Hier entstand Deutschlands größte Holzbausiedlung
Bis zu sieben Geschosse haben die Gebäude und wurden in unterschiedlichen Bauweisen errichtet - vom Holzhybridbau bis zum reinen Holzbau. Als Auftraggeber gab die Stadt München eine Finanzspritze und erklärt: “Die Ökologische Mustersiedlung ist mit ihren Zielen und in der geplanten Größe ein bislang europaweit einmaliges Pilotprojekt für nachhaltiges Bauen.“ Deshalb förderte die Stadt die „Kosten aus Mehraufwendungen, die im Holzbau entstehen“ mit einem Zuschussprogramm in Höhe von 13,6 Millionen Euro.
Das Holzbau-Unternehmen Gumpp & Maier GmbH aus Binswangen (Landkreis Dillingen) war maßgeblich an dem Projekt beteiligt und erklärt im Interview, warum der Prinz-Eugen-Park eine Ausnahmebaustelle war.
Wie viele Ihrer Zimmerer haben an dem Großprojekt mitgearbeitet?
„Wir waren das ganze Jahr 2019 im Prinz-Eugen-Park beschäftigt und an drei Wohnanlagen beteiligt, jeweils mit der Holzbauleistung, also der geschlossenen Gebäudehülle. Im Ganzen waren es 222 Wohnungen. Die einzelnen Baustellen waren im Schnitt mit sechs bis zehn Zimmerern belegt“
Und wie viel Zeit haben sie im Prinz-Eugen-Park verbracht?
„Insgesamt haben wir auf allen drei Projekten 25.557 Stunden in unserer Zeiterfassung erfasst. Das entspricht circa 2800 Manntagen“
Wow! Und wieviel Holz wurde dabei verarbeitet?
„Von uns wurden insgesamt 5050 Kubikmeter Holz verarbeitet. Das Ganze verteilt sich auf Brettsperrholz, Brettschichtholz, Konstruktionsvollholz, Baubuche, Furnierschichtholz, Holzwerkstoffplatten, Holzfaserdämmungen und Schalungen“
Inwiefern war es eine Ausnahmebaustelle?
„Der komplette Prinz-Eugen-Park wurde gefühlt gleichzeitig gebaut und somit ging es immer und überall knalleng zu, mit eingeschränkten Zufahrtsmöglichkeiten und sehr geringen Baustelleneinrichtungsflächen. Die Logistik war teilweise anspruchsvoller als die Bauaufgabe. Ansonsten hatten wir auch große Baustellen mit hohem Volumen“
Und wie war es bei so einem ökologischen Vorzeigeprojekt mitzumachen?
„Das ist toll! Als Unternehmen macht uns das natürlich stolz, dass wir sogar an mehreren Einzelprojekten im Park mitwirken konnten“
Eine weitere gute Nachricht zum Schluss, teilt die Stadt München mit: "Durch die hohen Holzanteile, die in der ökologischen Mustersiedlung verbaut wurden, können etwa 13.000 Tonnen Kohlendioxid langfristig gespeichert werden. Im Vergleich zur mineralischen Bauweise bedeutet dies eine Einsparung von 30 bis 50 Prozent klimaschädlicher Emissionen."
Fotos: Günther Hartmann















