinn, da man mit der Einzelunternehmung geringere Steuersätze zu erwarten hatte. Zudem ist die Buchhaltung mit einem geringeren Aufwand verbunden, die beraterkosten sind niedriger.
Ab dem Punkt, an dem allerdings mehr Gewinn erzielt wird, als man als Inhaber selbst zum Leben benötigt, könnte man schon über die Umwandlung nachdenken. Hier mal die wichtigsten Vor- und Nachteile der GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) im Vergleich zum Einzelunternehmen:
Vorteile der GmbH:
- Steuerliche Vorteile: Wie oben erwähnt, kann die Steuerbelastung einer GmbH deutlich geringer sein, als beim Einzelunternehmen, dies ist vor allem dann der Fall, wenn man Gewinne erzielt, welche nicht ausgeschüttet werden – sondern für weitere Investitionen im Betreib bleiben.
- Flexibilität: Man ist als Inhaber dann wieder in einer Art Angestellten-Verhältnis, als Geschäftsführer. Dadurch ergeben Sich einige Möglichkeiten, beispielsweise bei der Gestaltung des Geschäftsführer-/ Gesellschaftervertrags, einer möglichen Unternehmensnachfolge uvm.
- Haftung: Wie der Name schon sagt, ist die Haftung bei einer GmbH beschränkt – man haftet als Gesellschafter mit der Stammkapitaleinlage und hat keine komplett persönliche Haftung.
- Klare Trennung: Es gibt nun eine eigenständige Firma, eine juristische Person. Dies bedeutet zudem, dass von nun an alles strikt getrennt ist zwischen privat und geschäftlich. Es gibt ein geregeltes Gehalt und keine privaten Entnahmen mehr.
- Anerkennung: In vielen geschäftlichen Beziehungen hat die GmbH eine höhere Anerkennung und strahlt eine höhere Professionalität aus.
Nachteile der GmbH:
- Höhere laufenden Kosten: Der buchhalterische Aufwand einer GmbH ist höher, dadurch fallen höhere Kosten für Steuerberater etc. an. Zudem wird bei jeder Änderung (Geschäftsadresse, Gesellschafter o.ä.) eine notarielle Beglaubigung und eine Änderung im Handelsregister fällig.
- Mindestkapital: Die Gründungskosten einer GmbH sind höher, zudem werden 25.000 Euro als Stammkapitaleinlage benötigt – dieses muss bei Gründung mindestens zu 50% eingezahlt werden.
Fazit: Dies waren die Gründe aus meiner Sicht – natürlich sollte die Wahl der Rechtsform durchdacht und am besten in Absprache mit dem Steuerberater erfolgen, ganz individuell für jedes Unternehmen.
Wenn Ihr Fragen zu diesem Thema habt, auch zum Ablauf der Umwandlung usw., könnt Ihr euch gerne bei mir melden.
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