Christbaumständer selbst bauen
Das Anreißen
Die schönsten Seiten deiner Hölzer finden oben, im sichtbaren Bereich, Platz. Diese kennzeichnest du mit dem Bundzeichen. Die Hälfte der Holzstärke wird nun mittig an beiden Hölzern angetragen, dabei wird von der Oberseite mit dem Bundzeichen gemessen. Am besten funktioniert das mit einem Streichmaß. Die wegfallenden Bereiche des Holzes markierst du deutlich als Abfall, bevor du sonst den falschen Bereich ausstemmst oder auf der falschen Seite des Risses sägst.
Achtung: Deine Bauteile sind nicht identisch zueinander, sondern jeweils das Gegenstück zum anderen.
Einsägen
Achte darauf, dass du an der richtigen Seite des Risses deine Säge ansetzt. Der halbe Riss bleibt dabei stehen und du sägst auf der Seite des Abfalles. Geschnitten wird genau bis zum Grund der Ausklinkung.
Weitere Einschnitte erleichtern das Ausstemmen der Kreuzüberblattung später. Für das Ausklinken der Füße spannst du dein Bauteil um und lässt beim Ausarbeiten 3 bis 4 zusätzliche Stege als Auflage für den Grundhobel stehen.
Ausklinken der Füße
Das Holz zwischen den Füßen wird mit kräftigen Schlägen grob ausgestemmt. Die Stege und ca. 1mm des Holzes über dem Riss bleiben dabei stehen. So kannst du später ordentlich mit dem Grundhobel arbeiten.
Ebnen mit dem Grundhobel
Du stellst deinen Grundhobel auf die Endtiefe von 10mm Endtiefe ein, jedoch wird nicht gleich mit der endgültigen Tiefe begonnen. Ein Grundhobel besitzt keinen Spanbrecher, deshalb werden in mehreren Durchgängen feine Späne aus dem Holz gearbeitet.
Immer von außen nach innen arbeiten um ein Ausreißen des Holzes zu vermeiden. Den Grundhobel führst du in kurzen, bogenförmigen Bewegungen. Es ist egal ob man dabei stoßend oder ziehend vorgeht. Achte darauf, dass der Grundhobel auf beiden Seiten sauber aufliegt und nehme beim letzten Arbeitsgang nur noch sehr feine Späne weg. So erhält man eine glatte Oberfläche.
Nachdem stemmst du die Auflagestücke weg und gleichst die Oberfläche vorsichtig mit dem Stemmeisen an, dass eine schöne Fläche entsteht.
Das selbe am Gegenstück deines Christbaumständers.
Ausklinken der Überblattung
Auch bei der Verbindung gehst du vor wie im oberen Schritt beschrieben. Erst grob ausstemmen und danach genau mit dem Grundhobel nacharbeiten.
Am Gegenstück gehst du genauso vor. Um sicher zu sein, dass du auch die richtige Seiten ausstemmst, kannst du dir beide Hölzer testweise aneinander halten.
Verbindung einpassen
Um die Passgenauigkeit des Christbaumständers zu prüfen legst du beide Hölzer aufeinander. Keinesfalls darfst du die beiden Werkstücke mit Gewalt zusammendrücken. Es kann zwar funktionieren, hinterlässt jedoch sehr unschöne Druckstellen am Holz.
Am schnellsten gelingt das Einpassen, wenn du die Seiten der Werkstücke mit dem Hobel nachputzt. Dabei verschwinden zusätzlich alle Markierungen und Anrisse, außerdem glättest du die Oberfläche perfekt.
Kanten fasen
Um sicher zu stellen, dass der Christbaumständer lange schön bleibt und die Kanten nicht eingedrückt werden, wird im nächsten Schritt eine Fase hergestellt.
An der Oberseite wird eine Fase mit 8mm ausgearbeitet, die davor mit dem Streichmaß angerissen wird. Um Ausrisse zu verhindern spannst du vorne und hinten an der Fase ein anderes Holz dagegen.
Die Füße erhalten eine ca. 2mm breite Fase. Alle weiteren Kanten werden nur minimal gefast.
Öffnung für Christbaum
Die Öffnung für den Christbaum bohren wir direkt mittig in der Kreuzüberblattung des Christbaumständers. Um die Mitte zu markieren verbindest du beide Diagonalen miteinander.
Mit einem 40 bis 50mm Forstnerbohrer bohrst du dann die Öffnung. Achte dabei darauf, dass der Bohrer nicht überhitzt und die Späne ihn nicht verstopfen.
Nachdem du die Mitte erreichst drehst du den Christbaumständer um und führst deine Arbeit auf dieser Seite fort. So verhinderst du ein Ausreißen des Holzes an der Unterseite.
Richtiges Werkzeug
Das passende Werkzeug zum Bau des Christbaumständers findest Du im DICTUM-Onlineshop - Zum DICTUM Onlineshop