Das Tiny House Projekt in Norwegen!
Weniger ist mehr?
Das norwegische Hüttenleben ist inzwischen sehr luxuriös geworden, weit entfernt von den damaligen kleinen Cabins. Ein großer Teil der Bevölkerung hat Zugang zu mindestens einer dieser Häuser. Inzwischen gibt es sogar mehrere Wettbewerbe über die größten, teuersten und luxuriösesten „Cabins“.
Würde jeder Mensch einen solchen norwegischen Lebensstandard haben, so bräuchten wir einige Planeten mehr.
Bei diesem Projekt in der norwegischen Stadt Bodo hatten vier Studentinnen die Aufgabe im Rahmen ihrer Masterarbeit den Prototypen eines Tiny Houses, für Urlauber in den Bergen, zu planen und mit neun deutschen Zimmererlehrlingen und einem Lehrer zu bauen.
Finanziert wird das Projekt von der Norwegian Trekking Association und durch namhafte ansässige Architekten unterstützt.
Das Ziel ist es, ein Umdenken der Norweger anzuregen und das Einsparen von Emissionen.
Die vier Architektinnen
Sie teilten sich verschiedene Aufgaben bei der Planung und Umsetzung des Projektes. Unteranderem war Anastasia für die technischen Zeichnungen zuständig, sowie die verschiedenen Materialien. Dabei wurde sie von einem deutschen Zimmerer tatkräftig unterstützt, der auf die verschiedenen Details geachtet hatte, an die die Architektinnen anfangs gar nicht gedacht hatten (angefangen bei den Eckdetails bis hin zur Einteilung der Ständer).
Sonja war für verschiedene Energiekalkulationen zuständig, um beispielsweise den Bedarf an Brennholz pro Jahr zu ermitteln.
Julie war die entspannteste der vier und kümmerte sich um die Planung eines Zeltes über das Tiny House für den Sommer, sowie dem Standort der Cabin und einiger Klimaberechnungen. Trotz aller Probleme in der Bauphase, ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen.
Für die Organisation und das Materialmanagement des Baus war Anneli zuständig, die mit dem Lehrer der Zimmerer größtenteils auf Tour zwischen den verschiedenen Baumärkten in Bodo war, um den oft sehr schwierigen Wünschen nach Maschinen und Material, die für unsere deutschen Verhältnisse selbstverständlich sind, der Zimmerer nachzukommen.
Das Tiny House
Es bietet auf 9 m2 Platz für vier Leute im Winter. Im Sommer können unter einem großen Zelt um die Cabin herum um ein vielfaches mehr Leute, geschützt von Sonne und Regen in ihren eigenen Zelten, übernachten.
Aufgebaut ist die Cabin mit einem Hauptraum zum Essen, Schlafen und Erholen, sowie einem von außen zugänglichen Trockenraum, welcher dem Aufhängen der Kleidung, Skisachen und Wandersachen dient.
Der Bereich des Hauptraums ist durch eine Stufe unterteilt in eine saubere Ebene zum Schlafen und einer herabgesetzten Eingangsebene für den Ofen, um Schmutz vom Schlafbereich fern zu halten.
Um den Nachhaltigkeitsaspekt bestmöglich zu fördern, wurden recycelte Holzfenster, ein alter Eichenparkettboden, sowie ein kleiner alter Holzofen eingebaut.
Probleme bei der Planung
Große Probleme bei der Planung lagen vor allem im Transport, um die Cabin an ihren geplanten Standort zu bringen. Dabei mussten alle Höhen, Breiten und Längen des Tiny Houses genauestens geplant werden, um den größtmöglichsten Raum herauszuholen.
Und nicht zu vergessen das Gewicht! Die Konstruktion sollte so leicht wie möglich gebaut werden, damit sie auch an entlegene Orte in den Bergen mit dem Helikopter geflogen werden kann.






Hallo Antonio,
hast gut recherchiert ;)
Allen Respekt. Dein "Lehrerkollege" Anton Lieb .
Finde ich mega cool und spannend