"Tschüß Maske – Hallo Normalität"
ZT: Vanessa, wie habt ihr als Holzbaubetrieb mit rund 50 Mitarbeitern die letzten zwei Jahre erlebt?
Vanessa Hofmann: Zu Beginn der Pandemie war für uns nicht absehbar, welche Auswirkungen es haben wird oder könnte. Grundsätzlich sind wir aber sehr gut durch die Zeit gekommen.
ZT: Die Schutzmaßnahmen sind nun weitestgehend aufgehoben. Wie ging es euch im Betrieb mit der Einführung der Maßnahmen?
Vanessa Hofmann: Wir haben uns daran gehalten, was vorgeschrieben wurde und uns über die geltenden Vorschriften regelmäßig informiert. Dazu haben wir verschiedene Medien herangezogen. Tageszeitung oder Internet, Informationen über das örtliche Gesundheitsamt oder auch die Berichterstattung der Zimmerer-Innung. Wir haben getestet, Masken verteilt, usw. Aber unterm Strich war es zu bewältigen.
ZT: Wie hart haben euch Ausfälle durch Erkrankung oder Quarantäne getroffen?
Vanessa Hofmann: Fast gar nicht. Wir hatten im Betrieb – Gott sei Dank – kaum Fälle. Ab und an mussten Mitarbeiter in Quarantäne, aber auch das konnten wir gut überbrücken. Bauleiter oder Büroangestellte beispielsweise konnten während Quarantäne im Homeoffice weiterarbeiten. Fast alle unserer Mitarbeiter haben sich impfen lassen, was wohl auch dazu beigetragen hat, dass wir wenig Ausfälle hatten.
ZT: Zusätzlich zu Corona hatten viele Zimmereibetriebe Anfang 2021 mit dem enormen Mangel an Holz zu kämpfen. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Vanessa Hofmann: Es gab während der ganzen Zeit keine Verzögerungen auf den Baustellen, keinen Auftragseinbruch und auch keine Probleme mit Material. Bei letzterem hat sich eindeutig unser sehr gutes Verhältnis zu den Lieferanten bezahlt gemacht.
ZT: Das hört sich an, als wäre Corona wirklich spurlos an HBH Holzbau vorbei gegangen. Ist das so?
Vanessa Hofmann: Rein wirtschaftlich ja. Gelitten hat das Miteinander unter den Kollegen. Vor allem in 2020 hat man gemerkt, dass durch die Aufteilung der Teams und den Wegfall von Veranstaltungen wie Betriebsausflügen, Sportevents usw., der informelle, zwischenmenschliche Austausch auf der Strecke geblieben ist. Uns ist ein gutes Miteinander wichtig, deshalb waren wir froh, als gewisse Zusammenkünfte wieder erlaubt waren.
ZT: Liebe Vanessa, vielen Dank für deine Zeit und das Interview.
HBH Holzbau steht stellvertretend für viele Zimmerei- und Holzbaubetriebe, die gut durch die Pandemiezeit kamen. Stimmt ihr diesem Erfahrungsbericht zu oder habt ihr die letzten beiden Jahre anders wahrgenommen? Teilt es uns mit!
Bild 1: Endlich kann die Maske weg!
Bild 2: Vanessa Hofmann von HBH Holzbau in Landau a. d. Isar im Interview




Endlich
Wird auch Zeit