Flachdachsicherung: digitale Unfallprävention?
Was ist schiefgelaufen?
Die traurige Antwort lautet: Die angeleinte Person hatte das vorhandene System zwar genutzt, doch wurde dieses System schlichtweg falsch geplant und montiert. Weil das auf dem Flachdach installierte Seilsicherungssystem zu nahe an der Absturzkante positioniert ist, kann es überhaupt nicht als Rückhaltesystem genutzt werden. Ein grober Planungsfehler, denn bei der Montage von Anschlageinrichtungen haben Rückhaltesysteme grundsätzlich Vorrang – also Absturzsicherungslösungen, die einen Sturz nicht erst auffangen, sondern ihn möglichst ausschließen und vermeiden.
Keine Spannung im Seil
Planungsprofi Kevin Schmidt von ABS Safety erklärt das Problem: „Das ist eigentlich ganz simpel. Wenn ein Mensch bei der Arbeit aufrecht stehen können soll, muss sein Verbindungsmittel im Durchschnitt mindestens 1,50 Meter lang ab dem Anschlagpunkt oder Seilgleiter eingestellt sein. Liegt die Absturzsicherung also weniger als 1,50 Meter von der Absturzkante entfernt, kann die angeleinte Person das Verbindungsmittel überhaupt nicht auf Rückhalt spannen.“ Es besteht dann immer das Risiko, über die Dachkante oder in einen durchsturzgefährdeten Bereich zu treten.
Arbeitssicherheit digital planen
Damit solche Planungsfehler ausgeschlossen werden, bieten moderne Anwendungen wie das kostenlose Tool Lock Book Draw Funktionen, die Bereiche mit Absturzgefahr erkennen, entsprechend markieren – und eine Planung, die die nötigen Mindestabstände missachtet, gar nicht erst anbietet bzw. ausschließt. „Wenn ich mit Lock Book Draw eine Dachplanung erstelle und einfach durch den Gefahrenbereich hindurch ein Seilsicherungssystem einzeichnen will, bleibt der absturzgefährdete Bereich als nicht begehbar gelb schraffiert“, erklärt Planer Schmidt. Erst wenn die Planungsvorgaben erfüllt sind und die Nutzung als Rückhaltesystem möglich ist, wird der gesicherte Bereich grün schraffiert dargestellt „Nutzt man die automatische Planung des Programms, dann würde ein System auch gar nicht erst in den Gefahrenbereich platziert. Draw plant Anschlageinrichtungen automatisch mit einem Mindestabstand von 2,5 Metern zur Absturzkante.“
Planungssoftware mit aktuellen Sicherheitsvorschriften und Vorgaben der BG
Dass die aktuellen Sicherheitsvorschriften und Vorgaben der BG von der Planungssoftware automatisch berücksichtigt werden, ist ein enormer Arbeits- und Sicherheitsvorteil, findet Kevin Schmidt. „Dadurch wird die Planung regelkonform und die Abnahme durch den Kunden und das Bauamt deutlich einfacher. Und man muss nicht jede Vorschrift im Kopf haben oder nachschlagen.“ Das kann man auch nicht von jeder Handwerkerin und jedem Handwerker erwarten. Da ist es gut, wenn die Software mitdenkt und auch mögliche Planungsfehler schon im Vorfeld hinweist.
Auch komplizierte Wege am Dach sicher machen
Und wenn es mal nicht anders geht? „Manchmal gibt es schmale Verkehrswege auf dem Flachdach, die beispielsweise zwischen der Dachkante und einer Lichtkuppelreihe hindurchführen, und bei denen ein Rückhaltesystem darum einfach nicht möglich ist“ weiß Absturzsicherungsprofi Schmidt aus der Praxis. „Aber auch dafür gibt es Lösungen, etwa die Sicherung der Lichtkuppeln mit Auffangnetzen oder die Montage von Schutzgeländern, die mit Lock Book Draw auch ganz unkompliziert digital geplant werden können.“ Wenn die Software einmal nicht alle Fragen beantworten kann, steht hinter Lock Book ein erfahrenes Team. Das hilft bei größeren Herausforderungen oder Einstiegsproblemen mit Draw gerne persönlich weiter. So bleiben bei der Dachplanung keine Fragen offen.






Hi Lion.
Freut uns, dass es Dir gefällt! Surprise: Wir finden das Tool auch sehr cool, aber psst :)
Komme gerne auf uns zu, wenn du Fragen hast. Wir empehlen jedenfalls: Registrieren und kostenlos nutzen und zwar dann, wenn es Deine Zeit zulässt.
Beste Grüße und einen guten Start in die Woche.
Cool das Tool !