Angebotserstellung: Nur ernsthafte Interessenten bekommen ein Angebot
Ernsthaftes Interesse erkennen
Um diesen unnötigen Arbeitsaufwand zu vermeiden, gilt es die Ernsthaftigkeit des Kundeninteresses zu erkennen. Das fällt vielen Zimmerern allerdings schwer. Wir haben mit ein paar Kollegen gesprochen und Tipps zusammengestellt:
Gebühr für Vor-Ort-Termine oder Angebotserstellung
In vielen Gewerken ist es schon ein Standard, aber gerade im Handwerk und vor allem bei kleinen regionalen Betrieben eher eine Seltenheit sich diese Arbeiten bis zum Angebot bzw. Kostenvoranschlag bezahlen zu lassen. Dabei kommt es auch immer auf die Art der Anfrage an.
Trotzdem ist es durchaus eine Option, schon von vornherein bei einer Anfrage zu kommunizieren, dass ein Termin vor Ort nicht kostenlos ist. Oftmals wird bei solchen Terminen nicht nur die Baustelle angeschaut, um eine Grundlage für ein Angebot zu haben, sondern es ist eher eine Art erstes Beratungsgespräch. Da gibt es dann einige Kunden, die genau das ausnutzen. Direkt mal mehrere Fachbetriebe zur Besichtigung kommen lassen und jedem das individuelle Fachwissen entlocken.
Geht man von vornherein mit einer Gebühr für solche Gespräche an die Sache ran, werden auch nur wirklich interessierte Kunden damit einverstanden sein und bereit sein, dies zu zahlen. Sollte es dann zum Auftrag kommen, wird diese Beratungsgebühr einfach wieder gutgeschrieben.
Angebote ohne Massen rausgeben
Ein weiterer Punkt der viel Zeit kostet ist die Massenermittlung für die Angebotserstellung. Dazu braucht es oft Aufmaße, genaue Analysen der eventuell vorhandenen Pläne, Rückfragen an den Kunden und gerade im Holzbau auch oftmals schon mal eine erste grobe CAD-Konstruktion. Das kostet alles viel Zeit. Daher bietet es sich manchmal an, Angebote erstmal nur mit Gesamtpreisen rauszugeben.
Einige Zimmereien geben dann die geschwärzten Massen erst bei Auftragserteilung raus. Dies vermeidet zudem, dass das Angebot einfach an den Mitbewerber geht, der ähnlich wie in einem Leistungsverzeichnis nur seine Einheitspreise eintragen muss.
Website-Tool: Kundenvorstellungen einfach abfragen
Gerade die Betriebe, die im Neubau tätig sind, haben teilweise schon ein Tool für die Kundendaten-Erfassung auf der Homepage. Dabei geht es darum, schon von vornherein mit einer KI gesteuerten Plattform die wichtigsten Fragen an den Kunden zu stellen, ohne dabei Zeit zu verschwenden für Gespräche mit den Kunden vor Ort.
Finanzierungssicherheit und Status der Baugehmigung klären
Zudem bietet es sich an, direkt von Beginn an, gerade bei größeren Auftragsvolumen über die Finanzierung zu sprechen. Sollte es einerseits noch keine Finanzierung geben, oder noch keine Baugenehmigung, dann sollte man erstmal die Füße stillhalten bei der Erstellung eines Angebotes.
Was sind Eure Erfahrungen?
Wie ist das bei euch so? Habt ihr mit diesem Thema Probleme? Gibt es gewisse Lösungsansätze in euren Betrieben für so etwas?









