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Zimmerer-Treffpunkt
08.03.2022

Weltfrauentag - Zimmerinnen im Interview

Heute ist Weltfrauentag! Anlässlich dieses Tages widmen wir im März den Dienstag den Zimmerinnen. Es ist längst nicht mehr so, dass eine Baustelle eine reine Männerdomäne ist. Immer mehr junge Frauen entscheiden sich für eine Ausbildung im Handwerk. Wir sind mit Zimmerin Isabel Peters (19) ins Gespräch gegangen.
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ZT: Wie kam es, dass Du Zimmerin werden wolltest

Meine Eltern haben einen Hof mit Landwirtschaft und Ferienwohnungen. Schon als Kind war ich immer draußen mit dabei und wollte dann ursprünglich Landmaschinenmechatronikerin werden. Nach der Realschule habe ich dann aber beschlossen, die Ausbildung zur Zimmerin zu beginnen.

ZT: Was haben Deine Eltern gesagt, als Du Ihnen gesagt hast, dass Du Zimmerin werden willst.

Meine Eltern fanden es super und haben mich auch immer bestärkt das zu tun, was mir gefällt.

ZT: Was war Dein schönstes Projekt bisher?

Im ersten Lehrjahr haben wir eine Fachwerkhütte gebaut. Die haben wir selbst geplant und durften sie dann auch mit nach Hause nehmen. Da stand dann eine Weile mein Motorrad drin.

ZT: Du machst aktuell Deinen Meister und bist aber auch in der Nationalmannschaft. Wie bringst Du beides unter einen Hut?

Das wichtigste ist es immer am Ball zu bleiben und immer wieder Wissen zu vertiefen.

ZT: Welches Traumprojekt würdest Du gerne mal verwirklichen?

Wo ich auf jeden Fall mal dabei sein möchte, ist ein Großprojekt wie z.B. die Elbphilharmonie, bei der Architektur und Statik eine wesentliche Rolle spielt. Ein Projekt, das eine planerische Herausforderung ist.  

ZT: Hast Du ein Lieblingswerkzeug?

Tatsächlich ist es mein „Japaner“. Die Handsäge kann einfach nicht kaputt gehen. Da kann höchstens mal das Blatt stumpf werden. Die kann man 50 Jahre in eine Ecke legen und dann funktioniert sie immer noch. Im Gegensatz zu all den elektronischen Werkzeugen.

ZT: Würdest Du Deiner Tochter raten Zimmerin zu werden?

Ja, auf jeden Fall. Keine Maschine dieser Welt kann unser Handwerk ersetzen.

ZT: Magst Du sonst noch was loswerden?

Die verbreiteten Vorurteile gegenüber Handwerksberufen sind nicht berechtigt. Ich würde Schulabgängern empfehlen auf jeden Fall auch mal ein Praktikum auf einer Baustelle zu machen. Einfach mal das Handwerk ausprobieren und sich selbst einen Eindruck verschaffen.

Danke, dass Du Dir Zeit genommen hast. 

Nächsten Dienstag haben wir Caro & Hannah, die Holzbau Tussis, im Interview

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1 Kommentar
Tim Schnack
07.06.2022

🔥

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