Selbstbohrende Stabdübel - Erfahrungen
Fluch oder Segen? Als Bauingenieur stellt sich mir bei Stahlholz-Verbindungen mit hoher Anforderung an die Tragfähigkeit immer die Frage: Selbstbohrende Stabdübel, ja oder nein?
Wie sieht es in der Praxis aus? Vor allem bei geometrisch etwas wilderen Konstruktionen? Tue ich dem AN einen Gefallen, wenn ich hier mit den übliche Verdächtigen (Rotho Blaas, Heco..) plane? Oder ist Vorbohren der Hölzer im Werk und anschließendes Aufstellen und Bohren des Bleches vor Ort kein großer Zusatzaufwand?
Ich freue mich auf Antworten aus der Praxis.

Guten Morgen,
Zu diesem Thema streiten sich oftmals die Gemüter. Bei uns in der Firma (Industriehallen Montage) arbeiten wir bis lang noch mit vorgebohrten Stahlteilen, wobei es sich in der Praxis doch häufig in den letzten zu errichtenden Feldern oftmals zu Problemen kommt und man dann doch noch einmal nachbohren muss.
Persönlich bin ich auch ein Fan von Selbstbohrenenden Stabdübeln, aber wenn man den Zeitlichen Aufwand betrachtet, ist der konventionelle Weg (wenn es passt) doch häufiger der schnellere und einfachere Weg.
Wir Planen sehr viel mit Selbstbohrende Stabdübel, da unsere Kunden meistens sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben mit der Genauigkeit der vorgebohrten Löcher im Werk und den klassichen Stabdübel, da diese oft dann nicht gepasst haben. Meistens setzten wir 1 klassichen Stabdübel, der bereits vorgebohrt ist, für eine schnelle Montage als Montagehilfe und der Rest wird meistens mit Selbstbohrende Stabdübel ausgeführt.
Wir haben so sehr gute Erfahrungen gemacht, denke aber das man das für sich einfach ausprobieren muss, was einem selbst besser gefällt. Wir verwenden überwiegend die Selbstbohrende Stabdübel der Firma Rothoblaas in unserer Planung.