Ab 2024: Meisterfortbildung in Bayern kostenlos
Eine langgehegte Forderung
Eine Konjunkturumfrage der Passauer Neuen Presse hat ergeben, dass die Mehrzahl der handwerklichen Betriebe die kostenlose Meisterausbildung begrüßt und diese als wichtig im Kampf gegen den Fachkräftemangel erachtet.
Überhaupt mehrten sich in den vergangenen Jahren die Stimmen der Kritik aus Handwerks -und auch Zimmererkreisen, es sei absolut ungerecht, dass Abiturienten kostenlos studieren und ihren Master oder Bachelor machen können, Meisterkursabsolventen aber dagegen tief in die Tasche greifen müssen, um ihren Abschluss in der Tasche zu haben.
Der bisherige Meisterbonus von 2.000 Euro sei da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, so die Kritiker. Rechnet man den Verdienstausfall mit, der sich durch den Unterricht ergibt, so kostete manchen Handwerker die Meisterausbildung bisweilen über 10.000 Euro. Studenten bekommen zudem häufig Bafög.
Das ändert sich jetzt
Bayern wollte nun nicht warten, bis der Bund in die Gänge kommt, sondern will die Meisterausbildung ab Herbst 2024 kostenfrei anbieten. Das hat Ministerpräsident Markus Söder bestätigt, auch, wenn dies dem Freistaat kräftig Geld kostet. Das bayerische Wirtschaftsministerium hat dafür eine Bundesratsinitiative vorgestellt.
Betroffen von der Kostenbefreiung soll die Fortbildung zum Meister sowie gleichgelagerte Fortbildungen, unterstreicht Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und sagt: „Der Bund muss dafür sorgen, dass eine Meisterfortbildung genauso kostenlos wird wie ein Hochschulstudium. Unseren Betrieben fällt es zunehmend schwer, dringend benötigte Fachkräfte zu finden. Das ist im Handwerk nicht anders als in der Industrie und in den Dienstleistungsbetrieben. Deshalb müssen wir ein klares Signal für die berufliche Bildung setzen und vor allem den Weg zum Meister und zu gleichgestellten Fortbildungen attraktiver machen. Keiner, der sich zum Meister fortbilden will, darf an finanziellen Hürden scheitern oder gegenüber der gebührenfreien akademischen Ausbildung benachteiligt werden. Der Meister muss genauso kostenfrei sein wie der Master!“
Wer sich angesprochen fühlen darf
Für Zimmerer, die schon länger mit dem Gedanken gespielt haben, ihren Meister zu machen, heißt es: Jetzt oder nie! Infos zur Anmeldung gibt es bei der Handwerkskammer. Zur Meisterprüfung in einem zulassungspflichtigen Handwerk wird laut Handwerkskammer zugelassen, wer eine Gesellenprüfung in dem Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, oder in einem damit verwandten Handwerk oder eine diesem Meisterberuf entsprechende Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat.
Auch zugelassen wird, wer eine andere Gesellenprüfung oder eine andere Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat und in dem zulassungspflichtigen Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, eine mehrjährige Berufstätigkeit, in der Regel drei Jahre zum Zeitpunkt der Antragstellung, ausgeübt hat.

Wenn sollte es vereinheitlicht werden, in den anderen Bundesländern ist auch bedarf. Problem wird nur ausreichend Dozenten zu bekommen. Es sind jetzt schon nicht genügend Kurse verfügbar, zumindest in Niedersachsen.
Bin nicht ganz überzeugt dass es kostenlos ist
Ganz verstehe ich das Prinzip nicht wenn man sich im Text auf die hohen Kosten aufgrund des Verdienstausfalls bezieht.
In Sachsen ist es zumindestens so, dass man MeisterBaFög beantragen kann und je nach dem, welche Art von Kursen,ob Teil- oder Vollzeit, man belegt auch nebenbei arbeiten gehen kann. Wer noch jung ist, seine Ausbildung als Jahrgangsbester abgeschlossen hat Anspruch auf Begabtenförderung in Höhe von jetzt glaube ich 7000 Euro, mit dem MeisterBaFög spart man nochmal Prozente und wenn man sich danach selbstständig macht und bleibt bekommt man nochmal Geld erstattet. Die genauen Zahlen müsst ich jetzt nachschauen, aber es ist ist prinzipiell möglich, wenn man alles nutzt was möglich ist, dass man seine Meisterausbildung fast umsonst bekommen kann, was die Fortbildungskosten angeht.
Meine Meisterschulde hat für Teil 1 und 2 schon über 11.000 Euro gekostet, daher weiß ich gar nicht wo die Zahlen im Bericht herkommen.
Meine allgemeine Frage ist allerdings was der kostenlose Meisterkurs bringen soll, wenn man währenddessen trotzdem kein Einkommen hat? Vielleicht fehlen mir dazu aber auch einfach Information wie die Meisterausbildung in Bayern überhaupt organisiert ist, da ich mich nur auf meine Erfahrungen in Sachsen beziehen kann und da hatte ich überhaupt keine finanziellen Probleme, außer das es mal zu spät Geld gab weil die SAB (Sächsiche Aufbaubank) ihr System umgestellt hat.
Gilt das für die ganze Fortbildung ?
Mir feht noch Teil 1 und 3 wär ja klasse wenn ich diese jetzt kostenlos ablegen könnte !
Oder muss ich dafür den Kurs komplett ablegen ? Wegen zulassung etc