Baustelle
Paul Bauder GmbH & Co. KG
25.09.2023

Energie sparen und Wohnraum gewinnen: Im Dach steckt viel Potential

Als das Dach des Rodinger Einfamilienhauses aus 1970 saniert werden sollte, hatte die Bauherrin drei Wünsche: die alte Dämmung sollte im neuen Dachsystem nachhaltig eingebunden statt teuer entsorgt werden; die Wärmedämmelemente sollten unbedingt ökologisch und hocheffizient sein, um eine umweltfreundliche, dauerhaft hohe Energieeinsparung zu erreichen. Zudem sollte die Sanierung genutzt werden, um das Dach auszubauen und zusätzlichen Wohnraum für die Familie zu gewinnen. Alle Wünsche konnten mit einer Aufsparrendämmung mit leichten, hocheffizienten Wärmedämmelementen auf Biomasse-Basis und weiteren recycelten Rohstoffen erfüllt werden.
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Wie viele Gebäude im Bestand musste auch das Rodinger Einfamilienhaus aus 1970 energetisch saniert werden. Die Bauherrin hatte dabei für das rund 300 Quadratmeter große Dach klare Vorstellungen: sie wollte eine wirksame und dabei unbedingt ökologische Dämmung für eine hohe Energieeinsparung, der alte Aufbau sollte so weit wie möglich integriert statt entsorgt werden und mit einem Dachausbau wollte sie bei der Gelegenheit gleich zusätzlichen Wohnraum für die gewachsene Familie gewinnen. Alle Wünsche konnten ihr Zimmerermeister Reinhard Ziereis und Bauder Fachberater Thomas Schauber mit den entsprechenden ökologischen und nachhaltigen Systemlösungen fürs Dach erfüllen.

Systemlösungen für die optimale Wärmedämmung auf dem Dach

„Für die nachträgliche Wärmedämmung oder den Dachausbau bieten wir zahlreiche Systemlösungen, entweder als Aufsparrendämmung oder in Kombination einer Aufsparrendämmung mit einer Zwischensparrendämmung ausgeführt - immer energetisch optimal auf die Anforderungen und Bedürfnisse des Bauherrn zugeschnitten“, so der Fachberater. „Die Aufsparrendämmung als energetisch beste Dämmmethode schützt als geschlossene Haube über der gesamten Dachkonstruktion den Wohnraum und die Dachkonstruktion vor Kälte, Hitze und Feuchteschäden. Ihr weiterer klarer Vorteil ist, dass sie von außen ohne Schmutz im Innenraum ausgeführt wird.“

Die umweltfreundliche Aufsparrendämmung mit ECO

Die Aufsparrendämmung mit BauderECO S in Kombination mit der vorhandenen Zwischensparrendämmung erfüllt alle Wünsche der Bauherrin an Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und Klimaschutz. Die Einbindung der alten Dämmung erhöht die Dämmleistung und der Bestand muss nicht teuer ausgebaut und entsorgt werden. Die Aufsparrendämmung schützt dauerhaft ohne Wärmebrücken, den Wärmeschutz der Wärmedämmelemente auf Biomasse-Basis, recycelten Dämmstoffresten und Muschelkalk ist enorm. „Unser BauderECO-Hartschaum bietet beste Dämmleistung und ist effizienter als alle vorhandenen ökologischen Dämmungen“, erklärt der Bauder Fachberater. BauderECO mit WLS 024 bietet bei geringstem Rohstoff- und Energieeinsatz höchste Dämmleistung. So werden mit dünnster Elementdicke bereits höchste Anforderungen an den Wärmeschutz erfüllt.

Der Dämmkern von BauderECO ist Biomasse-basiert, die Biomasse besteht aus Pflanzenstängeln, Pflanzenblättern und ausgedroschenen Maiskolben, also Abfällen beziehungsweise Reststoffen aus der Landwirtschaft, zudem aus recycelten Wertstoffresten, die bei der Dämmstoffproduktion anfallen. Für die obere und untere Deckschicht wird Muschelkalk aus Muschelschalen, einem Abfallprodukt aus der Lebensmittelindustrie, verwendet. BauderECO enthält keinerlei belastende Stoffe wie Bindemittel oder Zusatzstoffe gegen Schädlinge oder Schimmel. Der Dachdämmstoff ist nach den strengen Vorgaben des AgBB, Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten, geprüft und als wohngesund befunden.

Gleichzeitig ist er besonders sicher: BauderECO bietet geprüften Schutz gegen Hagelschlag und Schlagregen. Beide Wetterextreme nehmen aufgrund des Klimawandels zu. Die Gefahr, dass dabei die Bedachung zerstört, beschädigt oder überlastet wird, ist groß. Jährliche Unwetter und Schäden zeigen dies. BauderECO hält stand - ein Dachleben lang, selbst wenn die Eindeckung zerstört wurde, bleibt das Haus sicher und trocken. Und nach seiner Nutzung auf dem Dach könnte das Material vollständig recycelt werden, muss es aber nicht, denn es dämmt auch nach Jahrzehnten wie am ersten Tag. „Nachhaltiger geht nicht.“

Bestandsaufnahme und Wahl des Dachsystems

Der Chef der Stamsrieder Zimmerei Ziereis und der Bauder Fachberater kennen sich schon aus ihrer gemeinsamen Zeit als Zimmerermeister. „Danach begegnete man sich in meinen 30 Jahren im Bauder Außendienst in diesem Beruf immer wieder - so auch jetzt in Roding.“ Bei der Bestandsaufnahme fanden die Dachexperten unter den Flachdachpfannen, den Dach- und Konterlatten eine alte Dachpappe auf der Holzschalung, darunter folgte zwischen den Sparren Mineralfaserfaserdämmung in Form von sogenannten Randleistenmatten und die raumseitige Verkleidung.

Die Dachexperten kamen den Wünschen der Bauherrin mit ihrer Planung in allen Belangen nach: für die energetische Sanierung von außen können die Innenverkleidung, die vorhandene Zwischensparrendämmung als Teilsparrendämmung und die Schalung auf den Sparren erhalten bleiben. Auf der Holzschalung sahen sie als luftdichte und dampfbremsende Schicht die BauderTOP TS 40 NSK vor, darauf eine 80mm dicke BauderECO S Wärmedämmung.

Für den neuen Gaubenanbau planten sie die ökologischen Wärmedämmelemente direkt auf den Sparren in Kombination mit einer Vollsparrendämmung, unter den Sparren die BauderTex DB als luftdichte und dampfbremsende Schicht sowie eine Innenverkleidung.

Effiziente energetische Sanierung mit Dachausbau

Zunächst wurde der Dachaufbau bis zur Holzschalung rückgebaut. Die Zimmerer entfernten die Bedachung, Dach- und Konterlatten und die alte Dachpappe. Die 300 Quadratmeter große Dachfläche erhielt nun auf der gesäuberten Holzschalung als luftdichte und dampfbremsende Schicht die nicht diffusionsoffene, nahtselbstklebende Bitumenbahn BauderTOP TS 40 NSK. Die Bahn ist extrem robust, dabei dünn und leicht. Die rutschfeste Vliesoberfläche lässt sich sicher begehen, die Unterseite verkrallt sich derart mit der Holzschalung, dass sie nach dem Ausrollen liegen bleibt und nicht abrutscht, sich aber trotzdem noch gut ausrichten lässt. Mit einer Überdeckung von 10 cm wurden Nähte und Stöße verdeckt befestigt. Dank der beiden übereinanderliegenden Nahtselbstklebestreifen konnten die Längsnähte durch gleichzeitiges Abziehen der Schutzfolien der oberen und der unteren Bahn und Andrücken der Klebeflächen sehr schnell sicher verschlossen werden. Alle Kopfstöße verklebten die Handwerker mit BauderTOP SDK dem dafür passenden Systemzubehör.

Leicht, sicher und einfach zu verlegen

Die Arbeiten gingen leicht von der Hand. „Die Aufsparrendämmung lässt sich mit den selbsttragenden, formstabilen BauderECO-Wärmedämmplatten genauso einfach umsetzen wie mit BauderPIR, nur dass die Dämmung Biomassen-basiert ist“, so Thomas Schauber. „Das geringe Gewicht und die hohe Druckfestigkeit gefallen ganz besonders.“

Die Dachhandwerker ordneten die Wärmedämmelemente versetzt an und verlegten sie dank der umlaufenden Nut- und Feder-Verbindung schnell und wärmebrückenfrei. Nach dem Verkleben der Stöße mit Hilfe der zehn Zentimeter breiten, nahtselbstklebenden Horizontal- und Vertikalüberlappungen war die gedämmte Fläche sofort winddicht und rückstausicher. Das aufgedruckte 10 cm Schnittraster half beim Zuschnitt an Anschlüssen und Details und beim Verlegen der Konterlattung. BauderECO ließ sich dabei unkompliziert mit Säge oder Messer schneiden.

Alles im System

Zur statischen Lastabtragung wurden BauderTOP SSR Systemschrauben mit Akkuschrauber und Winkelschablone unter einem Winkel von 60° gegen Dachschub und 90° gegen Windsog gemäß Bauder Statikempfehlung durch die Konterlatte und den Dämmstoff hindurch in die Sparren eingedreht. Zum sicheren Einbinden der Befestiger wurden unterhalb der Konterlatten BauderTOP NDS 2SK 90 Nageldichtstreifen verlegt. Schließlich folgten Dachlatten und die neue Eindeckung.

Fugen, die beim Anpassen der Dämmelemente im Firstbereich und in den Kehlbereichen, bei Durchbrüchen und Anschlüssen durch zugeschnittene Dämmplatten zwangsläufig entstanden, wurden sorgfältig mit PUR Montageschaum ausgeschäumt und zusätzlich gegen Feuchtigkeitseinwanderung mit Spezialklebeband abgeklebt. Umlaufend um den Kamin wurde mit Mineralfaser ausgefacht und dieser oberseitig umlaufend BauderTOP SDK eingebunden.

Nachhaltig Energie sparen, komfortablen Wohnraum gewinnen

Im Neubaubereich über der Dachgaube wurde keine Schalung benötigt. Die Verlegung der Befestigung der Wärmedämmelemente erfolgte direkt in den Sparren mit Spezialschrauben. In Kombination mit einer Vollsparrendämmung von innen bleibt das Dach auch hier sehr schlank. Nach dem Verlegen der nahtselbstklebenden luftdichten und dampfbremsenden Bahn BauderTEX unter den Sparren wurde die Innenverkleidung angebracht.

Alle Wünsche der Bauherrin gingen in Erfüllung: unter Erhalt der alten Dämmung kann die Familie mit zusätzlichem biomasse-basierten Dämmstoff auf den Sparren dauerhaft viel Energie und somit Kosten sparen. Mit wenig Aufwand wurden anlässlich der Sanierung zusätzlicher Wohnraum und hoher Wohnkomfort gewonnen und der Immobilienwert gesteigert.

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