Sanieren mit neuem Altholz
Bestand und Sanierung
Im Zuge der Sanierung galt es neben der Neugestaltung des Gästehauses auch, es energetisch zu ertüchtigen. Für die Umsetzung der Holzarbeiten wurde die Gebrüder Dufter GmbH beauftragt, die in ihrem Werk aus neuem Holz „Altholz“ herstellt, das die Vorteile neuer Hölzer mit der Optik alter Hölzer vereint.
Was ist das Besondere an dem Holz?
Zunächst bekommt das Holz durch eine thermische Behandlung einen dunkleren Farbton, was es bereits im Handumdrehen optisch altern lässt. Vor allem aber ist die gehackte Oberfläche markant. Früher, als es noch keine Sägen gab, um das Holz zu schneiden, schlugen die Menschen mit einer Hacke die Bretter aus den Rundstämmen, wodurch das Holz eine entsprechende Oberfläche erhielt. Die Firma Dufter entwickelte eine Maschine, mit der nun maschinell die Oberflächen ihrer Hölzer so bearbeitet werden, dass sie von einer handbearbeiteten Oberfläche kaum zu unterscheiden sind.
Welche Produkte wurden im Chalet-Projekt eingesetzt?
Besonders markant sind in dem Projekt die Blockwandschalung aus Lärche natur mit gehackter Oberfläche und die Eckverbindungen Tiroler Schrot. Letztere geben vor, dass es sich bei den Außenwänden um eine rustikale Blockhauskonstruktion handelt. Tatsächlich sind die massiven Ecken lediglich als Hirnholzklötze auf der Unterkonstruktion verklebt. Auch die Balkone und die Dachrinnen wurden neu aus Nostalgieholz gefertigt. Bei der Innenschalung handelt es sich um Nostalgiefichte.
Wird die Schalung einfach vor die Wand gesetzt?
Die Außenwand des Hauses bestand ursprünglich aus einem 30 cm dicken Mauerwerk, das innen und außen verputzt war. Diese sollte nun um eine 23 mm starke Schalung außen und eine 19 mm starke Bekleidung innen ergänzt werden. Die neue Blockwandschalung sitzt dabei auf einer Unterkonstruktion mit Luftschicht (3 cm). Die Ziegelwand wurde von außen mit Holzweichfaserplatten gedämmt und erhielt durch Holzweichfaser-Wandplatten die notwendige Winddichtung. Der Innenputz musste teilweise ergänzt werden und fungiert als Dampfbremse vor der Innenschalung.
Sind Besonderheiten bei der Verarbeitung zu beachten?
Die Verarbeitung der Hölzer gilt als besonders einfach. Sie sind weder besonders hart oder weich noch splittern sie leichter. Die Oberflächenbearbeitung bietet den Vorteil, dass die Oberfläche unempfindlich ist gegen Beschädigungen bzw., dass mögliche Beschädigungen durch die ohnehin inhomogene Oberfläche nicht auffallen. Die zu verarbeitenden Bretter und Hölzer sind zudem jederzeit in den passenden Maßen nachlieferbar, was bei originalem Altholz nicht immer gewährleistet werden kann.
Mehr Informationen zu unserem neuen Altholz finden Sie auf unserer Website
www.dufter-rustikale-holzbearbeitung.de
Eckdaten zum Gebäude:
WF: 120 m²
Nutzung: Ferienhaus
Sanierungszeit: ½ Jahr
„Architekturbüro“: Dufter
Holzbau: Dufter
Menge an Nostalgieholz: 15 m³
Menge an weiterem Holz: 4 m³
Bilder:
Bild 1 - 8: Kaum wiederzuerkennen: Das alles sind Vorher/Nachher Bilder
Bild 9 - 12: Detailansichten Außen und Innen
Bild 13: Gebrüder Düfter aus Inzell

























