St. Lubentiusbasilika - Denkmalgerechte Restaurierung der Glockentürme
Besondere Lage und romanische Architektur
Schon von weitem kann man die Basilika erkennen: direkt an der Lahn auf einem massiven Kalksteinfelsen gelegen, romanische Architektur und als kleine Besonderheit die Glöckner Brücke zwischen den beiden Türmen. Ihr heutiges Aussehen hat die Basilika aus dem 11. Und 12. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen auch die Turmhelme, als Rhomben Dächer ausgeführt. Dabei fällt auf, dass die Basilika in Dietkirchen ein gutes Stück älter ist als der unmittelbar benachbarte Limburger Dom. Der Platz auf dem Felsplateau ist und war begrenzt, so erscheint die Ostseite der Kirche mit der Sakristei und den zwei Kapellen ungewöhnlich inhomogen. Im Kellerraum der Michaelskapelle wurden vor einigen Jahren Gebeine gefunden – hier hat der Totengräber damals die gefundenen Überreste eingelagert. Bei einer Ausgrabung wurden mehrere Meter tief Dreck und Knochen entnommen und sortiert, heute sind die Überreste sauber aufgesetzt und von außen einsehbar.
Sanierung gestartet
Mittlerweile ist die ganze Anlage etwas in die Jahre gekommen, deshalb wurde im letzten Jahr mit der Sanierung gestartet. Im ersten Abschnitt sollen die Türme bearbeitet werden. Dafür wurde ein über 40,00 Meter hohes Gerüst erstellt und eine Baustellenzufahrt angelegt. Mit dem Beginn der Dachdeckerarbeiten an den Turmhelmen sind die ersten Schäden im Holztragwerk ins Auge gefallen. Und da kommen wir ins Spiel, die Sanierung der Holzkonstruktion aus dem 12. Jahrhundert wird von der Zimmerei Fuchs restauriert. Eine große Ehre für uns als so jungen Betrieb, ist das Tragwerk doch mittlerweile knapp 900 Jahre alt. Wenn man jetzt mal überlegt, wie die Generationen vor uns damals solche Bauwerke errichten konnten, entsteht ein Riesenrespekt vor deren Arbeit.
Arbeitsfortschritt
Begonnen haben wir vor ein paar Wochen mit den Traufpunkten des Nordturms. Hier gilt es nun an allen Ecken des Rhomben Dachs die Fußpunkte zu restaurieren und mit einer Wasserspeier-Konstruktion dafür zu sorgen, dass es in Zukunft nicht mehr zu Schäden kommt. Es haben sich schon einige interessante Befunden entdecken lassen, und das wird so noch weiter gehen. Einige Details könnte dafürsprechen, dass wir hier eines der ältesten Rhomben Dächer überhaupt sanieren. Dazu aber mehr, sobald es dazu mehr Informationen und Befunde gibt.
Wir freuen uns sehr, hier die Handwerkskunst unserer Vorfahren erhalten und pflegen zu können. Solche Objekte/ Projekte sind es, die für uns das Zimmererhandwerk ausmachen. Seid gespannt, Fortsetzung folgt….
Bildquelle: Zimmerei Fuchs
(Schaut gerne immer mal bei Instagram vorbei, da gibts regelmäßig Einblicke in unsere Arbeiten. Hier ein Reel zum aktuellen Projekt)







