Stärkster Anstieg der Baupreise seit 51 Jahren
Plus 12,6% Preissteigerung
Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2021 um 12,6% gegenüber August 2020 gestiegen. Seit über 1970 ist das der höchste Anstieg des Baupreises. Damals im November 1970 ist der Baupreis um 13,1 % - gegenüber dem Vorjahr - gestiegen.
Woher kommt der Preisanstieg?
Schon seit Anfang des Jahres 2020 sind die Holzpreise stetig gestiegen. Das schlägt sich natürlich auch auf die Baupreise nieder. Aber auch die Preise bei anderen Baustoffen sind gestiegen. Durch die große Nachfrage nach Holz, Stahl, Dämmstoffen und anderen Baumaterialien sowie den damit verbundenen Lieferengpässen, klettert der Preis deutlich nach oben. Dies spürt als Erstes der Fachhandwerksbetrieb und natürlich danach der Bauherr.
Was heißt das für die Bauherren?
Peter Hettenbach und Ivankovic Katerina erörtern in ihrem Lagebericht (www.capital.de) die aktuelle Situation: „Verglichen mit dem Wert von 2015 haben wir momentan eine Steigerung von etwa 30 Prozent. Wer 2015 noch 300.000 Euro Baukosten hätte zahlen müssen, müsse 2021 schon 400.000 Euro anbringen.“ Aktuell sei zwar nicht mehr mit so einem steilen Anstieg zu rechnen wie in den vergangenen 18 Monaten, trotzdem bleibe die Tendenz.
Mehrwertsteuersenkung in 2020 macht sich nur minimal bemerkbar
Aufgrund der Corona-Krise wurde der Mehrwertsteuersatz vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 vorübergehend gesenkt. Selbst wenn man diese Reduktion in der Rechnung berücksichtigt, liegt immer noch eine Preissteigerung um 9,7% vor.
Quelle: Statistisches Bundesamt DESATIS
