Online gegen den Fachkräftemangel
Herausforderung Fachkräftemangel
Eine der größten Herausforderungen des Handwerks ist der akute Fachkräftemangel, der sich in den kommenden Jahren immer weiter zuspitzen wird. Da die geburtenstarken Jahrgänge der Baby-Boomer-Generation bald das Rentenalter erreichen werden, werden in den nächsten Jahren viele ausgebildete Arbeitskräfte fehlen.
Handwerker fehlen um klimapolitische Ziele zu erreichen
Neben den möglichen wirtschaftlichen Verlusten und der hohen Belastung der Unternehmen durch den Fachkräftemangel, rücken auch umwelt- und klimatechnische Aspekte in den Vordergrund. Wichtige Zukunftsthemen wie die Energiewende oder Klimaneutralität sind demnach ohne ausgebildetes Fachpersonal nicht im nötigen Maße umsetzbar.
Konkurrenzkampf um beste Talente
Um trotz des Fachkräftemangels offene Stellen effektiv besetzen zu können, müssen sich Unternehmen in einem starken Konkurrenzkampf um die besten Talente und Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt behaupten.
Potentielle Mitarbeiter sind täglich auf Social Media
Social Media bietet dabei eine neue Form der Personalsuche und erreicht die potentiellen Arbeitnehmer genau dort, wo sie sich täglich aufhalten. Nach der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie aus dem Jahr 2021 nutzen 87 Prozent der 14 bis 29 Jährigen täglich das mediale Internet, im Durchschnitt sogar bis zu 4,5 Stunden am Tag. Das Potential für Unternehmen im Social Media Recruiting ist also enorm.
Umfrage zum Verhalten bei der Jobsuche
Innerhalb ihrer Bachelorarbeit an der Universität Augsburg untersuchte Larissa Ischwang deshalb die Wirkung von Social Media Recruiting in der Industrie- und Handwerksbranche. Dabei wurden die Teilnehmenden in einer Umfrage über ihr aktuelles Verhalten bei der Jobsuche befragt und unterschiedliche Stellenanzeigen nach ihrer Effektivität getestet.
Bewusstsein für Social Media Recruiting ist da
Die Ergebnisse zeigen, dass bereits bei vielen Befragten ein Bewusstsein für Social Media Recruiting vorhanden ist. Allerdings nutzen erst wenige die Möglichkeit aktiv, sich über Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken zu bewerben.
Gute Bilder in die Stellenanzeige
Die Studie zeigt weiter, dass Stellenanzeigen auf Social Media auf jeden Fall visuelle Elemente, wie Bilder, beinhalten sollten. Die befragten Teilnehmenden zeigten hier einen hohen Zuspruch auf die entsprechenden Anzeigen, wohingegen die Anzahl der Likes oder eine direkte Handlungsaufforderung keinen relevanten Einfluss auf die Wirkung der Stellenanzeigen hatte.
Social Media Recruiting ist wichtiger Bestandteil bei Personalsuche
Die Studie zeigte erste Erkenntnisse im Hinblick auf die Wirkung von Social Media Recruiting auf die Nutzer von Instagram. Gerade im Handwerk bieten die sozialen Netzwerke die Möglichkeit sich als Unternehmen und Arbeitgeber zu präsentieren und durch die enorme Reichweite potentielle Bewerber zu erreichen. Der Einsatz von Social Media Recruiting ist damit ein wichtiger Teil einer effektiven Marketing Strategie und sollte in Zukunft bei der Personalsuche beachtet werden.
Die Umfrage-Ergebnisse
Die Umfrage-Ergebnisse von Larissa Ischwang sind in den Bildern zu finden. Insgesamt haben 401 Personen teilgenommen mit einem Durschnittsalter von 33 Jahren. Die Umfrage-Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die potentiellen Bewerber sich auf Social Media aufhalten, aber dort nicht aktiv auf Jobsuche sind. Eher sehen sie die Stellenanzeigen beiläufig und reagieren bei attraktiven Angeboten. Aktiv Suchende sehen aber mittlerweile viel häufiger online nach neuen Jobs als in Zeitungen.
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